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Orgelrestaurierung in der Auenkirche

Bundesweit einzigartiges Bauvorhaben

Auenkirche
Auenkirche
Erschienen in Gazette Wilmersdorf Juli 2021
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In Wilmersdorf startet ein einmaliges Projekt: Die spätromantische Orgel in der Evangelischen Auenkirche aus dem Jahr 1898/99 – mit 85 Registern und rund 6.000 Pfeifen Berlins zweitgrößte Kirchenorgel – wird umfassend restauriert. Für das ambitionierte Vorhaben stellen u. a. die Bundesregierung und das Land Berlin Fördermittel bereit; darüber hinaus vergibt die Kirchengemeinde zur Finanzierung Pfeifenpatenschaften. Den Auftrag für die Restaurierungsarbeiten erhält nun der weltweit renommierte Orgelbaubetrieb Rieger.

Pfeifenpatenschaft

Die Orgel, die 1898 von der Firma Furtwängler & Hammer gebaut wurde, gilt über Berlin hinaus als herausragendes Instrument. Sie ist zudem eine der größten Orgeln Berlins. Ihr Klangbild eignete sich perfekt für spätromanische Musik, wie von dem Komponisten Max Reger. Nun ist die Orgel in die Jahre gekommen und ihre früheren Klangqualitäten sind nur noch zu erahnen. Um ihren ursprünglichen Klang wieder herzustellen und sie tauglich für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen, ist eine große und leider auch teure Restauration unumgänglich. Ein Großteil der Kosten, die bei etwa 1,4 Millionen Euro liegen, konnten bereits aufgebracht werden. Doch ein Teil fehlt noch – er soll durch Spenden und Pfeifenpatenschaften aufgebracht werden. Die Patenschaften für die Orgelpfeifen kosten zwischen 25 und 5000 Euro. Die Orgel in der Auenkirche hat immerhin etwa 6000 Pfeifen, unter denen man sich auf der Seite www.auenorgel.de seine Lieblingspfeife aussuchen und eine Patenschaft übernehmen kann.

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