Gazette Schöneberg & Friedenau - Juli 2026

Gazette für Schöneberg und Friedenau

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juli 2026

Schöneberg & Friedenau

Vom Botanischen Museum zur Kommunalen Galerie GRATIS ZUM MITNEHMEN

Haus am Kleistpark war vor 50 Jahren Heimatmuseum

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Vom Botanischen Museum zur Kommunalen Galerie Haus am Kleistpark war vor 50 Jahren Heimatmuseum

Wer heute das Haus am Kleistpark Spezielle Angebote für Kinder an der Grunewaldstraße 6 – 7 be- und Jugendliche machten die sucht, kommt hierher, um Aus- Historie vor der eigenen Haustür stellungen in der Kommunalen begreifbar. Fast zwei Jahrzehnte Galerie zu betrachten. Doch vor lang blieb das Heimatmuseum genau einem halben Jahrhun- an der Grunewaldstraße, bis der dert, im Jahr 1976, schlug in dem Bezirk dem Schöneberg Museum Gründerzeitbau das historische 1994 die heutigen RäumlichkeiHerz des Bezirks. Damals erhielt ten an der Hauptstraße zur Verdie sogenannte „Heimatschau“ in fügung stellte. den oberen Etagen des GebäuAls Botanisches Museum errichtet des ihre erste dauerhafte AusstelDass in dem Haus am Kleistpark lungsstätte. gesammelt und geforscht wurVon der Chronik zur de, liegt tief in seiner Geschichte Kulturgeschichte verwurzelt. Errichtet wurde der Das Heimatmuseum im Haus am stattliche Bau im Jahr 1880 als Kleistpark war der Vorgänger des Königlich Botanisches Museum. heutigen Schöneberg Museums. Die Geschichte des Gebäudes Ein frischer Wind durchzog die ist untrennbar mit dem angrenRäume in den frühen 1980er-Jah- zenden Grundstück verbunden. ren. Es war die Zeit der „neuen Schon ab dem Jahr 1506 ließ der Geschichtsbewegung“. Die Aus- brandenburgische Kurfürst dort stellungsmacher wandten sich ab einen Küchen- und Hopfengarvon der reinen Chronik und hin ten anlegen. Aus diesem Nutzzur Sozial- und Kulturgeschichte. garten entwickelte sich über die Bisher vernachlässigte Themen Jahrhunderte der Königlich Boder Bevölkerung rückten in den tanische Garten mit schließlich Mittelpunkt. In enger Zusam- 17.000 kultivierten Pflanzen und menarbeit mit lokalen Initiativen 36  Gewächshäusern. Sogar der wurde die Geschichte lebendig Dichter Adelbert von Chamisso gemacht – nicht nur in den Vitri- wirkte hier im 19. Jahrhundert als nen, sondern auch im Stadtraum. Naturforscher und Kustos. Seine

umfangreiche Pflanzensammlung fand später in den Räumen des neu gebauten Museums Platz.

Standort als botanische Zentralstelle für die deutschen Kolonien. Hier wurden tropische Pflanzen für den Anbau in Übersee erforscht und Gärtner für ihren dortigen Einsatz ausgebildet. Nachdem der Botanische Garten 1910 aus Platzmangel nach Dahlem umzog, übernahmen Naturschutzbehörden das Gebäude. Diese wurden nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten der NS-Ideologie unterworfen. Ein Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg zerstörte schließlich den Nordost-Flügel des Baus.

Ort für Entdeckungen

Kolonien und Naturschutz Doch die Mauern spiegeln auch die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte wider. Ende des 19. Jahrhunderts diente der

Als 1967 das Kunstamt und die heutige Leo Kestenberg Musikschule einzogen, begann für das Haus am Kleistpark eine neue friedliche Epoche. Neun Jahre später komplettierte das Heimatmuseum dieses kulturelle Zentrum. Auch wenn die Historiker inzwischen umgezogen sind: Der Geist der Entdeckung, der sich vom Botanischen Museum über das Heimatmuseum bis zur heutigen Kommunalen Galerie zieht, prägt den Ort bis heute.

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

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Liebe Leser_innen,

Ganz herzlich lade ich Sie zu unserem „2. Gazino-Basar und Musikfest“ am 4. Juli 2026 von 14:30 uhr bis 21:00 uhr ein. Mit dem Fest erinnern wir an den legendären Türkischen Basar im u-Bahnhof Bülowstraße. Das Fest vereint modernes und traditionelles Leben und hält ein weiteres Stück der Kultur der türkeistämmigen Berliner_innen lebendig. Die musikalischen Darbietungen reichen von türkischer Folklore bis Pop. Der musikalische Hauptakt des Abends ist die Sängerin Zeynep Avci! Zahlreiche Stände laden zum Stöbern ein und es gibt ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Ort: 10783 Berlin, Steinmetzstraße (zwischen Bülow- und Alvenslebenstraße). Infos: www.berlin.de/ba-ts/gazino

Rocktreff und Spielfest Auch am ersten Juli-Wochenende gibt es im Volkspark Mariendorf zwei wunderbare Open-Air-Feste. Der traditionelle Rocktreff ist erstmalig 1984 an den Start gegangen und hat Erfolgsgeschichte geschrieben. Sechzehn von einer Jury ausgewählte Newcomer-Bands bringen noch echte handgemachte Rockmusik auf die Bühne. Das Event wird vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg veranstaltet, der Veranstaltungsträger ist der CPYE e. V. Der Eintritt ist kostenfrei! Termin: 3. bis 5. Juli 2026 Infos: www.rocktreff.de Daneben findet das Spielfest statt und lässt Kinderherzen höherschlagen. Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre ist dieses Event eine feste Größe, wenn es um Spiel, Spaß und tolle Erlebnisse geht. Das diesjährige Motto lautet „Alle spielen mit“. Mit viel Ideenreichtum werden Vereine und Institutionen ihre wunderbaren Spielideen präsentieren. Einer der ganz großen Pluspunkte des Festes ist, dass hier auf großer Fläche draußen gespielt werden kann. Da darf es gerne auch einmal lauter sein – gute Laune und Spannung sind

AHA ein. Nach dem 7. Oktober 2023 hat sich insbesondere für queere Jüdinnen:Juden das Leben in Berlin massiv verändert. Wo zuvor oftmals gegenseitige Solidarität stand, werden Menschen ausgegrenzt. Bei dem Podiumsgespräch werden die Teilnehmenden der Frage nachgehen, welche Gefahren und Herausforderungen es aktuell für queere Jüdinnen:Juden gibt und Pride Month welche Lösungsansätze in der akIm Juli ist Pride Month – der Monat tuell aufgeheizten gesellschaftliin dem die Regenbogen-Commuchen Atmosphäre möglich sind. nity die Vielfalt feiert und „gleiche Die Moderation liegt bei Klaus LeRechte für ungleiche – weltweit“ Jörn Oltmann derer und die Keynote hält Hana Yael Tebelmann. Auf dem Podium fordert. Wir als Bezirk Tempelhof-Schöneberg stehen für die Vielfalt und sind: Rosa Jellinek, Malwina Miziarska und freuen uns, dass in unserem Nollendorfkiez Sigmount Königsberg. am 18. und 19.  Juli 2026  Europas größtes Ort: AHA-Berlin e. V., Monumentenstraße 13 „Lesbisch-schwules Stadtfest“ zum 32. Mal an in 10829 Berlin. den Start geht. um dies anzukündigen, werLange Tafeln für Gemeinschaft den wir am 16. Juli 2026 um 14 uhr vor dem Rathaus Tempelhof und um 16 uhr vor dem Abschließend möchte ich Sie noch auf die Rathaus Schöneberg Regenbogenfahnen „Langen Tafeln für Gemeinschaft“ in den Behissen, wozu Sie herzlichst eingeladen sind. zirksregionen aufmerksam machen. Die AkZudem wird der Bezirk beim CSD am 25. Juli tion ist schon im Juni in Friedenau gestartet 2026 zum vierten Mal auf einem Wagen ver- und lädt noch bis September an vier Tagen treten sein, um für queere Rechte einzutreten an vier Orten an der Langen Tafel Platz zu und unsere Offenheit zu präsentieren. Infos: nehmen. Die Tafeln stehen unter dem Motto „Gemeinsam Essen. Neue Menschen kennenwww.berlin.de/ba-ts/pride-month lernen. Gegen Einsamkeit – mitten im Kiez“. Ganz herzlich möchte ich Sie einladen, an der nächsten „Langen Tafel“ am 25. Juni 2026 von 17 bis 19 uhr in Mariendorf teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kommen Sie einfach vorbei! Ort: Jugendfreizeithaus, Mariendorfer Damm 117–121 Infos: www.berlin.de/ba-ts/einsamkeit Ich wünsche Ihnen eine begegnungsreiche Sommerzeit! Ihr   Jüdisch, Queer, Berlin   Am 5. Juli 2026 um 20 uhr lädt das „Bündnis Jörn Oltmann gegen Antisemitismus Tempelhof-Schöne- Bezirksbürgermeister berg“ zu einem Podiumsgespräch in das von Tempelhof-Schöneberg

… in Gemeinschaft leben

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garantiert! Mit dabei sind unter anderem die bezirklichen Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportvereine und der tolle Mitmachzirkus „Cabuwazi“. Auf der „STADT und LAND-Bühne“ zeigen Kinder- und Jugendbands Ihr Können. Termin: 4. und 5. Juli 2026 Infos: www.spielfest-mariendorf. de

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was kann es im Sommer Schöneres geben, als unter freiem Himmel gemeinsam zu feiern und Neues kennenzulernen.

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Blick hinter die Kulissen der Kunst Rundgänge der Universität der Künste vom 17. bis 19. Juli

An den Tagen der offenen Tür stellen Studentinnen und Studenten der UdK bei Rundgängen ihre Werke vor. Doppelzimmer pro Person ★★★ SUPERIOR

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45, Zum Ende des akademischen Jahres lädt die universität der Künste (udK) Berlin wieder zu ihrem traditionellen Rundgang ein. Von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 19. Juli 2026, können Interessierte, Nachbarn und Kunstbegeisterte einen direkten Blick in die kreative Werkstatt der Hochschule werfen. Drei Tage lang öffnen die unterschiedlichen Fakultäten an verschiedenen Standorten – unter anderem am Hauptstandort in der Hardenbergstraße 33 – ihre Türen. Gezeigt werden Arbeiten und Entstehungsprozesse aus den Bereichen Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst. Auch das Jazz-Institut Berlin und das Berlin Career College beteiligen sich an den Tagen der offenen Tür. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm, das die Bandbreite der studentischen Ausbildung

abbildet. Die Präsentationen reichen von klassischen Gemälden, Skulpturen und Designentwürfen über Modenschauen, Filmvorführungen und Soundinstallationen bis hin zu Live-Konzerten und Tanzdarbietungen. Dabei geht es nicht nur um fertige Werke, sondern auch um den ungeschminkten Einblick in die alltägliche Arbeit in den Ateliers, Probenräumen und Werkstätten. Der Rundgang versteht sich als Ort der Begegnung und des Austauschs. Für junge Menschen, die mit dem Gedanken spielen, selbst einen künstlerischen Weg einzuschlagen, gibt es zudem ein spezifisches Beratungsangebot zu den verschiedenen Studiengängen. Die Veranstaltungen und Ausstellungen sind an allen drei Tagen kostenfrei zugänglich. Weitere Informationen unter www. udk-berlin.de/veranstaltung/ rundgang-tage-der-offenentuer-1.

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Kultur, Musik und Begegnung Interkulturelles Haus lädt am 11. Juli zum Sommerfest ein tieren die im Haus ansässigen Vereine ein vielseitiges Bühnenprogramm, das Musik und Tänze aus verschiedenen Regionen der Welt umfasst – darunter koreanische Trommelkunst, brasilianische Samba sowie arabische, afrikanische und südamerikanische Rhythmen.

Kulinarisches aus aller Welt Neben dem Bühnenprogramm erwartet die Besucherinnen und Besucher kulinarische Spezialitäten aus Ländern wie Korea, Griechenland, dem Sudan, der ukraine, dem Libanon und Frida Kahlo besucht das Sommerfest des IKH – Performance von Edmundo Torres. Foto: BATS Nigeria. Der Verein „sozial label“ widmet sich in einem Erzähl-Zelt Das Interkulturelle Haus (IKH) Gemeinschaften und Initiativen der Geschichte von Migranten in Schöneberg und zeigt zudem in der Geßlerstraße  11 öffnet vorstellen möchte. im Sommer seine Türen für die die historische Fotoausstellung Trommeln, Samba und mehr Nachbarschaft. Am Samstag, „Die weißen Engel aus Korea“. dem 11.  Juli 2026, findet auf um 13  uhr ist die offizielle Praktische Informationen dem Gelände von 12 bis 19 uhr Eröffnung der Veranstaltung ein Sommerfest statt, das die mit Bezirksbürgermeister Jörn Ein praktisches InformationsanVielfalt der im Bezirk aktiven Oltmann. Im Anschluss präsen- gebot bietet der Verein „Steps

for Peace“: An einem mobilen Wahllokal können Interessierte in verschiedenen Sprachen simulieren, wie das Wahlsystem in Deutschland funktioniert. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Fotoausstellung „Gesichter des Friedens“ und eine arabische Tee-Ecke, die Raum für Gespräche bietet.

Zahlreiche Angebote Für die Bewohner des Bezirks bietet das Fest zudem die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Interkulturellen Hauses kennenzulernen. Die Mitarbeiternden informieren vor Ort über das regelmäßige Angebot, das von Sprach- und Kochkursen über Beratungsmöglichkeiten bis hin zu offenen Nachbarschaftscafés reicht. Der Eintritt zur gesamten Veranstaltung ist frei. Weitere Informationen zum Programm und zum Ablauf unter www.ikhberlin.de.

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Foto: Rainer Schadow / Stadtfest.berlin

„Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“ Lesbisch-schwules Stadtfest am 18. und 19. Juli Der Schöneberger Regenbogenkiez bereitet sich auf eines der größten Straßenfeste des Jahres vor. Am Samstag, 18. Juli, und Sonntag, 19. Juli, findet rund um den Nollendorfplatz das 32. Lesbisch-schwule Stadtfest statt. Unter dem diesjährigen Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“ verwandeln sich die Motz-, Eisenacher-, Fugger- und Kalckreuthstraße auf einer Fläche von über 20.000 Quadratmetern in eine große Festmeile, auf der es auch reichlich Informationsangebote gibt. Neben Musik und Unterhaltung steht das Treffen seit jeher für ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, Hass und Gewalt. Zahlreiche

Projekte, Vereine und Initiativen aus dem les- reicht von elektronischen Klängen über urbischen, schwulen, bisexuellen, trans, inter bane Beats bis hin zu Kleinkunst und Talkund queeren Spektrum nutzen das Wochen- runden. Ein traditioneller Höhepunkt ist die ende, um ihre Arbeit vorzustellen. politische Talkshow „Das wilde Sofa“ auf der Täglich ab 11 Uhr öffnet das Festgelände, das Hauptbühne. Am Samstag von 16.30  bis in sechs verschiedene Themenbereiche un- 18.30 Uhr wird Moderator Gerhard Hoffmann terteilt ist: Von der Politik- und Filmwelt über dort bekannte Persönlichkeiten aus Politik Sport- und Gesundheitsthemen bis hin zu und Kultur zu gesellschaftlichen Themen Räumen für die Flinta-Community (Frauen, befragen. Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Im Anschluss an die politischen Diskussionen Personen) sowie für die Fetisch-Szene. geht das Bühnenprogramm mit Live-Musik Auf insgesamt sechs Bühnen wird ein weiter. Gefeiert werden kann am Samstag abwechslungsreiches Programm (www. bis 23 Uhr, am Sonntag endet das Stadtfest stadtfest.berlin) geboten. Die Bandbreite um 21 Uhr.

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Elfenbein in Tempelhof Spuren kolonialer Ausbeutung im Franckepark Der Franckepark ist vielen Menschen im Bezirk als grüne Oase für Spaziergänge bekannt. Dass das Gelände im 19. Jahrhundert Schauplatz globaler Handelsströme und kolonialer Ausbeutung war, ist jedoch kaum bekannt. Das Tempelhof Museum widmet diesem Kapitel der lokalen Geschichte nun eine Sonderausstellung mit dem Titel „Elfenbein in Tempelhof. Spuren kolonialer Ausbeutung im Franckepark“. Die Ausstellung im Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, wird bis zum 3.  Januar 2027 gezeigt. Im Zentrum der historischen Aufarbeitung steht der Kaufmann Theodor Francke. Er betrieb auf dem heutigen Parkgelände eine sogenannte Elfenbeinbleiche. Der wertvolle Rohstoff wurde

über koloniale Handelsnetze importiert, in Tempelhof gebleicht und anschließend unter anderem zu Klaviertastaturen weiterverarbeitet. Nach dem Tod des Gründers weitete die Francke GmbH ihre Geschäfte aus und war unter anderem am Handel mit geraubten Kulturgütern wie den Benin-Bronzen beteiligt. Die Ausstellung zeigt auf, wie der Rohstoff vom afrikanischen Kontinent nach Tempelhof gelangte und welche wirtschaftlichen und machtpolitischen Strukturen diesen Handel stützten. Zudem schlägt die Präsentation einen Bogen in die Gegenwart und thematisiert, warum der illegale Handel mit Elfenbein bis heute fortbesteht.

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Foto: Berliner Hausbesuche / Malteser Hilfsdienst e. V.

Gut informiert, besser leben! Gemeinschaftsprojekt „Berliner Hausbesuche“ unterstützt Senioren Die „Berliner Hausbesuche“ sind ein von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege finanziertes Projekt im Präventionsbereich, das in Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern in ganz Berlin vom Malteser Hilfsdienst e. V. umgesetzt wird. Das kostenlose und persönliche sowie freiwillige Informationsangebot richtet sich an ältere Menschen ab 70 Jahren, die da durch zu einem besser selbstbestimmten und aktiven Leben in ihrem Bezirk finden können. Speziell geschulte Lotsinnen und Lotsen des Malteser Hilfsdienst für jeden Bezirk stellen sich auf Wunsch daheim oder an einem anderen gewünschte Ort in einem persönlichen Gespräch den Fragen der Senioren zu Alltagsthemen und geben Angebotsinformationen zu den Bereichen

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alle Eingabeversuche, die große Wohnung im vierten Stock ohne Fahrstuhl wird langsam zur sportlichen Herausforderung oder der pflegebedürftige Angehörige bedarf zunehmend zusätzlicher Hilfe von außen? – Bevor sich nun der ältere Mensch auf die zermürbende Suche nach Auskunftgebenden und Hilfsangeboten der Bereiche IT, altersgerechtes Wohnen oder

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Gazette Schöneberg & Friedenau  |  Juli 2026  |  9 Pflegeberatung begibt, geben Geschichte ihm da die Lotsen der „Berliner Hausbesuche“ unkompliziert Das Gemeinschaftsprojekt „Berfachkundige Informationen und liner Hausbesuche“ gibt es seit vermitteln darüber hinaus, wo dem Herbst 2021. die jeweils gesuchte Zuständig- Es startete zunächst als Pilotprokeit zu finden ist. Außerdem stel- jekt in ausgewählten Bezirken len sie bei Bedarf auch Kontakte (wie beispielsweise in Charlother. – Wer aber fit und interes- tenburg-Wilmersdorf ), wurde siert einfach nur zusätzliche Frei- in den darauffolgenden Jahren zeit-Betätigung im Ehrenamt, schrittweise ausgebaut und ist Sport oder in der Bildung und mittlerweile berlinweit verfügKultur sucht oder Unterstützung bar und sehr erfolgreich, wird bei finanziellen Fragen benötigt, gut angenommen: Bereits über auch dem wird mit passenden 5.000 Seniorinnen und SenioAngeboten im Kiez von den ren (Stand 2025) nutzten bisher Berliner Hausbesuchen weiter- das kostenlose Angebot in allen geholfen. – Wichtiges Ziel dabei 12 Berliner Bezirken. ist immer, den Menschen im Besonders nachgefragt sind die Alter ein möglichst langes und Bereiche Wohnen, Alltagsunterzufriedenes Verbleiben in ihrer stützung, Pflege und soziale Teilgewohnten Häuslichkeit zu er- habe. Am häufigsten empfohlen möglichen. werden Pflegestützpunkte, Freizeit- und Begegnungsstätten, Möglichkeiten nutzen Besuchsdienste, haushaltsnahe Interessante Möglichkeiten im Hilfen und Mobilitätsdienste. Kiez gibt es in jedem Bezirk et- Der Malteser Hilfsdienst e. V. liche, doch nur wenige Senio- (MHD) in Deutschland ist eine ren kennen deren Vielfalt oder katholische Hilfsorganisation, wünschen sich mehr Kontakt die vom Deutschen Caritasverzu Gleichgesinnten. – Durch die band und zwei Gliederungen Berliner Hausbesuche wird es des Malteserordens gegrüneinfacher, mit Freude am Leben det wurde. Zum Leitsatz des mittendrin dabei zu sein. Die Malteser Hilfsdienstes gehört, bezirklichen Lotsenteams sind Bedürftigen Hilfe zu bezeugen. mit viel Verständnis und Geduld 1978 entwickelte sich aus dem für die Anliegen der Senioren da. Malteser Hilfsdienst u. a. der Malteser Hilfsdienst e. V. und die Malteser Hilfsdienst gGmbH. Zusammen haben sie in Deutschland etwa 51.000 ehrenamtliche und 35.000 hauptamtliche Mitarbeitende sowie 1.010.000 Mitglieder und Fördermitglieder. Die evangelische Schwesterorganisation ist die Johanniter-Unfall-Hilfe.

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Bühne frei im Jagdschloss Kinderfestival „Kids on Stage“ im ältesten Schloss Berlins Fest ein barrierefreies Angebot für Familien. Um den Zugang für alle zu ermöglichen, beträgt der Eintritt symbolisch einen Euro, wobei zusätzliche Spenden auf freiwilliger Basis willkommen sind. Für das leibliche Wohl vor Ort ist gesorgt.

Akrobatik, Tanz und Musik im Halbstundentakt

Am 5. Juli zeigen Kinder im Hof des Jagdschlosses ihr Können. Wenn am Sonntag, dem 5.  Juli 2026, die Tore des Jagdschlosses Grunewald weit geöffnet werden, herrscht im Schlosshof ein anderes Treiben als zu Zeiten des Erbauers, Kurfürst Joachim II. Wo einst fürstliche Jagdgesellschaften aufbrachen, zeigen von 11 bis 17.30 Uhr die jüngsten Talente der Stadt ihr Können. Das Kinderfestival „Kids on Stage“ lädt zu einem Nachmittag ein, an dem sich Historie und zeitgemäße Jugendkultur miteinander verbinden.

Ein Schloss als lebendige Bühne Das Jagdschloss Grunewald, idyllisch am Ufer des Grunewaldsees gelegen, ist der

älteste noch erhaltene Schlossbau Berlins. Erbaut im Jahr 1542, atmet das gesamte Areal märkische Geschichte. Doch statt die Historie nur hinter dicken Schlossmauern und in stillen Ausstellungsräumen zu bewahren, öffnet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten den Hof regelmäßig für Veranstaltungen. Das Kinderfestival ist aus einer Kooperation des Schlosses mit dem Kinderzirkus Charlottenburg entstanden. Junge Nachwuchskünstlerinnen und -künstler aus ganz Berlin bekommen so die Möglichkeit, unter professionellen Bedingungen vor einem großen Publikum aufzutreten. Gleichzeitig ist das

Hinter dem Programm steht das Konzept, ein breites Spektrum darstellender Künste an einem einzigen Ort zu präsentieren. Die Darbietungen wechseln sich in kurzen, rund halbstündigen Abschnitten ab, sodass auch für jüngere Zuschauer keine Langeweile aufkommt. In diesem Jahr zeigen Ensembles wie das Ballett Centrum Adenauerplatz, die Musikschule City West und die Flamenco-Schule „A Compàs“ ihr Können. Ein Schwerpunkt liegt auf der Akrobatik des Kinderzirkus Charlottenburg, dessen Mitglieder den historischen Innenhof in eine Manege unter freiem Himmel verwandeln. Für die auftretenden Kinder und Jugendlichen, die oft monatelang für diesen Tag proben, ist das Festival eine wichtige Erfahrung. Das gemeinsame Meistern eines Auftritts stärkt das Selbstvertrauen und fördert den Zusammenhalt in den Gruppen – ein pädagogischer Nebeneffekt, der den Organisatoren besonders am Herzen liegt. Weitere Informationen unter www. psst-verein.de und auf www.spsg.de/ aktuelles/veranstaltung/kinderfestival-imjagdschloss-grunewald/event/tid/12793.

Klassik für alle Das Sinfonie-Orchester Steglitz spielt im Juli zweimal live Schubert, Dvořák, Schumann: Wer an einem der ersten Juli-Wochenenden nichts vorhat, könnte es sich in einem Kirchenschiff mit guter Musik gemütlich machen. Das Sinfonie-Orchester Steglitz lädt am 4. und 5. Juli zu seinen Sommerkonzerten ein – der Eintritt ist frei. Das Programm unter dem Titel „Ein musikalisches Mosaik“ ist dabei durchaus abwechslungsreich geraten. Den Auftakt macht Emilie Mayers Ouvertüre in d-Moll, gefolgt von Schuberts „Unvollendeter“ – jener Sinfonie, die ohne ihre prominenten letzten beiden Sätze berühmt wurde. Weiter geht es mit Schumanns Klavierkonzert, für das der Pianist János

Sinfonie-Orchester Steglitz. �

Foto: privat

Palojtay an den Flügel tritt, be- gewöhnliche Berliner Geschichte: vor Dvořáks Slawische Tänze den 1996 am Benjamin-Franklin-KliniAbend beschließen. Die musikali- kum gegründet, löste es sich 2008 sche Leitung liegt in den Händen von seiner institutionellen Heimat und organisiert sich seitdem von Dirigentin Nóra Füzi. Das Orchester selbst ist eine un- selbst – als Gemeinschaft aus

Musikbegeisterten verschiedener Berufe. Weil Proben und Auftritte schon lange vor allem im Bezirk stattfinden, trägt das Ensemble seit 2023 seinen heutigen Namen. Das erste Konzert beginnt am Samstag, dem 4. Juli, um 17 Uhr in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Steglitz, Rothenburgstraße 12a. Wer den Sonntag bevorzugt: Am 5. Juli um 18 Uhr ist dasselbe Programm in der Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg, Grunewaldstraße 77a, zu hören. Beide Konzerte sind ohne Eintritt zugänglich; das Orchester nimmt jedoch gerne Spenden entgegen. Mehr Informationen gibt es unter www.sinfonie-orchester-steglitz. de.

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Freie Fahrt im „Feuervogel“ Kostenlose E-Rikscha für gemeinsame Kiez-Ausflüge Schöneberg hat ein neues Mobilitätsangebot für Menschen mit Einschränkungen. Am Stadtteilzentrum Schöneberg in der Hauptstraße wurde kürzlich eine E-Rikscha auf den Namen „Feuervogel“ getauft und offiziell in Betrieb genommen. Bezirksstadtrat Oliver Schworck übergab das Fahrzeug im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier seiner Bestimmung. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Angehörige, Nachbarn sowie Ehrenamtliche. Es bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit mobilitätseingeschränkten Menschen Einkäufe zu erledigen oder Ausflüge im Kiez zu unternehmen. Auf der Rikscha können bis zu zwei Passagiere transportiert werden. Das Projekt soll älteren und gehandicapten Menschen im Bezirk zu mehr Sichtbarkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verhelfen.

Die Rikscha Feuervogel wurde von Bezirksstadtrat Oliver Schworck (2.v.l.) im Rahmen einer kleinen Feier übergeben. � Foto: BATS Anzeige

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Mit der neuen Rikscha in Schöneberg wird das bezirkliche Angebot weiter ausgebaut. Es handelt sich um den dritten vom Bezirk finanzierten Standort dieser Art in Tempelhof-Schöneberg. Weitere Rikschas stehen bereits in Mariendorf am DRK-Seniorenzentrum Marie sowie in Lichtenrade an der Pflegeeinrichtung AlexA zur Verfügung. Wer den „Feuervogel“ nutzen möchte, kann das Fahrzeug direkt über das Stadtteilzentrum Schöneberg in der Hauptstraße  121A telefonisch unter 030  7800  4260, per E-Mail an stz-schoeneberg@immanuel.de oder online unter www.flotteberlin.de/cb_item/feuervogel/ buchen. Vor der ersten Fahrt ist eine Einweisung erforderlich, die über das Projekt „fLotte SoziaL“ vereinbart werden kann. Private Nutzer sollten zudem über eine Haftpflichtversicherung verfügen.

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Historischer Fund im Botanischen Garten Farnbeleg von Chamisso im Herbarium entdeckt erhafte physische Referenz für eine neu beschriebene Pflanzenart. Chamisso hatte die Pflanze zwischen 1815 und 1818 während seiner Weltumsegelung auf der russischen Brigg „Rurik“ auf den Philippinen gesammelt. Neben den getrockneten Pflanzenteilen befinden sich auf dem Papier zwei feine Bleistiftzeichnungen und handschriftliche Notizen des Forschers, der ab 1819 als Kustos am Botanischen Garten war, der damals noch in Schöneberg lag.

Brand fast unbeschadet überstanden Der Fund markiert die Halbzeit eines laufenden Projekts. In den Jahren 2025 und 2026 wird die Digitalisierung der rund 300.000 Herbarbögen umfassenden Farnsammlung von der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege mit bis zu 400.000 Euro gefördert. Das Farnherbarium gehört zu den wenigen Beständen der Einrichtung, die den Brand im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1943 fast unbeschadet überstanden haben. Bislang ist erst rund ein Zehntel der hiesigen Farne online abrufbar, bis 2028 soll die gesamte Teilsammlung digitalisiert sein.

Hilfe für internationale Forschung Die Digitalisierung erleichtert die internationale Forschung erheblich. Laut Anton Güntsch, Leiter des Zentrums für Biodiversitätsinformatik am Botanischen Garten, ermöglichen hochauflösende Aufnahmen neue wissenschaftliche Ansätze – etwa bei der Analyse historischer Verbreitungsgebiete oder bei der Aufarbeitung von Sammlungsbeständen aus kolonialen Kontexten. Die Fachleute hoffen, im Zuge der weiteren Erfassung noch auf weitere historische Dokumente bekannter Forscher wie Alexander von Humboldt oder Karl Sigismund Kunth zu stoßen.

Ursprung vor 400 Millionen Jahren

Beleg von A. v. Chamisso zu Lygodium japonicum (Thunb.) Sw., dem Japanischen Kletterfarn inklusive originale Handzeichnungen.� Foto: Botanischer Garten Berlin Der Botanische Garten Berlin beherbergt in seinem Herbarium rund vier Millionen konservierte Pflanzen – ein Archiv der Naturgeschichte. Dass sich darin noch immer unentdeckte Details verbergen, zeigt ein aktueller Fund: Während laufender Digitalisierungsarbeiten stießen Fachleute auf einen historischen Farnbeleg, den der berühmte Dichter

und Botaniker Adelbert von Chamisso einst selbst angelegt hat.

Forscher auf Weltumsegelung Bei dem Fund handelt es sich um einen sogenannten Typus-Beleg des Japanischen Kletterfarns (Lygodium japonicum). Ein solcher Beleg dient in der Botanik als dau Rund 12.000 Farnarten sind heute bekannt, sie gehören zu den so genannten Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyten) und pflanzen sich über Sporen an der Unterseite ihrer Wedel fort. Farne zählen zu den ältesten Landpflanzen der Welt, viele sehen heute noch so aus wie zur Zeit ihres Ursprungs vor rund 400 Millionen Jahren Wer sich die lebenden Verwandten des historischen Fundes ansehen möchte, kann dies direkt vor Ort tun: Im Gewächshauskomplex des Botanischen Gartens sind zahlreiche Farnarten zu sehen. Die Gewächshäuser sind täglich von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.bo.berlin.

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Lebendiges Grün im eigenen Garten Ausstellung im Botanischen Garten beleuchtet Artenvielfalt Ökosystem einnehmen oder wie Vögel und Säugetiere das eigene Grün als Lebensraum nutzen. Auch weniger beachtete Gartenbewohner wie Moose oder die Lebewesen im Gartenteich werden thematisiert.

Praxis im Alltag

Grafik: Verband Botanischer Gärten Der eigene Garten ist meist viel lebendiger, als es auf den ersten Blick scheint. Wer genauer hinsieht, entdeckt neben den gezielt gepflanzten Blumen eine Vielzahl an Wildtieren, Insekten und Kleinstlebewesen. Diese oft verborgene Natur steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Wilde Vielfalt im Garten“, die zurzeit im Botanischen Garten Berlin zu sehen ist.

Wichtige Rückzugsorte Die Schau zeigt auf, dass private Gärten wichtige Rückzugsorte für heimische Tier- und Pflanzenarten sein können. Anhand verschiedener Organismengruppen wie Pilzen, Flechten, Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln werden ökologische Zusammenhänge im Gartenalltag erklärt. So erfahren Besucher beispielsweise, welche zentrale Rolle Pilze im

Neben der Wissensvermittlung bietet die Präsentation auch praktische Unterstützung für den Alltag im Bezirk. Steckbriefe stellen unterschiedliche Lebensräume vor und geben konkrete Tipps, wie die Artenvielfalt auf dem eigenen Grundstück oder dem Balkon aktiv gefördert werden kann. Wer selbst zum Entdecker werden möchte, erhält zudem Informationen darüber, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt mithilfe digitaler Anwendungen erfassen lässt – beispielsweise im Rahmen von gemeinschaftlichen Beobachtungsaktionen wie dem „BioBlitz“. Die Ausstellung läuft bis zum 1. November 2026. Der Besuch ist im regulären Eintrittspreis des Gartens inbegriffen. Der Botanische Garten Berlin ist in den Sommermonaten täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.bo.berlin/de/ wilde-vielfalt-im-garten-0.

Sportfest im Blindenhilfswerk Gemeinsamer Sport für Menschen mit und ohne Sehbehinderung Steglitz wird zum Schauplatz für gemeinsamen Sport und Begegnung: Das Blindenhilfswerk Berlin e. V. veranstaltet am Samstag, 4. Juli 2026, von 11  Uhr bis 16.30  Uhr sein drittes inklusives Sportfest. Unter dem Motto „Mitmachen – Miterleben – Mitbewegen“ richtet sich das Angebot auf dem Gelände in der Rothenburgstraße 15 an Menschen mit und ohne Sehbehinderung. Der Eintritt ist frei.

Selbst aktiv werden Besucherinnen und Besucher haben an diesem Tag die Gelegenheit, verschiedene Sportarten kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Zum Programm gehören klassische Disziplinen des Blinden- und Sehbehindertensports wie Blindenfußball, Blindentennis und das Tischspiel Showdown. Darüber hinaus können sich die Teilnehmer in Sportarten wie Fechten, Klettern, Yoga, Basketball,

Blindenhilfswerk an der Rothenburgstraße 14-15. Tandemfahren, Rollschuhfahren und beim Biathlon-Schießen ausprobieren.

Beratung und Information Neben den sportlichen Aktivitäten bietet die Veranstaltung Informa tionsstände rund um den inklusiven Sport. Fachleute und aktive Sportler stehen vor Ort für Fragen, Beratung und Gespräche zur Verfügung. Zudem gibt es eine Erste-Hilfe-Station zum Ausprobieren sowie Verpflegungsangebote vom

Grill und Getränke für die Pausen. Ein detaillierter Zeitplan, ein Lageplan des Geländes und ein Informationsflyer können unter www.blindenhilfswerk-berlin.de/ inklusives-sportfest abgerufen werden.

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Spuren am Gleisdreieck

einen eigens produzierten Song städtischen Raum. Noch bis zum umfasst. Zudem dokumentiert 12. Juli macht eine künstlerische sie die Entstehung eines neuen Plakat-Aktion unter den YorckGedenkzeichens. Die Ausstel- brücken auf die damaligen Delung wird am Montag, 6.  Juli portationen aufmerksam. Wer an 2026, um 17 Uhr eröffnet. den Plakaten vorbeigeht, kann Parallel dazu trägt das Projekt über einen QR-Code mehr über die Geschichte direkt in den das von den Jugendlichen entwi Foto: Axel Kull

Foto: Axel Kull

Foto: Anita Back

Heute ist der Park am Gleisdreieck ein beliebter Ort für Freizeit und Erholung. Doch die historischen Bahnanlagen erinnern an ein dunkles Kapitel der Geschichte. Sechzehn Jugendliche des Schöneberger Robert-Blum-Gymnasiums sind der Frage nachgegangen, was hier während der Zeit des Nationalsozialismus geschah. Gemeinsam mit dem Jugend Museum Schöneberg haben sie seit vergangenem September intensiv recherchiert. Im Zentrum ihrer Arbeit standen der nahegelegene Anhalter Bahnhof als Ort der Deportation sowie die Lebensgeschichten von Menschen, die Verfolgung, Flucht, Exil und Widerstand erlebten. Die jungen Forscher besuchten Archive und Erinnerungsorte, um sich mit der historischen Verantwortung und der lokalen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse dieses einjährigen Projekts mit dem Titel „Wohin führen diese Gleise?!“ werden nun der Öffentlichkeit präsentiert. Das Jugend Museum in der Hauptstraße  40-42 zeigt eine Werkschau, die unter anderem Interviews mit Fachleuten und

Foto: Anita Back

Wie Jugendliche die dunkle NS-Vergangenheit des Parks erforschen

ckelte Gedenkzeichen erfahren, das bereits Ende Mai im Park eingeweiht wurde. Gefördert wurde die Spurensuche der Jugendlichen aus Mitteln des Bundes und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).

3. Juli: Modedesign im Garten Lette-Verein lädt zur Show nach Tempelhof ein Bei der „PLATTE X LETTE Show“ teressierten frei zugänglich. Der am 3. Juli von 12 bis 12.30 Uhr Eintritt ist frei. präsentieren NachwuchsdesiModerne trifft Kostümdesign gnerinnen und -designer ihre Kollektionen im Atelier Gardens, Im Mittelpunkt stehen die ArbeiOberlandstraße 26 - 35. Berlins ten von neun Auszubildenden des kreativer Nachwuchs steht zuneh- vierten Semesters sowie Absolmend vor der Herausforderung, venten der Jahrgänge 2025 und bezahlbare Räume und öffent- 2026 des Lette-Vereins. Gezeigt liche Aufmerksamkeit zu finden. werden Kollektionen von David Eine Kooperation zwischen dem Sandersfeld, Jan Philipp Teuber, Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Josina Murru, Lars Heininger, der Initiative „PLATTE Presents“ Pauline Barke, Sofia Scharf, Victor und dem renommierten Let- Marchand sowie Maja Krüger und te-Verein möchte hier ansetzen. Marie Braband. Die Entwürfe verIm Rahmen der Berlin Fashion binden zeitgenössische Mode mit Week zeigen junge Talente ihre Elementen des Kostümdesigns. Entwürfe direkt im Bezirk – unter Das Publikum erlebt die Präsenfreiem Himmel und für alle In- tation entlang der bepflanzten

Wege auf dem Gelände.

Kreativität und Freiheit Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg unterstützt das Projekt finanziell und ideell. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann hebt die Bedeutung der Initiative für den Bezirk hervor: „Mode in Berlin ist mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie ist Ausdruck von Kreativität, Individualität und Freiheit.“ Es sei wichtig, diejenigen zu fördern, die die Zukunft der Modeszene mitgestalten. Die Veranstaltung soll zudem Besucher anziehen und den lokalen Standort stärken. Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Interessierten sind

eingeladen, die Entwürfe vor Ort kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeit der Berliner Designausbildung zu gewinnen.

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Ratgeber

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Ärger mit der Airline? Wer seine Fluggastrechte kennt, holt sich sein Geld zurück – so geht‘s Verspätung, Streichung, zerkratzter Koffer: Fast jeder Flugreisende kennt solche Momente – das hilflose Warten, die ausweichenden Antworten am Schalter, und hinterher die Frage: Steht mir eigentlich etwas zu? Meistens ja. Nur wissen die wenigsten, wie sie ihre Ansprüche auch wirklich durchsetzen.

können – auf Deutsch und auf Englisch, zugeschnitten auf die jeweilige Situation. Der Bedarf ist offensichtlich: Allein im vergangenen Jahr bearbeiteten die Juristen des EVZ über 1.900 grenzüberschreitende Beschwerden rund um Flugprobleme. „In unserer Fallarbeit sehen wir täglich, dass Reisende unsicher sind, wie sie ihre Ansprüche gegenüber der Airline richtig formulieren und geltend machen können“, erklärt EVZ-Juristin Mareike Boguet.

Was Passagieren zusteht Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland hat pünktlich zur Hauptreisezeit kostenlose Musterbriefe veröffentlicht, mit denen Passagiere ihre Forderungen direkt bei der Fluggesellschaft geltend machen

Wer von einem EU-Flughafen abfliegt oder mit einer EU-Airline in der EU landet, ist durch europäisches Recht vergleichsweise gut geschützt. Bei einer Ankunftsverspätung von mehr als drei Stunden, einer kurzfristigen Streichung oder beschädig tem Gepäck können Ausgleichszahlungen zwischen 250 und 600 Euro fällig werden – je nach Flugstrecke und Situation. Hinzu kommen mögliche Betreuungsleistungen oder Schadensersatz. Bevor man zur Tastatur greift, lohnt ein kurzer Check: Das Online-Tool des EVZ zeigt nach wenigen Klicks, welche Rechte im konkreten Fall bestehen.

Gepäckschäden: Schnell handeln Besonders bei Gepäckproblemen gilt: keine Zeit verlieren. Wer am Gepäckband einen demolierten Koffer entdeckt, sollte noch im Flughafen den Lost-&-FoundSchalter aufsuchen und dort einen sogenannten Property Irregularity Report ausfüllen lassen. Beschädigungen müssen zusätzlich innerhalb von sieben Tagen schriftlich bei der Airline gemeldet werden, bei verspä tetem Gepäck gilt eine Frist von 21 Tagen nach Erhalt.

Wenn die Airline mauert Dass Airlines berechtigte Forderungen zunächst ablehnen, ist laut EVZ keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Wer nicht weiterkommt, kann sich kostenlos an das EVZ Deutschland oder an eine Schlichtungsstelle wenden, etwa die Schlichtungsstelle Reise & Verkehr oder die Schlichtungsstelle Luftverkehr. Die Musterbriefe sind auf der Website des EVZ (www.evz.de/ services/musterbriefe-tools/ musterbriefe/) abrufbar, ebenso eine Übersicht der Kontaktformulare europäischer Airlines. Wer das Formular nutzt: Screenshot des ausgefüllten Textes mit Datum nicht vergessen – er könnte später als Nachweis wichtig werden.

Zinsen rauf, Kaufkraft runter EZB erhöht Leitzinsen Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Die Entscheidung, die am 11. Juni verkündet wurde, soll der anhaltenden Teuerung im Euroraum entgegenwirken. Für Sparerinnen und Sparer bedeutet das zwar leicht steigende Zinsen auf dem Sparkonto – die Inflation gleicht das jedoch in den meisten Fällen nicht aus.

Tagesgeld: Lockangebote täuschen über niedrige Standardzinsen hinweg Wer sein Geld flexibel auf dem Tagesgeldkonto parken möchte, steht vor einer zweigeteilten Zinswelt. Zwar werben einige Banken mit zeitlich befristeten Aktionszinsen von durchschnittlich 3,60 Prozent für Neukunden – in Spitzenfällen werden sogar bis zu vier Prozent geboten. Nach Ablauf dieser Fristen fallen die Zinsen jedoch meist deutlich ab. Die regulären Standardzinsen für Bestandskunden liegen im

Schnitt bei lediglich 2,14  Prozent. Angesichts einer Inflationsrate von derzeit 2,6 Prozent in Deutschland bedeutet das für das Ersparte weiterhin einen realen Kaufkraftverlust.

Festgeld auf dem höchsten Stand seit Ende 2024 Etwas bessere Konditionen bieten Festgeldkonten, bei denen das Geld für einen vereinbarten Zeitraum fest angelegt wird. Für eine zweijährige Laufzeit erhalten Anlegende im Schnitt 3,00 Prozent Zinsen – ein Niveau, das seit Ende 2024 nicht mehr erreicht wurde. Bei einjährigen Laufzeiten liegt der Schnitt bei 2,93  Prozent, während eine dreijährige Bindung im Schnitt 3,03 Prozent einbringt. Eine Analyse des Geldratgebers Finanztip zeigt jedoch, dass sich ein genauer Vergleich der Anbieter (siehe www.finanztip.de/ tagesgeld/) lohnt, da die Spanne zwischen den Angeboten groß ist. Zudem sollte darauf geachtet

werden, dass die gewählte Bank unter eine gesetzliche europäische Einlagensicherung eines wirtschaftlich starken Landes fällt.

Bauzinsen bleiben stabil auf hohem Niveau Wer den Kauf einer Immobilie plant, spürt die aktuelle Entscheidung der EZB kaum direkt. Die Bauzinsen für Kredite mit einer Zinsbindung von fünf bis Impressum

zehn Jahren liegen derzeit bei rund 3,53  Prozent. Da sich Bauzinsen eher an den langfristigen Erwartungen des Kapitalmarkts orientieren, reagieren sie kaum auf kurzfristige Leitzinsänderungen. Nach einem starken Anstieg im Jahr 2022 bewegen sich die Konditionen für Immobilienkredite seither in einer Seitwärtsbewegung zwischen drei und vier Prozent.

Gazette Schöneberg & Friedenau Juli Nr. 7/2026 ·  31. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.

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Neues Zuhause für Potse und Drugstore Entwurf für das Haus der Jugend am Südkreuz steht fest Der erste Preis für das Bauprojekt am Werner-Voß-Damm 47 ging einstimmig an den Entwurf des Berliner Architekten Max Hacke (büro hacke). Damit rückt eine dauerhafte Perspektive für die beiden Jugendeinrichtungen näher.

Bildungsangebote und Freizeitgestaltung Das neue Gebäude soll künftig den selbstverwalteten Jugendzentren „Drugstore“ und „Potse“ eine feste Heimat bieten. Die beiden Kollektive, deren Wurzeln bis in die 1970er-Jahre zurückreichen, zählen zu den ältesten selbstverwalteten Projekten dieser Art in Berlin und sind derzeit nur temporär untergebracht. Neben den Räumen für die Kollektive sind im Neubau auch Bildungsangebote geplant, die Jugendliche beim Nachholen von Schulabschlüssen nach dem Ende der Schulpflicht unterstützen.

Begrünte Fassade Der Siegerentwurf sieht einen

Perspektive in den Innenhof.

Siegerentwurf des neuen Hauses der Jugend. kompakten, zweigeschossigen Baukörper vor. Die Jury hob besonders die städtebauliche Integration und das geplante Konzept mit umfassender Fassaden- und Dachbegrünung hervor, das einen Beitrag zum Stadtklima leisten soll. Ein zentraler Innenhof dient als barrierefreie Begegnungsstätte. Im Inneren ist eine funktionale Aufteilung der rund 800 Quadratmeter Nutzungsflä Visualisierung: büro hacke, Berlin

che vorgesehen, die unter anderem Platz für Veranstaltungsräume, Proberäume, eine Bibliothek und eine Werkstatt bietet. Beim Bau sollen zudem wiederverwendete Baustoffe zum Einsatz kommen.

Herausforderung Lärmschutz Eine besondere Herausforderung des Wettbewerbs lag im Lärmschutz. Da das Grund Visualisierung: büro hacke, Berlin Erster Standort, 1921 Bayerischer Platz 11

stück in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung und einer Kleingartenkolonie liegt, mussten Konzepte zur Reduzierung von Lärmemissionen entwickelt werden. Gleichzeitig galt es, den künftigen Nutzern ausreichend Gestaltungsspielräume zur Aneignung der Räume zu lassen. Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit, Oliver Schworck, äußerte sich nach dem Abschluss des Verfahrens zuversichtlich und verwies darauf, dass mit dem Entwurf eine gute Grundlage für die anstehende Planungsphase vorliege. Auch die Juryvorsitzende Jórunn Ragnarsdóttir betonte die Qualität der Arbeit, die eine funktionale Lösung für die anspruchsvolle Aufgabe bietet, ein gemeinsames Haus für zwei eigenständige Kollektive zu schaffen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Jahr 2030 geplant.

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