Gazette Wilmersdorf - September 2026

Gazette für Wilmersdorf, Schmargendorf, Grunewald und Halensee

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GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

September 2026

Wilmersdorf Wilmersdorf · Schmargendorf · Grunewald · Halensee

Industriegeschichte vor der Haustür erleben GRATIS ZUM MITNEHMEN

12. September bis 4. Oktober – Festival der Berliner Industriekultur

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Stadtbäume – hier am Mierendorffplatz – sind für ein gutes Klima unverzichtbar.

Keine Teilnahme an Stadtbaumkampagne Charlottenburg-Wilmersdorf geht eigene Wege Charlottenburg-Wilmersdorf geht bei der ger verweist auf bundesweit anerkannte Begrünung seiner Straßen künftig eigene Richtlinien der Forschungsgesellschaft Wege. Das Bezirksamt hat beschlossen, sich Landschaftsentwicklung Landschaftsbau nicht an der Berliner Stadtbaumkampagne (FLL). Demnach seien mindestens zwölf Ku2027 zu beteiligen. Trotz des Ausstiegs sollen bikmeter notwendig, damit die Bäume langim Bezirk im kommenden Jahr genauso viele fristig gesund wachsen und im Sinne einer Bäume gepflanzt werden wie ursprünglich „Schwammstadt“ genügend Regenwasser geplant – allerdings nach anderen Qualitäts- aufnehmen können. standards.

Baumscheibe und Schwammstadt Der Konflikt dreht sich um das Volumen der sogenannten Baumscheiben. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt verlangt für die Kampagne, dass der Bezirk Standorte für 225  Bäume meldet, deren Baumscheiben im Schnitt sechs und maximal acht Kubikmeter groß sind. Für das Bezirksamt ist das deutlich zu wenig. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffene Budget verhindert Kompromiss

Der Bezirk hatte nach eigenen Angaben seit April versucht, eine Einigung zu erzielen. Um die größeren Baumscheiben zu realisieren, bot das Bezirksamt an, die Mehrkosten selbst zu tragen oder die dafür nötigen Mittel der Senatsverwaltung direkt bereitzustellen. Beide Vorschläge wurden jedoch abgelehnt. Die Senatsverwaltung begründete dies in einer Mitteilung vom Juli mit der Einhaltung des Kostenrahmens und dem

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Prinzip der Gleichbehandlung aller Berliner Bezirke. Für den Bezirk stellt dies einen Widerspruch zum Klimaanpassungsgesetz dar, das eine Baumpflege nach dem Stand der besten Praxis fordert.

Eigene Finanzierung Konsequenzen für den Baumbestand im Bezirk soll der Ausstieg aus dem Landesprogramm jedoch nicht haben. Die geplanten 225 Neupflanzungen werden dennoch durchgeführt. Finanziert werden sie nicht über das Berliner Landesprogramm, sondern durch Bundesfördermittel, die der Bezirk eigenständig eingeworben hat. Auf diese Weise können die Bäume mit den vom Bezirk sinnvoll erachteten größeren Baumscheiben gepflanzt werden, was ihnen im städtischen Raum langfristig bessere Entwicklungsbedingungen sichern soll.

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DAS WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Gazette Wilmersdorf | September2026  |  3 2026 | 3 Gazette Wilmersdorf  |  September

Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf! setzt: Jugendliche haben 16 rund 1,80 Meter hohe Holzfiguren von Basketballspielerinnen gestaltet, die auf dem Mittelstreifen des Ku’damms bis Mitte September zu sehen sind. Ergänzt wird die Installation durch 20 Buchsbäume in Basketball-Form. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Bummel über den Kurfürstendamm. Wer lieber selbst Basketball spielen möchte, kann sich an der Kantstraße am Breitscheidplatz austoben: Bis Ende September schafft die Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (SBNE) dort eine temporäre Basketball- und Begegnungsfläche. Workshops, Vereinstrainings, Turniere und andere Veranstaltungen laden zum Mitmachen ein. Vereine und Gruppen können kostenfrei Trainingszeiten per E-Mail an sbne@ charlottenburg-wilmersdorf.de anfragen.

Antikmeile, Kiezfest und „Westfälische Wiesn“

Kiezspaziergang durch Wilmersdorf

Foto: Anne Schulz

Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen finden am Sonntag, 20.  September, statt. Ich beginne daher mit einer persönlichen Bitte: Gehen Sie wählen! Bereits jetzt können Sie per Briefwahl abstimmen. Nutzen Sie auch die Gelegenheit, die Kandidatinnen und Kandidaten Ihres Wahlkreises kennenzulernen und mit ihnen über ihre politischen Ziele und Ihre Anliegen zu sprechen. Mit Ihrer Stim- Kirstin Bauch me entscheiden Sie mit, in welche Richtung sich Berlin und unser Bezirk in den nächsten Jahren entwickeln. Informieren Sie sich, treffen Sie eine Entscheidung und gehen Sie wählen. Jede Stimme zählt!

Wenn Sie Feste lieben, dann empfehle ich Ihnen für September drei besondere Veranstaltungen. Den Auftakt macht am 5. September die Antikmeile in der Suarezstraße. Ich freue mich jedes Jahr über die besondere Mischung aus Geschichte, schönen Dingen und dem lebendigen Treiben auf der Straße. Am 12. September lade ich Sie zum Kiezfest auf dem Leon-Jessel-Platz ein, das ich eröffnen werde. Neben Musik, Tanz und vielen Ständen gibt es auch Gelegenheit, mit Kandidatinnen und Kandidaten für das Abgeordnetenhaus ins Gespräch zu kommen. Den Abschluss bildet am 19. September die erste Westfälische Wiesn. Dann wird die Westfälische Straße zur Festmeile mit Mitmachaktionen, kulinarischen Angeboten und vielen Aktionen der ansässigen Geschäfte.

Damen-Basketball-Weltmeisterschaft 2026: Sport trifft City West Vom 4. bis 13. September richtet Berlin die FIBA Frauen Basketball-WM 2026 aus. Unsere Wirtschaftsförderung hat zu diesem Anlass ein besonderes Projekt gemeinsam mit der Jugendkunstschule Charlottenburg umge Der Kiezspaziergang führt uns am 12. September nach Wilmersdorf. Sie starten gemeinsam mit Bezirksstadtrat Christoph Brzezinski um 14 Uhr an der Kommunalen Galerie Berlin (Hohenzollerndamm  176). Auf der Route liegen unter anderem das Coupé-Theater, das ehemalige Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz, der BSR-Recyclinghof und das Goethe-Gymnasium mit dem historischen Gebäude der früheren Viktoria-Luise-Schule. Zum Abschluss geht es zum Leon-Jessel-Platz, wo an diesem Tag auch das Kiezfest stattfindet. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge. de.

Per Speed-Dating zum Ehrenamt Sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Ehrenamt? Dann habe ich einen Tipp für Sie: Am 16. September veranstaltet die Freiwilligenagentur des Bezirksamts von 15 bis 18 Uhr ein „Speed-Dating“ für das Ehrenamt im Einkaufszentrum „Wilma Shoppen“. Das Prinzip ist einfach: Menschen, die sich

engagieren möchten, treffen auf gemeinnützige Organisationen und haben jeweils einige Minuten Zeit, sich kennenzulernen. Danach geht es weiter zum nächsten Stand. So können Sie in kurzer Zeit unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten kennenlernen, Fragen stellen und herausfinden, was zu Ihren Interessen und Möglichkeiten passt. Zwei Runden sind am Nachmittag geplant, anschließend können die Gespräche in Ruhe fortgesetzt werden.

Informationsabend: Vormundschaft unbegleitete minderjährige Geflüchtete Um das wichtige Ehrenamt der Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete geht es bei einem Informationsabend am 21. September ab 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Charlottenburg (Otto-Suhr-Alle 100). In Berlin leben derzeit etwa 800 junge Menschen, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Sie brauchen Unterstützung bei vielen Fragen des Ankommens – etwa bei der Schule, im Alltag oder im Kontakt mit Behörden. Diese Aufgabe übernehmen ehrenamtliche Vormünder. Beim Infoabend berichten eine ehemalige Vormundin, ein ehemaliges Mündel und Mitarbeitende des Netzwerks Vormundschaft von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen. Dabei geht es auch um das Vermittlungsverfahren und die fachliche Begleitung und Schulung, die ehrenamtliche Vormünder erhalten. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, kann an diesem Abend einen persönlichen Einblick gewinnen und herausfinden, ob dieses Ehrenamt zu ihm oder ihr passt. Ich wünsche Ihnen einen abwechslungsreichen September! Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@ charlottenburg-wilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre       Kirstin Bauch

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U-Bahn-Museum am Olympiastadio.

Kesselhaus im Ökowerk.

Haus des Rundfunks

Industriegeschichte vor der Haustür erleben 12. September bis 4. Oktober – Festival der Berliner Industriekultur Wenn im Herbst das stadtweite U-Bahn-Museum am Olympia- Industriearchitektur. Ein fester aus dem Jahr 1873 bei einer Füh„Festival der Berliner Industrie- stadion legt ab 20 Uhr DJ John Programmpunkt ist dabei eine rung besichtigt werden. kultur“ beginnt, können Berline- – bekannt aus dem ehemaligen Führung durch die Produktion Abschluss auf dem Funkturm rinnen und Berliner ein buntes Charlottenburger Club „Abraxas“ der Königlichen Porzellan-ManuProgramm miterleben. Vom – Funk, Soul und R&B auf. Das faktur (KPM) an der Wegelystraße. Zum Abschluss des Festivals am 12. September bis zum 4. Okto- Museum befindet sich im histoSonntag, 4.  Oktober, wird ab Kulinarik im Grunewald ber 2026 rückt das Festival zahl- rischen Stellwerk von 1931, das 12 Uhr eine kombinierte Führung reiche Orte im Südwesten der einst das größte Hebelstellwerk Am Samstag, 26.  September, durch das Haus des Rundfunks Stadt in den Mittelpunkt – von Europas war. lädt das Naturschutzzentrum und den Funkturm angeboten. geschichtsträchtigen StellwerÖkowerk im Grunewald ab Teilnehmer erhalten Einblicke Radtour und Führung ken über historische Verkehrs12.30 Uhr zur „Langen Tafel der in die Arbeit des Rundfunks wege bis hin zum tiefen Bunker. Wer die Industriegeschichte lie- Industriekultur“. Im ehemaligen Berlin-Brandenburg (rbb) und ber tagsüber und in Bewegung Kesselhaus des ältesten erhal- besichtigen die Architektur des Vom Stellwerk zur erkunden möchte, kann sich am tenen Wasserwerks Berlins wird Hauses an der Masurenallee Porzellanmanufaktur Dienstag, 22.  September, um ein vegetarisches oder veganes samt Großem Sendesaal. Danach Den Auftakt in Charlotten- 10 Uhr der geführten Radtour „In- Zwei-Gänge-Menü serviert, be- geht es hinauf auf die Aussichtsburg-Wilmersdorf macht am novation und Eleganz“ anschlie- gleitet von Musik und Mitma- plattform des gegenüberliegenSamstag, 19.  September, eine ßen. Auf einer Strecke von acht changeboten für Kinder zum den Funkturms, von wo aus die Tanzveranstaltung an einem Kilometern führt die Tour vorbei Thema Wasser. Im Anschluss Geschichte Berlins als Medienungewöhnlichen Or t: Im an verschiedenen Epochen der kann das historische Wasserwerk metropole erläutert wird.

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Historische Müllabfuhr und Bunker Der Auftakt in Tempelhof-Schöneberg findet statt am Samstag, den 12. September – um 10 Uhr führt der Verein Saubere Zeiten e. V. über das Gelände des ehemaligen Garde-Train-Bataillons und in das denkmalgeschützte BSR-Werkstattgebäude aus den 1970er-Jahren, das vom Architekten Josef Paul Kleihues entworfen wurde. Zu sehen ist eine Sammlung historischer Müllfahrzeuge und Kehrmaschinen.

benachbarten Fliegerviertel. Dabei werden historische Tatsachen von Legenden über unterirdische Gänge und Bunkeranlagen getrennt.

Kopfhörer-Clubbing Am Sonntag, den 13. September, um 20 Uhr verwandelt sich der Natur-Park Südgelände zur Kulisse für ein leises Club-Erlebnis. Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof findet die 60-minütige Kopfhörer-Party „silent.beats“ statt. Ausgestattet mit kabellosen Kopfhö Natur Park Südgelände

Machnower Schleuse.

Alte Mälzerei. Foto: Jacqueline Lorenz

Ehemaliger Checkpoint Bravo

lände der historischen Malzerei der Schultheiss-Brauerei in Tempelhof, der heutigen Malzfabrik, wird eine Wildkräuter-Tour angeboten. Neben der Geschichte der Fabrik lernen Besucher bei einem Rundgang über den „Malzacker“ den urbanen Gemüseanbau des Acker e. V. kennen und verkosten zum Abschluss einen Wildkräuter-Snack.

Größenwahn in Beton Am Sonntag, den 20. September, steht der Schwerbelastungskörper in der General-Pape-Straße ab 10  Uhr im Mittelpunkt des Aktionstags. Der gewaltige Betonzylinder ist ein einzigartiges Relikt der nationalsozialistischen Stadtplanung für die geplante „Welthauptstadt Germania“. Um zu testen, ob der Baugrund das Gewicht der vorgesehenen Monumentalbauten tragen kann, ließ NS-Architekt Albert Speer 1942 den 13.000 Tonnen schweren, 14 Meter hohen und 18 Meter tiefen Koloss errichten. Bei einem Rundgang über das Gelände kann auch die Aussichtsplattform bestiegen werden. Zudem verkehrt im 30-Minuten-Takt ein kostenfreier Hop-on-Hop-offOldtimerbus, der die Besucher zu weiteren Schauplätzen der Industriekultur im Bezirk Tempelhof-Schöneberg bringt.

Auf den Spuren der Stammbahn

rern bewegen sich die Teilnehmer zu elektronischer Musik eines Am Donnerstag, 24. September, Nur eine halbe Stunde später, um Live-DJs zwischen alten Schie- startet in Steglitz-Zehlendorf um 10.30 Uhr, startet am Flughafen nen, Lokomotiven und der sich 10 Uhr eine geführte, rund 14 Kilometer lange Bahndamm-WanTempelhof die Sonderführung ausbreitenden Natur. derung unter dem Titel „Alte „Bunkermythen debunked.“. GeKräuterkunde mit Snack Verkehrswege im Südwesten“. meinsam mit dem Berliner Unterwelten e. V. und der Tempelhof Am darauffolgenden Freitag, den Nach einer kurzen gemeinsaProjekt GmbH begeben sich die 18.  September, steht ab 16  Uhr men Busfahrt beginnt der Weg Teilnehmer auf Spurensuche im die Natur auf einem alten Indus- am ehemaligen S-Bahnhof DüpTempelhofer Untergrund und im trieareal im Fokus. Auf dem Ge- pel-Kleinmachnow. Dieser liegt

Flughafen-Geheimnisse

MEIN GUTER STERN

an der „Stammbahn“, Preußens ältester Eisenbahnstrecke von 1838. Die Route führt weiter zur Machnower Schleuse am Teltowkanal, wo ein historischer Straßenbahnwagen an die einstige Anbindung erinnert. Vorbei am ehemaligen Checkpoint Bravo (Albrechts Teerofen) und der Trasse der alten Friedhofsbahn geht es über Kohlhasenbrück bis nach Steinstücken. Die einstige bewohnte West-Berliner Exklave lag zu Mauerzeiten isoliert auf Potsdamer Gebiet. Zum Abschluss besichtigen die Teilnehmer den ehemaligen Hubschrauberlandeplatz, den die amerikanischen Alliierten zur Versorgung der Exklave nutzten. Unterwegs gibt es an den einzelnen Stationen Erläuterungen zur Historie.

Radtour am Teltowkanal Am Freitag, den 25.  September, folgt um 16  Uhr die zwölf Kilometer lange „After Work Radtour: Kanal und Industrie“. Diese Tour beleuchtet die wirtschaftliche Rolle des Teltowkanals, thematisiert jedoch auch den Einsatz von Zwangsarbeitern während des Nationalsozialismus sowie die spätere Funktion des Kanals als deutsch-deutsche Grenze. Teil der Tour ist eine einstündige Führung an der Schleuse Kleinmachnow und die Besichtigung des historischen Triebwagens einer elektrischen Straßenbahn. Die Route verläuft teils auf unbefestigten Waldwegen und Nebenstraßen. Für die meisten Programmpunkte sind Anmeldungen und/oder vorab gekaufte Tickets erforderlich. Weitere Informationen sowie zahlreiche weitere Termine finden Sie unter www.industriekultur. berlin.

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Stimmen per Briefwahl abgeben vor dem Wahltag Die Wahl des Berliner Abgeord(neben dem Wartebereich des netenhauses und der BezirksBürgeramts) verordnetenversammlungen • Bürgeramt Heerstraße: Heerfinden am 20. September 2026 straße 12, Plätze 15 und 16 statt. Doch jetzt schon können Öffnungszeiten: Wahlberechtigte in Charlotten- Montag: 9.30 bis 18 Uhr burg-Wilmersdorf ihre Stimme Dienstag: 9 bis 18 Uhr abgeben. Mittwoch: 8 bis 15.30 Uhr Dazu stehen im Bezirk drei Brief- Donnerstag: 8 bis 14.30 Uhr wahlstellen zur Verfügung. Wer Freitag: 8 bis 13 Uhr möchte, kann die Unterlagen Von zu Hause aus wählen dort nicht nur beantragen, sondern auch direkt vor Ort ausfül- Wer die Unterlagen lieber mit len und in die Wahlurne einwer- nach Hause nehmen möchte, fen. Die Vorlage eines amtlichen muss darauf achten, dass der Lichtbildausweises oder eines ausgefüllte Wahlbrief rechtzeiFührerscheins ist erforderlich. tig den Weg zurück findet. Dieser Standorte der Briefwahlstellen muss spätestens am Wahlsonntag, 20.  September 2026, um • Rathaus Charlottenburg: 18  Uhr im zuständigen BezirksOtto-Suhr-Allee 100, Festsaal wahlamt eingegangen sein. (3. OG) Für die Beantragung von zu • Dienstgebäude HohenHause aus gibt es zwei digitale zollerndamm: HohenzolOptionen: Auf der Rückseite der lerndamm 177, Raum 1046

Foto: BACW

Drei Briefwahlstellen im Bezirk geöffnet

Wahlbenachrichtigung befindet sich ein QR-Code, der mit dem Smartphone gescannt werden kann. Alternativ ist eine Beantragung per E-Mail an briefwahl@ charlottenburg-wilmersdorf.de

möglich. Hierfür werden der vollständige Name, das Geburtsdatum, die Berliner Wohnanschrift und gegebenenfalls eine abweichende Versandadresse benötigt.

Jubiläum auf der Suarezstraße Charlottenburger Antikmeile am 5. und 6. September Ort: Der Parkplatz an der Ecke Windscheidstraße und Bismarckstraße wird für das Wochenende zu einem zentralen Festplatz umgestaltet, der als Treffpunkt mit Gastronomie- und Musikangeboten dient. Das Fest wird am Samstag um 14.30 Uhr von Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch offiziell eröffnet. Für die musikalische Begleitung sorgen am Samstagnachmittag von 14 Uhr bis 16.30 Uhr Alfred Mehnert & Friends mit einer Mischung aus Chanson, Jazz und Soul.

Die Suarezstraße steht Anfang September ganz im Zeichen des historischen Designs und klassischer Sammlerstücke: Am Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September 2026, findet im Bezirk die 25. Antikmeile statt. Das Straßenfest feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und wird aus diesem Anlass erstmals auf zwei Tage ausgeweitet. Besucherinnen und Besucher können an beiden Tagen von 12 Uhr bis 19  Uhr über die Antikmeile flanieren. Dabei werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen in Kleidung aus vergangenen Jahrzehnten zu sehen sein.

Designklassiker und mehr Neben den 25 ansässigen Antiquitäten-, Design- und Second-Hand-Geschäften der Suarezstraße präsentieren rund 100 geladene Händler ihre Waren an Ständen im Außenbereich. Das

Sammlerstück Plakat

Traditionell kommen Besucherinnen und Besucher in Kleidung vergangener Zeiten. � Foto: Oldthing.de Sortiment umfasst historische Möbel, Leuchten, Schmuck, Keramik, Grafiken, Kunsthandwerk und vieles mehr. Darunter sind Antiquitäten, Designklassiker,

Sammlerobjekte und Einzelstücke.

Mehr Platz zum Jubiläum Eine Neuerung im Jubiläumsjahr betrifft die Aufteilung vor

Auch die künstlerische Tradition der Veranstaltung wird fortgesetzt: Das diesjährige Plakatmotiv wurde von der Künstlerin Anke Feuchtenberger entworfen. Der signierte Siebdruck ist in einer limitierten Auflage von 100 Stück vor Ort sowie online erhältlich. Der Eintritt zur Antikmeile ist an beiden Tagen frei.

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Ida Gerhardi im Käthe-Kollwitz-Museum Ausstellung zeigt das fast vergessene Werk der Malerin Das Käthe-Kollwitz-Museum im Theaterbau am Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm  10, widmet seine neue Sonderausstellung einer Künstlerin, deren Name heute kaum noch ein Begriff ist, obwohl sie zu Lebzeiten eine feste Größe in der europäischen Kunstszene war. Unter dem Titel „Ida Gerhardi – Und alles tanzte“ rückt das Museum das Schaffen der Malerin in den Fokus.

Langjähriges Vorhaben

Allein im Nachtleben Ida Gerhardi (1862–1927) zog im Ida Gerhardi, Tanzbild IV, um 1905, Privatsammlung. Jahr 1891 nach Paris, wo sie sich als Porträtistin und Netzwerkerin das vor ihr kaum eine Malerin dem Kunsthändler Wilhelm Uhde etablierte. Sie war Mitglied der aufgegriffen hatte. durch die Kneipen und Spelunken der Metropole. Aus diesen BeBerliner Secession und MitbeFreundschaft im Nachtleben gegnungen entstand eine enge gründerin des Deutschen Lyceum-Clubs. Ungewöhnlich für eine Die Verbindung zum Ausstel- Freundschaft, die die beiden Frau der damaligen Zeit, bewegte lungsort in Charlottenburg liegt Frauen über die Distanz hinweg sich Gerhardi ab 1903 allein im in einer persönlichen Geschichte pflegten. Auch künstlerisch zeigPariser Nachtleben. Sie besuch- begründet: Während eines zwei- ten sich Parallelen, insbesondere te Tanzlokale und Cafés, um die monatigen Paris-Aufenthalts im in ihren Selbstbildnissen, die nun dortigen Szenen in expressiven Jahr 1904 begleitete Käthe Koll- in der Ausstellung gegenübergeBildern festzuhalten – ein Sujet, witz die Kollegin zusammen mit stellt werden.

Für das Charlottenburger Museum geht mit der Schau ein langjähriges Vorhaben in Erfüllung. Zwei frühere Versuche, die Ausstellung noch am alten Standort des Museums zu zeigen, scheiterten an der Corona-Pandemie. Nach dem Umzug in den Theaterbau am Spandauer Damm und dem Abschluss der Bauarbeiten kann die Präsentation nun realisiert werden. Es ist die erste Berliner Einzelausstellung der Künstlerin seit 25 Jahren. Damals hatte sich das mittlerweile aufgelöste Verborgene Museum ihrem Werk gewidmet. Gezeigt werden rund 40 Gemälde und Zeichnungen, die schwerpunktmäßig aus Gerhardis Pariser Zeit um 1905 stammen. Besucherinnen und Besucher können die Werke bis zum 1. November 2026 besichtigen. Ein Begleitheft kann erworben werden.

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Bildband „Glücksmomente II“ erschienen Mehr als eine Hommage an die Nordsee und ihre tierischen Bewohner Bereits mit seinem ersten Glücksmomente-Bildband zum Nationalpark Unteres Odertal hat sich der Tierfotograf Wolfgang Stürzbecher aus Lichterfelde Ost in die Herzen vieler Tier- und Naturliebhaber fotografiert. Eine Steigerung dazu bietet nun der rechtzeitig zur Ferienzeit erschienene Band „Glücksmomente II“, der in Zusammenarbeit mit der Schutzstation Wattenmeer e. V. entstanden ist. Die in den letzten Jahren u. a. bei Urlaubsaufenthalten von Texel bis Sylt von Stürzbecher mit der Kamera festgehaltenen Erlebnisse und Begegnungen mit wildlebenden Tieren an der Nordseeküste hat Nordsee-Urgestein Johann „Jonny“ Waller mit ebenso informativen wie mit spürbarer Liebe zum Schutzgebiet und Weltkulturerbe Wattenmeer erfüllten Texten ergänzt. Waller ist heute als Naturschutzbeauftragter für den Kreis Dithmarschen und ehrenamtlich in der 1962 gegründeten Schutzstation Wattenmeer e. V. tätig, deren Vorstandsvorsitzender er

Neugeborene Kegelrobbe. � Fotos: Wolfgang Stürzbecher 16  Jahre lang war. 1962 wurde auch Wolfgang Stürzbecher geboren, der inzwischen kurz vor Renteneintritt steht. Als Jugendbewährungshelfer für verurteilte Berliner Straftäter zwischen 14 und 23 Jahren tätig, dienten dem renommierten Tierfotografen seine Foto-Safaris stets als Kraftdepot für nervenzehrende Arbeitstage. Stundenlang auf dem Bauch liegend beobachtete er beispielsweise Helgoländer Kegelrobben: Die belohnten seine

(v.l.n.r.) Mitautor „Johnny“ Waller, Geschäftsführerin der Schutzstation Wattenmeer e. V. Nora Reimers und Herausgeber und Fotograf Wolfgang Stürzbecher bei der Buchübergabe im Nationalpark-Haus Husum.� Fotos: Wolfgang Stürzbecher Geduld mit einer Geburt vor gezückter Kamera. Und als kürzliche eine Sumpfohreule nur 20 Meter von der Kamera entfernt posierte, konnte mit ihr ein Glücksmoment mehr festgehalten werden. Mit diesem zweiten Bildband will Stürzbecher einmal mehr etwas zurückgeben und auch andere Menschen an Glücksmomenten teilhaben lassen, die ihm selbst so viel neue Energie für den Alltag und Erfüllung gebracht haben. „Unsere Zeit wird immer durchgedrehter und roher, da sind solche besonderen Momente dringend notwendig“, weiß Naturfreund Stürzbecher nur zu gut. Gleichzeitig erinnert der zum Selbstkostenpreis produzierte, für 20 Euro erhältliche Bildband aber gerade zur Urlaubszeit, die viele Besucher in diese Region führt, auch daran, wie fragil und schützenswert doch die Natur und Tierwelt des Wattenmeeres ist, für die sich der Verein Schutzstation Wattenmeer seit Jahrzehnten stark macht. Bei direktem Kauf in den Verkaufsläden der Station und dem Nationalpark-Haus in Husum fließen 8 Euro in die Arbeit der Schutzstation. Der mit seinen Motiven in vier Jahreszeiten untergliederte Bildband ist aber auch in

Buchläden sowie über den Online-Handel erhältlich und als erschwingliche Urlaubslektüre ebenso wie als nachhaltiges Urlaubsmitbringsel geeignet.

Glücksmomente und Urlaubsglück für Zuhause Im Frühsommer war Wolfgang Stürzbecher wieder an den Küsten Schleswig-Holsteins unterwegs, einer Gegend, „die ihn schwer begeistert“. Inzwischen wird er gerade bei Ausflügen rund um die dänische Grenze häufig begleitet von seinem Sohn, der als eigentlich bekennender PC-Freak die Natur-Leidenschaft des Vaters durchaus teilt. Süderlügum, Rickelsbüller Koog, Neukirchen – Orte, die gerade in Sachen Nordsee-Tierwelt dem genau Hinschauenden viel zu bieten haben. Mit seinen 294 KI-freien Bildern ehrt Stürzbecher im Buch sowohl die gefiederten, als auch vierbeinigen (und -flossigen) Nordsee-Bewohner, vom Austernfischer bis zum Seeadler und vom Feldhasen bis zur Kegelrobbe. Wertvolle Ergänzung leisten angeführte Zahlen und Fakten zum Thema Nordseeküste, Beobachtungstipps sowie die Vorstellung zweier aktueller Projekte der

Glücksmomente II, Bildband, 150 Seiten mit 294 Tierfotos von Wolfgang Stürzbecher sowie Vorwort von Johann Waller und Projektvorstellungen der Schutzstation Wattenmeer, Selbstkostenpreis 20 Euro, Herausgeber Wolfgang Stürzbecher, Erhältlich im Buchhandel, bei Verkaufsstellen der Schutzstation Wattenmeer e. V. und über Online Shops. ISBN 978-3-69028-822-4 Schutzstation Wattenmeer e. V. : So werden Maßnahmen zum Schutz der Strandbrüter wie besondere Vorsicht und Anleinen von Hunden für am Dünensaum angelegte Nester und Bodenbrüter thematisiert, die jeder Besucher dieser Gegend beherzigen sollte. Die Schutzstation selbst setzt sich für während der Brutzeit geschützte Brutareale ein, führt Beringungs- und Kontrollaktionen durch. In einem zweiten Projekt geht es um den Schutz der Brutvögel auf den Halligen: Mit Wildtierkameras werden die Nester überwacht, um frühzeitig festzustellen, welche über Dämme zugewanderten Säugetiere wie Wanderratte und Marderhund für den Bestand Gefahr bringen. In Folge darauf konnten bereits durch das Aufstellen von Rattenfallen höhere Bruterfolge auf Hooge dokumentiert werden. – Interessante Informationen, die das Buch neben Glücksmomenten zusätzlich liefert. Und so macht es nicht wenig Lust, Richtung Meer aufzubrechen und seine eigene Erfahrung mit der Natur und Tierwelt in dieser Gegend zu sammeln – nicht ohne nötigen Respekt und Rücksichtnahme für Nordsee und ihre Bewohner. � Jacqueline Lorenz

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Zeitreise in die Jugendkultur der 70er Villa Oppenheim zeigt Film über das Freizeitheim in West-Berlin unabhängige Videoarbeit. Der Film lässt Jugendliche sowie ihre Betreuer ausführlich zu Wort kommen. Er dokumentiert ungeschönt die alltäglichen Sorgen, Wünsche und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten von Heranwachsenden im damaligen West-Berlin.

Gespräch im Anschluss

� Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf Wer seine Jugend im West-Berlin der 1970er-Jahre verbracht hat, erinnert sich vielleicht noch an die damaligen Jugendfreizeitheime. Am Donnerstag, dem 24. September 2026, um 18 Uhr lädt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf zu einem nostalgischen und dokumentarischen Rückblick in diese Ära ein. Im Rahmen der Filmreihe „Schaufenster des Westens“ wird in der Villa Oppenheim eine zeithistorische Produktion gezeigt, die

Anmeldung erforderlich

einen direkten Bezug zum Bezirk hat.

Freizeit in der Emser Straße Auf dem Programm steht der Film „Kickern, Disko... und was noch“, der im Jahr 1977 in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendfreizeitheim in der Emser Straße, Wilmersdorf; entstand. Das Werk wurde von der „MedienOperative Berlin“ realisiert, einem damals frisch gegründeten, autonomen Kollektiv für

Rheingauer Weinbrunnen ist Montag bis Samstag noch bis zum 12. September von 15 bis 21.30 Uhr auf dem Rüdesheimer Platz für Sie geöffnet

Im Anschluss an die Filmvorführung haben die Besucher die Gelegenheit, tiefer in die Entstehungsgeschichte einzutauchen. Bei einem Filmgespräch diskutieren der Mitbegründer der Medienoperative, Hartmut Horst und die Kuratorin Christine Kisorsy über die damalige unabhängige Medienarbeit und die Jugendkultur jener Jahre.

Die Veranstaltung findet im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Schloßstraße 55/Otto-Grüneberg-Weg, statt. Der Einlass beginnt um 17.30 Uhr, der Film startet um 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, bittet das Museum um eine vorherige Anmeldung per Telefon unter 030-90 29 24 106 oder per E-Mail an museum@charlottenburg-wilmersdorf.de.

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Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Charlottenburg-Wilmersdorf am Scheideweg: Berliner zuerst oder offen für Alles und Jeden? Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die AfD-Fraktion das Thema vorgeschlagen.

CDU-Fraktion Es ist Wahlkampf und mangels eigener Ideen für unseren Bezirk greifen die Fragesteller lieber einen Kalauer ihrer Landespartei auf, der wiederum einfallslos vom US-Präsidenten abgekupfert wurde. Spannend wäre sicherlich, was die Fragesteller eigentlich unter einem Berliner verstehen: Ist man Berliner durch Geburt oder muss man eine Mindestzahl von Jahren in Berlin gelebt haben? Viel interessanter ist die Frage, ob jemand überhaupt Berliner werden kann. Sicherlich ließe sich darüber vortrefflich und mit einem Augenzwinkern streiten. Da das Thema den Fragestellern jedoch besonders wichtig zu sein scheint, hier ein kurzer Hinweis: In Artikel 3 unseres Grundgesetzes heißt es: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dies betrifft auch Nicht-Berliner! Und weiter: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Charlottenburg-Wilmersdorf am Scheideweg? Die Fragesteller scheinen eher einmal mehr auf dem Holzweg zu sein. Alexander Pönack

B‘90/Grünen-Fraktion Wollen wir Menschen gegeneinander ausspielen oder wollen wir gemeinsam unser Zusammenleben gestalten? Die AfD tut so, als müsse sich Berlin (oder unser Bezirk) entscheiden, was es sein will. Berlin war und ist schon immer geprägt von Zuwanderung und der Vielfalt unterschiedlicher Lebensentwürfe. Berlin und unser Bezirk sind offen – für Menschen. Und das ist ein Unterschied, den

Am Sonntag, dem 20. September entscheidet sich die neue Zusammensetzung der Bezirksverordnetenversammlung im Bezirk. man gerade jetzt deutlich machen muss. zu vertreiben, ändert nichts an den Problemen der Stadt. Freiheit und Demokratie sind die Der Scheideweg ist daher, ob wir echte Grundlage dafür. Das garantiert unser Grundgesetz, es kennt keine Menschen, Lösungen angehen oder weiter Symdie weniger Rechte verdienen. Unser ptome beschreiben: Beim Wohnen: ein Zusammenleben funktioniert, weil wir Wohnungsamt, das konsequent gegen uns in unserer Unterschiedlichkeit mit Mietwucher vorgeht und bezahlbarer Respekt begegnen. Die Fragestellung der Wohnraum als Pflicht bei jedem Neubau. AfD sollte uns aufrütteln durch das, was In den Schulen: mehr Gemeinschaftsin ihr steckt: Dahinter steckt ein Weltbild, schulen für längeres gemeinsames Lerdas auf Ausgrenzung, Diskriminierung nen, frühe und verpflichtende Kita- und und Menschenfeindlichkeit basiert. Ein Sprachförderung und saubere Schulen. Weltbild, in dem eine Gruppe darüber Für die Sicherheit: mehr Prävention, sobestimmen will, wer dazugehören darf ziale Straßenarbeit und Präsenz vor Ort und wer nicht. Es geht hier mitnichten – und mehr Handlungsmöglichkeiten bei um eine harmlos daherkommende Fra- für den Umgang mit krimineller Radikalige. Es geht vielmehr um die existentielle sierung – weniger Schutz von Gefährdern, Frage, in welcher Gesellschaft wir leben mehr Schutz für die Allgemeinheit. wollen. Und wie wir unsere Stadt in ihrer Am 20. September steht genau das zur Vielfalt schützen können. Nicht, dass wir Wahl: Zusammenhalt, der Probleme löst eines Tages wieder fragen müssen: Wie – oder Ausgrenzung, die nur spaltet. konnte das alles nur geschehen? Kai Bodensiek Anja Kraus Berlin

SPD-Fraktion

Ein Scheideweg? Ja – aber nicht der „Wir gegen die“. Die Probleme unserer Stadt sind real: Wohnungen sind zu teuer, Schulen überlastet, manche Orte fühlen sich nicht mehr sicher an. Wer das leugnet, hilft niemandem. Doch „Berliner zuerst“ hilft auch niemandem. Menschen mit migrantischem Hintergrund schlechter zu behandeln oder

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Die eigentliche Frage lautet: Wie gestalten wir eine Stadt, die lebenswert und bezahlbar für alle ist – unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller und geschlechtlicher Identität? Dann geht es um explodierende Mieten, Kürzungen bei Jugendzentren und Nachbarschaftshäusern und wachsende soziale Ungleichheit und was wir dagegen tun. Die Linksfraktion will das Leben aller

Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

Dieser Tage entscheidet sich das Schicksal unseres Bezirks und der Stadt für die nächsten fünf Jahre. Aktuell sehen wir eine Politik, die die Berliner in Charlottenburg-Wilmersdorf nicht an die erste Stelle setzt. Das Bezirksamt alimentiert Migranten, während Rentner am Stutti Flaschen sammeln. Berlinweit stiegen die Asylkosten im vergangenen Jahr auf über 2,2 Milliarden Euro. Die mehr als 16.000 landeseigenen Wohnungen im Bezirk werden bislang vorrangig an „besondere Bedarfsgruppen“ wie Asylanten vergeben. Damit machen wir Schluss. Unsere Bürger an die erste Stelle zu stellen, heißt auch, wieder für ihre Sicherheit zu sorgen. In Berlin kommt es durchschnittlich zu zehn Messerangriffen pro Tag. Der islamistische Anschlag auf den CSD riss hier im Bezirk die seelischen Wunden wieder auf, die der Breitscheidplatz-Terror hinterließ. Der Staat ist nicht in der Lage, uns Bürger vor solchen Monstern zu schützen. Falsche Prioritäten, Angst vor Rassismusvorwürfen und schlicht eine Überforderung durch die Masse an Gefährdern sind die Ursachen dafür. Es ist Zeit für eine Kurswende auch im Rathaus! Michael Seyfert

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Vorwort -CDU Grüne SPD Linke SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversamlung FDP Fraktionsvorsitzende: Claudia Spielberg und Kai Bodensiek AfD Rathaus Charlottenburg Otto-Suhr-Allee 100 · 10585 Berlin · Raum 124 Fon 90 29-149 07 · info@spd-fraktion-cw.de www.spd-fraktion-cw.de

Linksfraktion

verbessern: bezahlbare Mieten statt Mietabzocke und Luxusneubau, gut ausgestattete Schulen und Kitas, mehr Förderung für Jugendarbeit, sichere Fußund Radwege, ein funktionierender und barrierefreier ÖPNV, sanierte Sportanlagen und Schwimmbäder. Echte Sicherheit entsteht durch soziale Gerechtigkeit, Investitionen in unsere Kieze und zusammenwachsende Nachbarschaften. Wer Menschen nach ihrer Herkunft bewertet, lenkt von den Ursachen sozialer Missstände ab. Berlin ist stark, weil unsere Stadt vielfältig ist. Unsere Zukunft entscheidet sich daran, ob Politik solidarisch und gerecht ist und allen Menschen dient. Wir kämpfen für einen Bezirk für alle und stellen uns dem Faschismus entgegen! Frederike-Sophie Gronde-Brunner

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BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Tel.: 030 / 82 77 992 – 70 Foto: von Kentzinsky / BACW

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Gazette Wilmersdorf  |  SEPTEMBER 2026  |  11

Frisch vom Acker auf den Teller Am 19. und 20. September lädt die Domäne Dahlem zum traditionellen Kartoffelfest mit Selbsternte

Feste auf der Domäne Dahlem – ein Magnet für die ganze Familie. müssen, empfiehlt es sich, eigene Körbe, Taschen oder Behälter für den Heimtransport mitzubringen.

Geschichte und Handwerk zum Anfassen Neben der Arbeit auf dem Feld befasst sich das Fest mit der Ver arbeitung der Knolle. Besucher haben die Möglichkeit, Kartoffeln mit historischen Geräten zu schälen und eigene Kartoffelchips herzustellen. Zudem werden auf dem Gutsgelände historische Landmaschinen ausgestellt und vorgeführt.

Angebote für Familien Für jüngere Gäste gibt es ein historisches Kinderkarussell, historische Spiele sowie verschiedene Mitmachaktionen. Das weitläufige Gelände des Gutes lässt sich bei einem Spaziergang oder im Rahmen einer Kutschfahrt hinter dem Trecker erkunden. Die Domäne Dahlem verbindet mit dem Fest ihren Fokus auf biologische Landwirtschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit mit praktischen Einblicken in die landwirtschaftliche Arbeit. Weitere Informationen unter www.domaenedahlem.de.

Ernte auf dem Feld Die Ernte direkt auf dem Acker ist das Kernstück des Festes. Bis 17 Uhr sind die Felder für Besucher geöffnet, die dort Bio-Kartoffeln selbst sammeln können. Zur Auswahl stehen verschiedene moderne und historische Sorten, darunter Spezialitäten wie das „Bamberger Hörnchen“ oder die „Blaue Anneliese“. Für das Sammeln auf dem Feld werden Pfandsäcke ausgegeben in die die Kartoffeln gesammelt werden. Da diese wieder abgegeben werden

So wird unter anderem gezeigt, wie mit einer historischen Presse frischer Apfelsaft hergestellt wird. Ein bunter Markt mit über 30 Ständen lädt zum Rundgang ein. Begleitet wird das Fest von Live-Musik und einem gastronomischen Angebot, bei dem Kartoffelgerichte im Mittelpunkt stehen.

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Ein herbstlicher Ausflug nach Dahlem gehört für viele Berlinerinnen und Berliner einfach dazu: Am Samstag, 19. September, und Sonntag, 20.  September 2026, veranstaltet die Domäne Dahlem ihr traditionelles Kartoffelfest. Das historische Rittergut bietet an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr ein vielseitiges Programm, bei dem die Besucherinnen und Besucher auch selbst aktiv werden können.

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100 Jahre Berliner Rugby-Club Feiern mit Film Der Berliner Rugby-Club (BRC) e. V. mit Trainingsplatz an der Zehlendorfer Sachtlebenstraße hat guten Grund, in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen groß zu feiern: Er ist der einzige Berliner Verein mit einer Bundesliga-Mannschaft und einer kompletten Jugend U8 bis U18. Während der offizielle Festakt am 28. August 2026 in der Villa im Olympiapark stattfand, hat sich der Verein für seine Feier mit den Jugendlichen etSpielbegeisterung Rugby auch bei Regen. Foto: BRC was ganz Besonderes ausgedacht: anlässlich des beson- den Trainingsbetrieb der TraiAn zwei tollen Nachderen Jubiläums mit ningsgruppen unter fachlicher mittagen können sie allen Mannschaften Betreuung kennenzulernen. Anden BRC bei der Filmauf dem Trainingsplatz meldung per Kontaktformular vorführung des besten an der Sachtlebenstraße unter www.berliner-rugby-club. Rugby-Films aller Zeiprofessionell gedreht wur- de/probetraining/ ten „Invictus“ im BALI Kino de. Eingeladen sind sportinRugby im Berliner Südwesten Berlin, Teltower Damm  33 in teressierte Jugendliche zwischen „für Ruhm und Ehre“ 14169  Berlin hochleben lassen. 12 und 18 Jahren, gerne mit einer Der Film spielt in Südafrika, wo- Begleitperson nach dem Motto Seit etwa 1880 wird Rugby in her auch der aktuelle Rugby- „Bring your friend – Rugby for Berlin gespielt. 46  Jahre später World-Cup-Sieger kommt. Dank free!“. Tickets sind telefonisch gründete sich 1926 der Berliner der großzügigen Unterstützung ab 5.  September 2026 unter Rugby-Club (BRC), im Ursprung durch Andreas Neun, Betreiber 030 – 811 46 78 zu reservieren. ein Charlottenburger Verein, der des modernisierten BALI, wird je- Begrenzte Sitzplätze. Flyer mit aber seit Jahrzehnten bereits mit weils am Samstag, den 12. und allen Event-Informationen gibt Zehlendorf verankert war. Mit am Sonntag, den 13. September es in den Zehlendorfer Schulen dem Umbau der Sportanlage 2026 um 13 Uhr der weltbekann- sowie im BALI-Kino. – Und wer Sachtlebenstraße in Zehlendorf te Film unter der Regie von Clint beim Rugby dann selbst mal im Jahr 2023 erhielt der Verein, Eastwood mit Matt Damon und mitkicken möchte, kann das der vorher auf der Sportanlage Norman Freemann bei freiem beim Probetraining des BRC: Er Jungfernheide sein „WohnzimEintritt gezeigt, mit vorheriger bietet vor dem rechtsverbindli- mer“ hatte, in Zehlendorf seinen Einführung und Vorstellung des chen Beitritt zum Verein für 4 Wo- eigenen Trainingsplatz. Der VerBRC anhand eines Vorfilms, der chen die kostenlose Möglichkeit, ein begrüßt, dass beim Zehlen BRC-Spieler im Jahr 1931.

Archiv BRC

dorfer Sportamt nicht nur Fachbereichsleiterin Götze Herz für Rugby zeigt. Tobias Streng, 1. Vorsitzender des BRC, erklärt dazu: „Man muss aktiv auf die Leute zugehen.“ So konnten 2025 durch Crowdfunding ermöglicht drei neue Lagercontainer aufgestellt werden. Streng fand 1989 im Alter von 20 über einen Freund zum Rugby und blieb – frei nach dem heutigen Vereinsmotto „Bring Your Friend“. An seiner Seite weiß er Sportskollegen Florian Kaletta, der nach erfolgreichem Berufsleben nun die Fäden der Vereins-Öffentlichkeitsarbeit versiert in der Hand hält. Und auch, wenn Rugby in Deutschland – nicht zuletzt wegen des großen Fußballinteresses – immer noch Amateurssport-Status hat und der BRC als Amateurverein für „Ruhm und Ehre“ spielt, gibt Tobias Streng zu bedenken: „Rugby ist eine Sportart, die sich weltweit stark entwickelt. Immerhin hat Rugby die drittgrößte WM hinter der Fußball-WM und der Olympiade vorzuweisen.“ Einst gegründet aus fünf Gründungsmitgliedern, entwickelte sich der Verein des BRC über die Jahre zu einer konstanten Rugbyschmiede und zählt heute rund 300  Mitglieder. Der Jahres-Mitgliedsbeitrag bis 18 Jahre beträgt 240 Euro, darüber 300 Euro. Das älteste noch spielende Mitglied ist 76 Jahre, doch immerhin 2/3

Foto: BRC

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wird nach vorne zum Gegner gekickt. Rugby wird ohne Schutz gespielt, wobei die Spieler von ihrer Körperlichkeit und Schnelligkeit leben. Getackelt (festgehalten, zu Boden gebracht werden) darf nur der Ballträger. Der Unterschied zum American Football: Es handelt sich beim Rugby nur um einen ähnlichen Ball, es gibt keine Schutzkleidung und keinen genialen Pass nach vorne. Tackling ist allein auf den Ballträger erlaubt.

als deutscher Nationalspieler, Schiedsrichter und langjähriger Vereinspräsident des Berliner Rugby-Club prägte er den Rugby-Sport wie kein Zweiter. Mit seiner unermüdlichen und prägenden Jugendarbeit, die der BRC bis heute weiterführt, konnten viele Jugendteams zum deutschen Save the Date: Fritz-FeyerhermMeistertitel geführt werden. Gedächtnisturnier Für seinen Einsatz für diesen Tradition hat das Fritz-Feyer- Sport und sein unermüdliches herm-Turnier, das jährlich zum ehrenamtliches Engagement Gedenken an den Rugby-Uni- wurde er 2005 mit dem Bundeson-Spieler und Nationalspieler verdienstkreuz ausgezeichnet. Fritz Feyerherm (1935-2008) vom Rugby-Spielidee BRC veranstaltet wird. Das Turnier mit über 1.000  Jugendlichen Bis zu 15 Spieler stehen auf dem und bis zu 70 teils internationa- Platz, wobei ihre Spielpositiolen Rugby-Mannschaften haben nen sehr speziell sind. Dadurch den BRC weit über die Grenzen finden alle Spieler – auch kleine Deutschlands hinaus bekannt und leichte – ihren Platz in der gemacht. In diesem Jahr findet Mannschaft. es am 3. Oktober ab 13 Uhr und Beim Rugby geht es darum, den am 4. Oktober ab 9 Uhr auf der Gegner zu überwinden und den Sportanlage Jungfernheide statt. Ball ins gegnerische Feld zu traAls Zehlendorfer Lehrer für La- gen. Gelingt dies nicht, darf der tein und Alt-Griechisch arbei- Ball zu einem Mitspieler gepasst tete Fritz Feyerherm am Dah- werden. Aber: Nur nach hinten, lemer Arndt-Gymnasium. U.a. nie nach vorne. – Oder der Ball

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reits 1989 konnte eine deutsche Vize-Meisterschaft gewonnen werden, noch arbeiten die Jungs am Meistertitel. Die Erfolge der BRC-Jugendmannschaften sind hingegen zahlreich, 50 Meistertitel sind die nächste Benchmark. Hier zeigt sich die erfolgreiche Jugendarbeit, aus der etliche Nationalmannschaftsspieler hervorgegangen sind. Und auch wenn die Zahl der männlichen Spieler beim BRC überwiegt, ist Rugby auch Frauensport: Im BRC spielen sie bis in die U16 in

gemischten Mannschaften oder in Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen. Vom gemeinnützigen BRC e. V. werden stets Sponsoringpartner und Förderer gesucht, um weitere erfolgreiche Jugendarbeit und Sportförderung leisten zu können.

Archiv BRC

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Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Foto: BRC

Jubiläumsfoto von 1956 BRC-Mannschaft: Fritz Feyerherm (5. stehend v.l.).

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des Vereins sind Jugendliche. So kann der BRC durchaus als Jugendverein bezeichnet werden. Die Jugendlichen lernen hier „spielerisch“ neben Teamgeist auch Toleranz und Solidarität. Ein wichtiger Erfolgsbaustein des BRC ist das Ehrenamt; ein Gedanke, den der Verein immer weiter trägt, denn: Noch aktive ältere Spieler werden häufig Trainer und coachen meist im Doppelgespann jüngere. Dabei zählt neben der Trainerlizenzierung und -weiterbildung besonders die hohe menschliche Qualifikation. – Ein gelungenes Konzept, das den BRC deutschlandweit auszeichnet. Mit dem steten Anspruch, in der obersten Liga zu spielen, gelingt ihm dies als einzigem Berliner Verein seit Jahren. – Wer 1. Bundesliga spielen möchte, kommt zum BRC. Be S -MONEY TE

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Hoffnung für Tiergehege Volkspark Jungfernheide Landschaftspflegeverband Spandau als neuer Träger am Start Noch ist es still auf dem im Volkspark Jungfernheide dicht am Parkeingang Heckerdamm  274 gelegenen Gehege und Streichelzoo der ehemaligen „Erlebniswelt Tier und Natur.“ Deren frühere gemeinnützige Träger der Jugendhilfe und Bildung, die ajb GmbH und abw gGmbH, hatten 2025 aufgegeben, weil sie in Kooperation mit dem Bezirksamt Charlottenburg die Kosten für Tierhaltung und anstehende Renovierungsarbeiten nicht mehr hatten aufbringen können. Sparpläne und Bürokratie zwangen ihre Projektarbeit mit Langzeitarbeitslosen und psychisch Beeinträchtigten nach 10 Jahren schließlich in die Knie und bedeuteten so das vorläufige Aus für die Erlebniswelt Tier und Natur. Die Tiere wurden auf andere Quartiere verteilt, zurück blieben enttäuschte Kinder, Natur- und Tierfreunde.

Laufenten, auch sie gehörten einmal zum Tiergehege im Volkspark Jungfernheide. Doch nun ist der Landschaftspflegeverband Spandau e. V. als neuer gemeinnütziger Träger am Start,

Thomas Hartl, Geschäftsführer LPV Spandau e. V. (l.) , und Bezirksstadtrat Simon Hertel bei der Vertragsunterzeichnung. � Foto: BACW der die Liegenschaft der ehema- engagierter Träger am Start, der ligen „Erlebniswelt Tier und Natur“ – beheimatet im nahen Gatow – übernimmt und das fröhliche beispielsweise mit seinem EinGeschnatter und Geblöke auf satz in der Naturschutzstation das Gelände zurückbringen will: Hahneberg als pädagogischer Am 30. Juli 2026 unterschrieben Mittler zwischen Natur und Thomas Hartl, Geschäftsführer Mensch bereits bewiesen hat, des Landschaftspflegeverband wie Jung und Alt im BegegSpandau e. V. (LPV Spandau), und nungsort Natur erfolgreich an Bezirksstadtrat Simon Hertel den Naturschutz und Landschaftsneuen Nutzungsvertrag für das pflege herangeführt werden Gelände. können. Außerdem zeigt der LPV, wie Tierhaltung mit SchaGute Aussicht für fen, Ziegen und Hühnern sogar Wiederbelebung von in der Großstadt funktioniert. In Streichelzoo und Tiergehege rund 350 jährlichen LPV-VeranMit dem LPV Spandau steht ein staltungen und mit der Naturmit Naturschutz und Umwelt- schutzstation Hahneberg – eine bildung ebenso erfahrener wie der sieben Berliner UmweltstätImpressum

ten – an seiner Seite vermittelt er dieses Wissen praktisch und sozial verträglich. Geschäftsführer Thomas Hartl blickt optimistisch in die Zukunft des heute noch verwaisten Geländes im Jungfernheider Volkspark und fasst als Wiedereröffnungstermin Frühjahr 2027 ins Auge. Er erklärt nach einem ersten fachlichen Treffen auf dem Gelände im Jungfernheidepark: „Das Außengelände sieht gut aus. Durchaus vorstellbar, hier wieder einen Streichelzoo bzw. Schafe, Ziegen und Gänse anzusiedeln. Als erster Schritt aber stehen für uns umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen der Gebäude an.“ Er selbst, staatlich geprüfter Natur- und Landschaftsführer, lebt in Charlottenburg und ist seit vier Jahren beim Landschaftspflegeverband Spandau e. V. aktiv dabei. Mit den Bildungsformaten und Angeboten des Vereins, der berlinweit mit Kitas, Schulen, anderen freien Trägern und intensiv mit dem Ökowerk als Operationspartner im Austausch steht und tätig wird, sehen Hartl und Stadtrat Hertel gute Chancen, das Gelände im Jungfernheidepark zum gleichermaßen attraktiven und kostengünstigen Freizeit- wie auch ökologischen Bildungsort in Sachen Tier, Natur und Umwelt für Kinder und Jugendliche im Bezirk und Umgebung kontinuierlich weiter Gazette Wilmersdorf ·  September Nr. 9/2026 ·  46. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Wilmersdorf, Charlottenburg, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

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Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50

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Karl-Heinz Christ ·  redaktion@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88

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Nächste Ausgabe Oktober Nr. 10/2026 · Anzeigen-/Redaktionsschluss 18.09.2026 Erscheinung 08.10.2026

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Wie hier könnten auch im Jungfernheidepark bald wieder Schafe blöken. � zuentwickeln. – Mit Raum für interaktive Begegnungen mit Tier und Natur, und nicht zuletzt zur Stärkung von Naturverbundenheit, ökologischem Wissen und Gemeinschaftssinn.

Landschaftspflegeverband Spandau e. V. – Mittler zwischen Mensch und Natur Der Landschaftspflegeverband entstand 2004 auf Beschluss des Bezirksamt Spandau aus dem damaligen Umwelt- und Grünflächenamt, mit Spandauer Landwirten und Naturschützern. Heute zählt der gemeinnützige

Verein rund 85 Mitglieder, darunter NABU, Firmen sowie Einzelpersonen. Die Mitgliedsgebühr für Einzelpersonen beträgt 36 Euro pro Jahr. Der LPV Spandau agiert als Verein für praktizierenden Naturschutz, zum Erhalt traditioneller Kulturlandschaften sowie für das Naturerleben im Berliner Stadtgebiet und im Umland. Die vier Säulen des Verbandes sind Landschaftspflege, Umweltbildung, Beratung und Natur im Garten. Damit setzt er sich sowohl für den Schutz der Kulturlandschaft und der Lebensräume heimi Fotos: LPV Spandau scher Pflanzen und Tiere, als auch für einen ökologisch wertvollen Hausgarten ein, und holt aktive Landwirte mit ihrer Erfahrung ins Verbandsboot. Darüber hinaus bietet der LPV hochwertige Bildung mit Fokus auf den globalen Klimawandel und die Übernutzung natürlicher Ressourcen sowie auf den Verlust biologischer Vielfalt. Er thematisiert über Veranstaltungen und Projekte im Kontext der 17 globalen Entwicklungsziele der UN (SDG) und inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit die Gebiete Ressourcenschonung, Zukunfts fähigkeit, lokales und globales Wirtschaften und Partizipation ebenso wie Lebensstil und Ethik. Weitere Informationen zu Verband und Mitgliedschaft unter www.lpv-spandau.de Wer die Arbeit des Verbands und damit auch Zukunft und Nachfolgeprojekt der ehemaligen „Erlebniswelt Tier und Natur“ fördern möchte, kann dies über Spenden an den Verband: Spendenkonto des LBV Spandau e. V. IBAN: DE55 4306 0967 1288 6910 00 � Jacqueline Lorenz

„Pink*Zone“ für schnelle Hilfe Pilotprojekt an Berliner U-Bahnhöfen

Die Notrufsäule ist dank der „Pink*Zone“ besser erkennbar. � Foto: BVG, Florian Bündig

eine direkte Sprech- und Videoverbindung zur Sicherheitsleitstelle herzustellen. Die dortigen Mitarbeiter können die Situation über Kameras bewerten, direkt Unterstützung anfordern und bei Bedarf Videodaten sichern. Das Projekt wird auf den U-Bahnhöfen Alexanderplatz, Kurfürstenstraße, Britz-Süd sowie Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße getestet. Um herauszufinden, welche visuelle Gestaltung im Alltag am besten hilft, werden unterschiedliche Farb- und Designkonzepte erprobt.

Fahrgäste können mitentscheiden Wer auf den Berliner U-Bahnhö- lotprojekt zunächst auf ausge fen Hilfe sucht, soll die Notrufsäulen künftig schneller im Blick haben. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) testen dafür ab sofort auffällige Markierungen auf dem Boden und an den Wänden rund um diese Säulen. Unter dem Namen „Pink*Zone“ läuft das Pi wählten Stationen an.

Hilfspunkte besser erkennen Die farbigen Markierungen sollen sicherstellen, dass die Hilfspunkte selbst im dichten Gedränge sofort erkennbar sind. Ein Knopfdruck an der Säule genügt, um

Die Nutzer der U-Bahn haben vor Ort die Möglichkeit, die verschiedenen Gestaltungsvarianten zu bewerten. Über einen QR-Code auf den Plakaten an den Stationen kann eine Rückmeldung abgegeben werden. Dieses Feedback soll direkt in die Auswertung

des Vorhabens einfließen. Laut dem Verkehrsunternehmen soll die optische Hervorhebung die bestehende Sicherheitsinfrastruktur, zu der rund 570 Notrufsäulen im Netz gehören, sinnvoll ergänzen.

Rückgang bei den Straftaten Der Testlauf fällt in eine Phase sinkender Kriminalitätszahlen im Berliner Nahverkehr. Nach einem Rückgang im Vorjahr verzeichnete das Landesunternehmen auch im ersten Halbjahr 2026 eine rückläufige Tendenz bei den registrierten Straftaten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl der Delikte insgesamt um rund 16 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Taschendiebstählen mit einem Minus von rund 31 Prozent aus. Auch die erfassten Körperverletzungen (minus 14 Prozent) und Sexualdelikte (minus 5 Prozent) gingen zurück.

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Bezirksgeschichte entdecken Der Tag des offenen Denkmals am 12. und 13. September Einmal im Jahr öffnen sich Türen, die für die Öffentlichkeit meist verschlossen bleiben. Am zweiten Septemberwochenende lädt der bundesweite Tag des offenen Denkmals dazu ein, historische Orte neu zu entdecken. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Auch in Charlottenburg-Wilmersdorf können Geschichtsinteressierte vieles erkunden. Einige Stationen im Bezirk konzentrieren sich auf Mobilität und Kultur, andere erzählen von den ländlichen Anfängen des Bezirks über moderne Großstadtarchitektur bis hin zu den prachtvollen Wohnsitzen prominenter Persönlichkeiten im Grunewald.

Im Ackerbürgerhaus an der Wilmersdorfer Straße steht für Kinder und Jugendliche ein Parcours bereit.

Renaissance-Theater

Wildnis und Eisenbahngeschichte Das ehemalige Bahngelände am Westkreuz bietet eine Mischung aus unberührter Natur und Industriegeschichte. Ausgangspunkt einer historischen Spurensuche ist ein Gemälde der „Eisenbahnmeisterei Charlottenburg“ aus dem Jahr 1934. Der Rundgang führt zu den verborgenen Relikten des Geländes: Entdeckt werden können die Stützmauer des einstigen Rundlokschuppens, ein historischer Hektometerstein, alte Gleise im Pionierwäldchen sowie Ruinen und Prellböcke. Zudem wird erläutert, wie Teile dieses Areals als Denkmal geschützt und über einen erhöhten Weg als Erholungsfläche zugänglich gemacht werden sollen. Da der Weg durch eine Brache führt, sind festes Schuhwerk und Vorsicht erforderlich. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Führungen: Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 10 Uhr. Treffpunkt: Vorplatz, Rönnestraße 28. Anmeldung: Telefonisch unter 030-868 70 86 54 (Anrufbeantworter).

Art déco im Renaissance-Theater Erbaut in den Jahren 1901 bis 1902 als Vereinshaus, gestaltete der Architekt Oskar Kaufmann das Gebäude in der Knesebeckstraße 100 in den Jahren 1926/27 zum Renaissance-Theater um. Bis heute ist die Raumgestaltung im

haus an der heutigen Wilmersdorfer Straße 18 wurde um 1723 errichtet und überstand sowohl die Modernisierungswellen der Gründerzeit als auch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. An der Holzbalkenkonstruktion mit ihrer Lehm-Stroh-Ausfachung lässt sich die ursprüngliche Bauweise der Charlottenburger Altstadt nachvollziehen. Kinder und Jugendliche können das Denkmal bei einem ruhigen Parcours mit allen Sinnen – durch Hören, Riechen und Tasten – spielerisch entdecken. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag jeweils von 15.30 Uhr bis 19 Uhr.

Der WOGA-Komplex

Mahnmal „Gleis 17“ Stil des Art déco weitgehend er- ker Walther Rathenau, dem Rehalten. Wer sich für die bauliche gisseur Friedrich Wilhelm MurEntwicklung und die Theater- nau und dem Kritiker Alfred Kerr. geschichte interessiert, kann an Auch die Arbeit der Architekten einer der Führungen am Sonn- dieser Villen wird thematisiert. tag um 12 Uhr oder um 14 Uhr Der Rundgang endet am S-Bahnteilnehmen. Der Treffpunkt ist hof Grunewald, wo das Mahnmal am Entenbrunnen vor dem The- „Gleis 17“ an die Deportationen ater. Anmeldung erforderlich bei während des Nationalsozialismus erinnert. Führung: Samspresse@renaissance-theater.de. tag um 11 Uhr. Treffpunkt: Wird Architektur im Grunewald bei der Anmeldung unter petra. Die Villenkolonie Grunewald ist fritsche@magenta.de bekannt bekannt für ihre großzügigen gegeben. Villen. Hinter den Fassaden verParcours für Kinder bergen sich oft bewegende Leund Jugendliche bensgeschichten. Ein geführter Spaziergang widmet sich den An der Ecke Wilmersdorfer Straße Biografien berühmter früherer und Haubachstraße steht eines Bewohner wie dem Schriftsteller der ältesten Gebäude des Bezirks. Lion Feuchtwanger, dem Politi- Das eingeschossige Ackerbürger Der WOGA-Komplex an der Cicerostraße, erbaut 1932 nach Plänen des Architekten Erich Mendelsohn, gilt als Meilenstein der Berliner Moderne. Seit den 1980er-Jahren steht das Ensemble unter Denkmalschutz, Mitte der 1990er-Jahre wurde auch die zugehörige Tennisanlage einbezogen. Die Führungen am Wochenende beleuchten nicht nur die städtebauliche Bedeutung dieser Anlage, zu der auch das Gebäude der heutigen Schaubühne gehört. Diskutiert wird dabei auch die Frage, wie sich der Schutz eines solchen Denkmals im Spannungsfeld zwischen privaten Investoreninteressen und städtischer Politik behaupten kann. Führungen: Samstag und Sonntag, jeweils um 11 Uhr und um 15  Uhr. Treffpunkt: Cicerostraße 63 (hinter der Schaubühne). Weitere Informationen und alle Angebote am Tag des offenen Denkmals unter https:// denkmaltag.berlin.de.