Wannsee
Zehlendorfs Exklave in der DDR
14. August: Kostenlose Stadtführung durch Steinstücken

18.06.2026: Wer heute durch Steinstücken spaziert, sieht ein kleines, beschauliches Wohngebiet. Während des Kalten Krieges war dieser Ort jedoch Schauplatz einer der ungewöhnlichsten Situationen im geteilten Berlin. Eine kostenfreie Stadtführung am Freitag, 14. August 2026, lädt dazu ein, die Geschichte dieser ehemaligen Exklave zu erkunden.
Die historische Besonderheit von Steinstücken begann im Jahr 1920 mit der Gründung von Groß-Berlin. Damals wurde die kleine Siedlung offiziell dem Bezirk Zehlendorf zugeordnet – obwohl sie räumlich komplett von Brandenburger Gebiet umschlossen war und somit eine Exklave bildete. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde der Ort zur isolierten Insel: Die rund 200 Bewohner waren plötzlich durch Grenzanlagen vom Westteil der Stadt abgetrennt. Erst ein mühsam ausgehandelter Gebietsaustausch im Jahr 1972 ermöglichte den Bau einer schmalen, von Mauern gesäumten Verbindungsstraße nach Kohlhasenbrück, was die schwierige Situation, dass bei der Fahrt DDR-Kontrollen passiert werden mussten, beendete.
Die Führung unter der Leitung von Armin A. Woy begibt sich auf eine Spurensuche durch den Ortsteil und seine Umgebung. Dabei werden die damaligen Lebensumstände der Bewohner sowie die Ereignisse rund um die Teilung Berlins anschaulich beleuchtet.
Der Rundgang beginnt um 18 Uhr. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Griebnitzsee am Ausgang Prof.-Dr.-Helmert-Straße. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.



