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Berlin

„Pink*Zone“ für schnelle Hilfe

Pilotprojekt an Berliner U-Bahnhöfen

Die Notrufsäule ist dank der
Die Notrufsäule ist dank der "Pink*Zone" besser erkennbar. Foto: BVG, Florian Bündig

10.08.2026: Wer auf den Berliner U-Bahnhöfen Hilfe sucht, soll die Notrufsäulen künftig schneller im Blick haben. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) testen dafür ab sofort auffällige Markierungen auf dem Boden und an den Wänden rund um diese Säulen. Unter dem Namen „Pink*Zone“ läuft das Pilotprojekt zunächst auf ausgewählten Stationen an.

Hilfspunkte besser erkennen

Die farbigen Markierungen sollen sicherstellen, dass die Hilfspunkte selbst im dichten Gedränge sofort erkennbar sind. Ein Knopfdruck an der Säule genügt, um eine direkte Sprech- und Videoverbindung zur Sicherheitsleitstelle herzustellen. Die dortigen Mitarbeiter können die Situation über Kameras bewerten, direkt Unterstützung anfordern und bei Bedarf Videodaten sichern. Das Projekt wird auf den U-Bahnhöfen Alexanderplatz, Kurfürstenstraße, Britz-Süd sowie Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße getestet. Um herauszufinden, welche visuelle Gestaltung im Alltag am besten hilft, werden unterschiedliche Farb- und Designkonzepte erprobt.

Fahrgäste können mitentscheiden

Die Nutzer der U-Bahn haben vor Ort die Möglichkeit, die verschiedenen Gestaltungsvarianten zu bewerten. Über einen QR-Code auf den Plakaten an den Stationen kann eine Rückmeldung abgegeben werden. Dieses Feedback soll direkt in die Auswertung des Vorhabens einfließen. Laut dem Verkehrsunternehmen soll die optische Hervorhebung die bestehende Sicherheitsinfrastruktur, zu der rund 570 Notrufsäulen im Netz gehören, sinnvoll ergänzen.

Rückgang bei den Straftaten

Der Testlauf fällt in eine Phase sinkender Kriminalitätszahlen im Berliner Nahverkehr. Nach einem Rückgang im Vorjahr verzeichnete das Landesunternehmen auch im ersten Halbjahr 2026 eine rückläufige Tendenz bei den registrierten Straftaten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl der Delikte insgesamt um rund 16 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Taschendiebstählen mit einem Minus von rund 31 Prozent aus. Auch die erfassten Körperverletzungen (minus 14 Prozent) und Sexualdelikte (minus 5 Prozent) gingen zurück.

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