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Tempelhof

Ausstellung: Elfenbein in Tempelhof

Spuren kolonialer Ausbeutung im Franckepark

Deutsche Wirtschaft in Einzeldarstellungen, Elfenbeinschnitzerei und Elfenbeinhandwerk, unter besonderer Berücksichtigung der Elfenbeinschnitzer- zentrale Erbach, Frankfurt a.M. 1937
Deutsche Wirtschaft in Einzeldarstellungen, Elfenbeinschnitzerei und Elfenbeinhandwerk, unter besonderer Berücksichtigung der Elfenbeinschnitzer- zentrale Erbach, Frankfurt a.M. 1937

29.05.2026: Der Franckepark ist vielen Menschen im Bezirk als grüne Oase für Spaziergänge bekannt. Dass das Gelände im 19. Jahrhundert Schauplatz globaler Handelsströme und kolonialer Ausbeutung war, ist jedoch kaum bekannt. Das Tempelhof Museum widmet diesem Kapitel der lokalen Geschichte nun eine Sonderausstellung mit dem Titel „Elfenbein in Tempelhof. Spuren kolonialer Ausbeutung im Franckepark“.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, um 18 Uhr im Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, eröffnet. Die Schau wird bis zum 3. Januar 2027 gezeigt.

Im Zentrum der historischen Aufarbeitung steht der Kaufmann Theodor Francke. Er betrieb auf dem heutigen Parkgelände eine sogenannte Elfenbeinbleiche. Der wertvolle Rohstoff wurde über koloniale Handelsnetze importiert, in Tempelhof gebleicht und anschließend unter anderem zu Klaviertastaturen weiterverarbeitet. Nach dem Tod des Gründers weitete die Francke GmbH ihre Geschäfte aus und war unter anderem am Handel mit geraubten Kulturgütern wie den Benin-Bronzen beteiligt.

Die Ausstellung zeigt auf, wie der Rohstoff vom afrikanischen Kontinent nach Tempelhof gelangte und welche wirtschaftlichen und machtpolitischen Strukturen diesen Handel stützten. Zudem schlägt die Präsentation einen Bogen in die Gegenwart und thematisiert, warum der illegale Handel mit Elfenbein bis heute fortbesteht.

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