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Tempelhof-Schöneberg

Neues Zuhause für Potse und Drugstore

Entwurf für das Haus der Jugend am Südkreuz steht fest

Siegerentwurf des neuen Hauses der Jugend. Visualisierung: büro hacke, Berlin
Siegerentwurf des neuen Hauses der Jugend. Visualisierung: büro hacke, Berlin

09.06.2026: Der erste Preis für das Bauprojekt am Werner-Voß-Damm 47 ging einstimmig an den Entwurf des Berliner Architekten Max Hacke (büro hacke). Damit rückt eine dauerhafte Perspektive für die beiden Jugendeinrichtungen näher.

Bildungsangebote und Freizeitgestaltung

Das neue Gebäude soll künftig den selbstverwalteten Jugendzentren „Drugstore“ und „Potse“ eine feste Heimat bieten. Die beiden Kollektive, deren Wurzeln bis in die 1970er-Jahre zurückreichen, zählen zu den ältesten selbstverwalteten Projekten dieser Art in Berlin und sind derzeit nur temporär untergebracht. Neben den Räumen für die Kollektive sind im Neubau auch Bildungsangebote geplant, die Jugendliche beim Nachholen von Schulabschlüssen nach dem Ende der Schulpflicht unterstützen.

Begrünte Fassade

Der Siegerentwurf sieht einen kompakten, zweigeschossigen Baukörper vor. Die Jury hob besonders die städtebauliche Integration und das geplante Konzept mit umfassender Fassaden- und Dachbegrünung hervor, das einen Beitrag zum Stadtklima leisten soll. Ein zentraler Innenhof dient als barrierefreie Begegnungsstätte. Im Inneren ist eine funktionale Aufteilung der rund 800 Quadratmeter Nutzungsfläche vorgesehen, die unter anderem Platz für Veranstaltungsräume, Proberäume, eine Bibliothek und eine Werkstatt bietet. Beim Bau sollen zudem wiederverwendete Baustoffe zum Einsatz kommen.

Herausforderung Lärmschutz

Eine besondere Herausforderung des Wettbewerbs lag im Lärmschutz. Da das Grundstück in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung und einer Kleingartenkolonie liegt, mussten Konzepte zur Reduzierung von Lärmemissionen entwickelt werden. Gleichzeitig galt es, den künftigen Nutzern ausreichend Gestaltungsspielräume zur Aneignung der Räume zu lassen.

Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit, Oliver Schworck, äußerte sich nach dem Abschluss des Verfahrens zuversichtlich und verwies darauf, dass mit dem Entwurf eine gute Grundlage für die anstehende Planungsphase vorliege. Auch die Juryvorsitzende Jórunn Ragnarsdóttir betonte die Qualität der Arbeit, die eine funktionale Lösung für die anspruchsvolle Aufgabe bietet, ein gemeinsames Haus für zwei eigenständige Kollektive zu schaffen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Jahr 2030 geplant.

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