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Stadtrat will Künstlerkolonie zurückerwerben

Rückkaufpläne nach Fusion von Deutsche Wohnen und Vonovia

Die Künstlerkolonie in Wilmersdorf. Foto: Brühl/BACW
Die Künstlerkolonie in Wilmersdorf. Foto: Brühl/BACW
Erschienen in Gazette Wilmersdorf Juli 2021

Die Wilmersdorfer Künstlerkolonie südlich vom Breitenbachplatz wurde von 1927 – 1930 erbaut. Ziel war es, erschwinglichen Wohnraum für Künstler zu schaffen. Heute gehören die Häuser zur Vonovia. Nach der Fusion der beiden Wohnungsbaugesellschaften Deutsche Wohnen und Vonovia sollen nach dem Wunsch der Politik unter anderem die Wohnungen der Künstlerkolonie wieder an das Land Berlin zurückgehen.

Oliver Schruoffeneger, Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Schon im Mai 2019 hat das Bezirksamt durch ein Schreiben des Bezirksbürgermeisters und von mir an die zuständigen Senatsverwaltungen für einen Rückkauf der Künstlerkolonie in Wilmersdorf durch das Land Berlin geworben. Dieser Wunsch ist damals leider durch die Senatsverwaltungen nicht aufgegriffen worden.“

Das Bezirksamt hat Schruoffeneger zufolge seinerzeit folgendermaßen argumentiert:

Schruoffeneger weiter: „Diese Argumente gelten unverändert. In den vergangenen Jahren gab es kaum einen Zuwachs an landeseigenen Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf. Wegen der hohen Grundstückspreise können die städtischen Wohnungsbaugesellschaften weder den Neubau, noch den Erwerb von Wohnungen in unserem Bezirk wirtschaftlich leisten. Günstige (landeseigene) Wohnungen sind aber auch bei uns im Bezirk unabdingbar, um eine gute Mischung zu bewahren und auch den weniger gutverdienenden Menschen das Wohnen im Bezirk zu ermöglichen. Die jetzige Debatte bietet eine große Chance und muss dafür genutzt werden.“

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