Wannsee Journal - August/September 2026

Journal für Wannsee und Umgebung

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Wannsee Journal für Wannsee und Umgebung

Verfall im Welterbe Der traurige Zustand der Teufelsbrücke im Glienicker Park

August/September · Nr. 4/2026

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Wannsee Journal

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Wannsee Journal

Verfall im Welterbe

Impressum Wannsee Journal

16. Jahrgang

Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50

Der traurige ­Zustand der Teufelsbrücke im Glienicker Park

Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de

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© Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Wannsee Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Oktober/November Nr. 5/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 03.09.2026 Erscheinung: 01.10.2026

Am oberen Ende der Teufelsschlucht steht ein Steinkreuz.

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Wannsee Journals

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Heilandskirche. Doch wendet man sich landeinwärts, endet die Postkartenidylle auch schon. Hinter einem lückenhaften Bauzaun sind die von Unkraut und Gehölz überwucherten Reste eines Mauerwerks zu sehen. Es ist alles, was von der Teufelsbrücke –Teil des UNESCO-Welterbes Glienicker Park – übrig geblieben ist.

Brückenbau im Geiste der Romantik Dabei war die Brücke von Anfang an als Ruine geplant – allerdings eher im Sinne eines Kunstwerks. Im Jahr 1838 erteilte Prinz Carl von Preußen, der dritte Sohn von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise, den Auftrag für das Bauwerk. Der Entwurf stammte von Ludwig Persius,

Überreste des UNESCO-Welterbes.

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einem engen Mitarbeiter und Schüler des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel. Persius schuf die rund zwölf Meter lange Brücke im Zeitgeist der Romantik. Es war modern, künstliche Ruinen in Landschaftsgärten zu integrieren, um Historie darzustellen. Als loses Vorbild diente die damals weithin bekannte Teufelsbrücke über die Schöllenen in der Schweiz. Persius ließ eine künstliche Felsenschlucht anlegen und errichtete eine Brücke, die den Anschein des Verfalls erweckte: Zwei massive Kalksteinbögen wurden durch einen hölzernen Steg aus Knüppelholz ergänzt. Das erweckte den Eindruck eines provisorisch reparierten, uralten Bauwerks. Unter der Konstruktion rauschte ein kleiner Wasserfall

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Die Steine des früheren Pfeilers warten auf den Wiederaufbau.

über Kaskaden herab, der sich aus malerischen Felsenteich etwas oberhalb der Brücke speiste.

setzt: Die steinernen Bögen und der provisorisch anmutende Holzsteg kehrten zurück.

Wandel der Ideologien

Katastrophe von 2009

Im Dritten Reich stieß die Idee einer absichtlich unvollkommenen Ruine auf Missfallen. Im Streben nach baulicher Perfektion ließ man das originale Holzprovisorium abreißen und durch eine geschlossene, ordentliche Steinbrücke mit vier Bögen ersetzen. Erst nach der Wiedervereinigung besann man sich wieder auf die historischen Pläne von Persius und dem Gartenkünstler Peter Joseph Lenné. Im Jahr 1992 wurde die Teufelsbrücke aufwendig in ihren romantischen Originalzustand zurückver Das jähe Ende dieser Rekonstruktion kam im Herbst 2009. Heftige Regenfälle ließen den Wasserstrom so stark anschwellen, dass er das Fundament des mittleren Pfeilers unterspülte. Der Pfeiler brach ein, und Teile der Brücke stürzten ab. Dem Technischen Hilfswerk (THW) gelang es, die Überreste notdürftig zu sichern. Seitdem sind viele Jahre vergangen, in denen an der Teufelsbrücke kaum etwas geschah. Die notdürftig angebrachten Holzbalken, die das verbliebene Mauerwerk stützen sollten, verrotteten im Laufe

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2014 war die Brücke schon gesperrt, aber noch in einem besseren Zustand.

der Jahre und brachen teilweise. Warnschilder künden seit Jahren von Lebensgefahr, während die Natur sich die historische Brücke unaufhaltsam zurückholt.

Einigung im bürokratischen Zwiespalt Dass die Instandsetzung so lange auf sich warten lässt, liegt an mehreren Faktoren. Auf der einen Seite stand das Landesdenkmalamt Berlin, das auf einer originalgetreuen Erhaltung der historischen Bausubstanz bestand. Auf der anderen Seite stand die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Sie argumentierte, dass sich unter den Denkmalschutzvorgaben die

notwendigen Standsicherheitsnachweise statisch nicht erbringen ließen. Die Instandsetzungsarbeiten, die im August 2016 nach jahrelanger Planung kurzzeitig begannen, mussten wegen akuter Einsturzgefahr sofort wieder gestoppt werden. Doch es gibt mittlerweile eine Einigung: Geplant ist ein denkmalgerechter Ersatzneubau, der das historische Erscheinungsbild der Persius-Brücke wahrt, jedoch auch die notwendigen statischen Standsicherheitsnachweise berücksichtigt. Wann dieser Wiederaufbau erfolgen kann, steht in den Sternen. In Berlin warten zahlreiche wichtige Verkehrsbrücken auf die Sanierung. Wann Kapazitäten für ein Projekt wie die Teufelsbrücke vorhanden sind, ist noch nicht absehbar. ◾

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Neues Tor zum Welterbe

Historischer Wirtschaftshof am Schloss Glienicke wird Besucherzentrum

So soll das künftige Ensemble aussehen. �

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m Schloss Glienicke hat ein neues Kapitel begonnen. Am 20.  Mai 2026 starteten Bauarbeiten am denkmalgeschützten Wirtschaftshof. Wo früher Pferde untergebracht waren und Hofbedienstete arbeiteten, entsteht in den kommenden Jahren ein zentrales Besucherzentrum für das UNESCO-Welterbe. Das markante Ensemble aus Turmgebäude, Remise und ehemaliger Konditorei wurde einst vom Architekten Ludwig Persius entworfen. Nun wird es im Auftrag der landeseigenen Grün Berlin GmbH umfassend instand gesetzt. In einem ersten Schritt werden nachträglich eingezogene Wände und alte technische Installationen entfernt, um die

Visualisierung: bloomimages Berlin GmbH

historischen Raumstrukturen wieder freizulegen. Besonders das Turmgebäude soll künftig als zentraler Empfangs- und Ausstellungsbereich dienen. Das neue Zentrum wird künftig als erste Anlaufstelle für Gäste, die sich über die umliegenden Parks und Schlösser wie die Pfaueninsel, das Marmorpalais oder das Schloss Babelsberg informieren möchten. Auch die Geschichte der deutschen Teilung und des Berliner Mauerwegs soll hier thematisiert werden. Für eine Pause beim Ausflug wird ebenfalls gesorgt: Im Innenhof des Ensembles ist eine saisonale Außengastronomie mit rund 60 Sitzplätzen geplant. Die ehemalige Remise soll Ser vicebereiche aufnehmen, während in der alten Konditorei zusätzliche Ausstellungs- und Bewirtungsflächen entstehen. Zudem wird die gesamte Anlage barrierefrei gestaltet und technisch modernisiert, unter anderem durch den Einbau einer umweltschonenden Wärmepumpe. Das Bauprojekt hat ein Gesamtvolumen von rund 11,66  Millionen Euro. Der Großteil davon – rund 90 Prozent – wird durch Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) finanziert. Bis das neue Eingangsportal vollständig genutzt werden kann, ist noch etwas Geduld gefragt: Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für das Jahr 2029 geplant.� ◾

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Gesundheit Wannsee Journal

Gedenktafel vor Welle-Poseidon Ruderclub enthüllt Gegen das Vergessen – für Toleranz und Menschlichkeit

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in fröhliches Sommerfest war es, das am 7. Juni 2026 gemeinsam von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e. V. (GCJZ) und dem Berliner Ruder Club Welle-Poseidon e. V. am Ufer des Großen Wannsee stattfand. Gute Gespräche zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Menschen bei koscherem Wein, süßen und herzhaften Leckereien beherrschten das sonntägliche Bild, das musikalisch von den heiteren Klängen der Musiker von Rosenthal&Friends abgerundet wurde.

Doch auch dem Erinnern an jene Nazi-Tage, in denen so etwas alles andere als selbstverständlich gewesen wäre, wurde Raum ge Sponsor Heinz Rothholz (Mitte) mit Metallkünstler Bernd M. Helmich und Vertretern der Vereine Ruderclub Welle-Poseidon und GCJZ.

geben: Höhepunkt des Festes war die Enthüllung der vom Berliner Metallkünstler Bernd M. Helmich gestalteten, einem Stolperstein nachempfundenen Gedenktafel am Eingang des Ruderclubs. Wo bis dato eine stark in die Jahre gekommene Tafel ein eher unbeachtetes Dasein gefristet hatte, erstrahlt nun die neue Messingtafel erinnernd und mahnend zugleich. Sie erinnert mit ihrer Inschrift „an die jüdischen Mitglieder, die durch den nationalsozialistischen Terror umgebracht oder

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Wannsee Journal zur Auswanderung gezwungen wurden“. Gleichzeitig hebt die Tafel aber auch die bewiesene Zivilcourage des Rudervereins hervor, der damals unbeirrt seinen Weg des Widerstandes gefunden hatte und damit bis heute zu Toleranz und Menschlichkeit aufruft und verpflichtet. Die Enthüllung begleiteten Vorstandsvertreter beider Vereine sowie Künstler Helmich – und GCJZ-Kuratoriumsmitglied Heinz Rothholz, dem der besondere Dank aller gilt: Hat er doch die Finanzierung der Gedenktafel übernommen und damit ein wichtiges Zeichen gegen Ausgrenzung und Antisemitismus gesetzt. Für den musikalisch feierlichen Hintergrund der Enthüllung sorgte der beeindruckende Auftritt des Hebräischen Chor Berlin e. V. . Der Welle-Poseidon e. V. – einer der ältesten Berliner Rudervereine – wurde 1894 gegründet. 1933 kam der erzwungene Austritt aus allen Fachverbänden sowie das Verbot der Teilnahme an öffentlichen Regatten. Der von der Jugendabteilung gewonnene Doppelvierer „Havel“ musste zurückgegeben werden. 1936 musste sich der Club auf Ver Blick vom Welle-Poseidon-Vereinshaus auf den Großen Wannsee. �

anlassung der Gestapo in „Jüdischer Ruderclub Welle-Poseidon“ umbenennen, drei Jahre später folgte die Zwangsauflösung. Trotz des hohen Drucks hatten die christlichen Mitglieder zuvor abgelehnt, sich von ihren jüdischen Kameraden zu trennen. Sie beschlossen ihrerseits, den Verein zu verlassen, um den jüdischen Mitgliedern den stark eingeschränkten Ruderbetrieb zu erhalten, wären die jüdischen Mitglieder doch nirgendwo mehr aufgenommen worden. In der Folge wurde ihnen der Sportbetrieb jedoch ganz untersagt. Bereits 1946 gründetet sich der Club neu aus nach dem Krieg wieder zueinander gefundenen Ruderkameraden. Die Gesellschaft für Christlich Gardinenservice

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Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e. V. (GCJZ) wurde am 24. November 1949 gegründet. Sie setzt sich bis heute dafür ein, das Verständnis, die Zusammenarbeit und den religiösen Dialog zwischen Juden und Christen zu fördern. Neben der religiösen Basis sieht die GCJZ ihre Aufgabe auch darin, aktuelle gesellschaftliche Probleme anzusprechen und gegebenenfalls gegenzusteuern. Gründe und Möglichkeiten sich zu engagieren, gibt es auch heute viele – das erfolgreiche Sommerfest beider Vereine mit Gedenktafeleinweihung war ein Beispiel mehr dafür. Siehe auch www.welle-poseidon. de und www.gcjz-berlin.de� ◾ � Jacqueline Lorenz

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Wannsee Journal

Zuflucht vor der Hitze

Kühle Räume im Bezirk bieten Schutz an heißen Tagen

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er Sommer bringt wieder hohe Temperaturen nach Steglitz-Zehlendorf. Was für viele nach idealem Ausflugsund Ferienwetter klingt, bedeutet für den menschlichen Körper – insbesondere bei Babys, Kleinkindern, aber auch Senioren – eine erhebliche Belastung, vor allem, wenn das Thermometer

Hitzekarte Steglitz-Zehlendorf 2026 Hitzebelastung: Geoportal Berlin: Bewertungsindex Physiologisch äquivalente Temperatur (PET) um 14 Uhr in °C, Umweltatlas: Klimaanalysekarten 2022, Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0 – Trinkbrunnen: Berliner Wasserbetriebe und OpenStreetMap – Kostenloses Trinkwasser: eigene Recherche auf Basis von atip:tap Refill-Deutschland – Info-Fenster öffnen – Karte zusammengestellt mit uMap Hintergrund: © OpenStreetMap Mitwirkende.

Hitzebelastung an Sommertagen ■ Extrem stark (über 41 °C) ■ Stark/Hitzestress (35°C) ■ Moderat (29°C) ■ Leicht (unter 29°C)

Kirche am Stölpchensee

die Grenze von 30 Grad Celsius überschreitet. Um den Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk Abkühlung zu verschaffen, stehen bei extremer Wärme spezielle Zufluchtsorte offen.

Kirchen öffnen als kühle Zufluchtsorte Wer unterwegs ist und eine Pause von der Sonne benötigt, kann auf das Angebot von zwei Kirchengemeinden im Bezirk zurückgreifen. Die Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz und die Pauluskirche in Zehlendorf öffnen bei einer offiziellen Hitzewarnung ihre Türen. Jeweils von 14  Uhr bis 18  Uhr stehen die kühlen Kirchenräume offen. Vor Ort werden die Gäste von

Johanneskirche Schlachtensee

ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Kirchengemeinden sowie des Regionalverbands Berlin Südwest des ArbeiterSamariter-Bundes (ASB) betreut. Beide Gebäude sind barrierefrei zugänglich, verfügen über Toiletten und bieten kostenloses Trinkwasser an. Bezirksstadträtin Carolina Böhm

Pauluskirche

betont die Notwendigkeit solcher Angebote. Zwar freue man sich über sonnige Sommertage, doch Temperaturen über 30 Grad Celsius seien eine körperliche Herausforderung.

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Wannsee Journal Böhm appelliert an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein, die Mittagssonne zu meiden und ausreichend Wasser zu trinken.

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auch kostenlose Trinkwasserstandorte und Trinkbrunnen verzeichnet sind. Außerdem bietet das Portal noch viele weitere Informationen.

Markuskirche

Spätabendstunden, tagsüber sollten die Fenster abgedunkelt werden. Auf Mitmenschen achten: Ein kurzer Anruf oder ein Besuch bei älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Nachbarinnen und Nachbarn kann an Hitzetagen eine wichtige Unterstützung sein.

Gutshaus Lichterfelde

Weitere kühle Räume gesucht Einfache Schutzmaßnahmen Dorfkirche Giesensdorf

Orientierung mit der Hitzekarte Für die Suche nach Abkühlung im Alltag hilft ein Blick auf den Hitzeschutzplan www.berlin. de/-ii1562543 des Bezirks. Dort kann die digitale Hitzekarte heruntergeladen werden, auf der neben weiteren kühlen Räumen

Ergänzend dazu können einfache Maßnahmen im Alltag helfen, gesund durch die heißen Tage zu kommen: Ausreichend trinken: Regelmäßiger Konsum von Wasser oder ungesüßtem Tee hält den Kreislauf stabil. Hitze meiden: Anstrengende Aktivitäten sollten nicht in die heißesten Stunden des Tages gelegt werden. Wohnräume kühl halten: Lüften empfiehlt sich nur in den kühlen Morgen- oder

Das Berliner Hitzeschutzportal www.berlin.de/hitzeschutz bietet über diese Tipps hinaus weitere Informationen und stellt den landesweiten Hitzeaktionsplan bereit. Um das Netz an Zufluchtsorten in SteglitzZehlendorf und ganz Berlin auszuweiten, sucht das Portal nach weiteren Partnern. Einrichtungen und Organisationen, die geeignete, kühle Räume für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchten, können sich über ein Kontaktformular auf der Plattform melden. ◾

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Max Liebermann, Blumenbeet im Wannseegarten mit Blick auf den Fischotterbrunnen, 1919, Pastell auf Velin, Privatbesitz

Liebermanns Welt in Pastell

Selten ausgestellte Werke des Künstlers

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m Sommer widmet sich die Liebermann-Villa einer Facette im Schaffen Max Liebermanns, die der Öffentlichkeit bisher eher selten begegnet. Bis zum 21. September 2026 präsentiert das Museum unter dem Titel „Im Fokus. Liebermanns Pastelle“ eine Auswahl an Werken, die vor allem durch ihre Farbkraft auffallen. Es ist die erste reine Pastellausstellung des Künstlers seit rund 100 Jahren.

wie etwa Darstellungen seiner Enkelin als Kleinkind, gehören zur Auswahl. Für das Museum ist die Ausstellung zugleich ein doppelter Anlass zur Freude: Die Liebermann-Villa feiert 2026 ihr 20-jähriges Bestehen als öffentlich zugänglicher Ort. Das Projekt wurde von der wissenschaftlichen Volontärin und Kuratorin Sophia Peix als Abschlussprojekt erarbeitet.

Arbeit auf Reisen

Zeichnen im Freien

Max Liebermann (1847 – 1935) wandte sich ab den späten 1880er-Jahren der Pastellkreide zu. Da das Material leicht zu transportieren war, eignete es sich gut für das Arbeiten im Freien und auf Reisen. Im Gegensatz zu seinen Ölgemälden hielt Liebermann im Pastell flüchtige Eindrücke unmittelbar fest. Er verwischte die Kreide häufig mit Fingern und Händen, um weiche Übergänge und dichte Farbflächen zu erzeugen.

Besucherinnen und Besucher können den Bezug zwischen Natur und Kunst direkt vor Ort nachvollziehen. Während im Garten die Blumen blühen, spiegeln die Ausstellungsräume die sommerliche Farbwelt auf dem Papier wider. Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Zeichenkurse unter freiem Himmel an, bei denen Interessierte die Technik des Pastellzeichnens selbst ausprobieren können.

Liebermanns Lebensstationen

Begleitprogramm

• ab 13. August:„Abendatelier“ – Pastellzeichenkurs Die gezeigten Arbeiten stammen zu einem großen en plein air Teil aus Privatbesitz und werden nur selten öffent- • 28. August und 20. September, 11 Uhr: Familienlich ausgestellt. Inhaltlich schlägt die Ausstellung workshop „Gartenstudio: Sommer in Pastell“ eine Brücke zu Liebermanns Lebensstationen. Zu • Führungen durch die Ausstellung sehen sind Küstenmotive aus den Niederlanden, Weitere Informationen unter www.liebermann-villa. Berliner Stadtszenen aus dem Tiergarten sowie An- de. sichten aus dem Garten der Wannsee-Villa selbst. Liebermann-Villa am Wannsee, Colomierstraße 3, Auch persönliche Einblicke in sein Familienleben, 14109 Berlin ◾

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Klangvoller Spätsommer

Vielseitiges Konzertprogramm in der Baptistenkirche

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lassikbegeisterte können sich auf ein abwechslungsreiches Kulturprogramm im Spätsommer freuen. Die Konzerte am Schloss Glienicke, die zur Zeit in der Baptistenkirche am Immanuel Krankenhaus Wannsee in der Königstraße 66 stattfinden, präsentieren im August und September Musiker sowie Solisten namhafter Berliner Orchester mit einem breiten Spektrum von der Klassik bis zur Moderne.

Klavier und Holzbläser Den Auftakt im August machen das Anamyktos Trio des Deut Die Baptistenkirche in Wannsee lädt zu klassischen Konzerten ein.

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Wannsee Journal schen Symphonie-Orchesters (DSO) und die Pianistin Chieko Yokoyama-Tancke am 1. und 2.  August 2026 mit Klavierquartetten von Mozart und Reinecke. Am darauffolgenden Wochenende (8. und 9. August 2026) übernimmt das Berlin Woodwind Trio die Bühne mit Holzbläserstücken unter anderem von Poulenc und Debussy. Liebhaber des anspruchsvollen Klavierspiels kommen Mitte des Monats auf ihre Kosten: JiYeoun You widmet sich am 15. und 16. August 2026 bekannten Sonaten von Ludwig van Beethoven, während Alexander Malter am 22. und 23. August 2026 Werke von Rachmaninow und Chopin interpretiert. Zum Monatsende, am 29. und 30. August 2026, laden Michael und Mari na Kaljushny zu einer musikalischen Reise durch Frankreich ein – von Camille Saint-Saëns bis hin zu den weltberühmten Chansons von Edith Piaf.

Oboe bis Streichquartett Auch der September bietet wöchentlich Konzerte auf hohem Niveau. Den Anfang machen Friedrich Thomas mit einer „Wiener Melange“ am 5. und 6. September 2026 sowie Julian Becker mit einer Epochenreise von Scarlatti bis Prokofjew am 12. und 13.  September 2026. Unter dem vielversprechenden Titel „Was Sie vermutlich nicht kennen, aber schon immer hören wollten“ präsentiert Martin Kögel vom DSO zusammen mit

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Musikerkollegen am 19. und 20. September 2026 Werke rund um die Oboe. Das letzte Septemberwochenende beschließt die Reihe mit zwei Höhepunkten: einem Klavierabend von Boris Schönleber am Samstag, 26.  September 2026, sowie einem gemeinsamen Konzert des Streichquartetts des RundfunkSinfonieorchesters Berlin (RSB) und Alexander Malter am Sonntag, 27. September 2026. Die Konzertreihe, die jeweils von 16 bis 18  Uhr stattfindet, bietet eine gute Gelegenheit, bekannte Meisterwerke und verborgene Raritäten in stimmungsvollem Rahmen neu zu entdecken. Weitere Informationen und Kartenverkauf unter www.konzerte-schlossglienicke.de.� ◾

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Der neue Super-Ferien-Pass ist da

Coupons, Verlosungen und Schwimmbadeintritt für nur neun Euro

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ünktlich zur warmen Jahreszeit gibt es für Berliner Familien wieder ein beliebtes Angebot: Der neue „Super-Ferien-Pass“ (www. jugendkulturservice.de/de/ ferien-und-familienzeit/superferien-pass) für das Schuljahr 2026/27 ist ab sofort erhältlich. Für einmalig neun Euro bietet er jungen Berlinerinnen und Berlinern an rund 100 Ferientagen zahlreiche Vergünstigungen und kostenfreie Aktivitäten in

der Hauptstadt und der Region. Das Angebot richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 18 Jahre, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Laut Herausgeber JugendKulturService, umfasst das GutscheinHeft in diesem Jahr mehr als 500  Preisvorteile, die sich auf drei verschiedene Bereiche verteilen. Ein zentraler Bestandteil für die Sommerzeit ist die integrierte Badekarte. Mit ihr können Pass­

inhaber an jedem Ferientag einmal kostenlos ein Schwimmbad der Berliner Bäder-Betriebe besuchen. Zudem enthält das Heft zahlreiche Coupons, die direkt vor Ort eingelöst werden können. Dazu gehören unter anderem freier Eintritt in den Zoo und den Tierpark (für Kinder bis einschließlich 15 Jahre), in das Museum für Naturkunde, den Botanischen Garten sowie kostenfreie Besuche im Renaissance-Theater oder

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Wannsee Gesundheit Journal beim Open-Air-Kino. Auch Rabatte für Sportkurse und kreative Workshops sind enthalten. Zusätzlich zu den festen Coupons bietet der Pass Zugang zu einem Online-Portal, über das Plätze für exklusive und kostenfreie Ferienaktionen verlost werden. Auf dem Programm stehen hierbei unter anderem Bouldern, 3D-Workshops, Probenbesuche in der Staatsoper sowie organisierte Tagesausflüge, wie etwa eine Fahrt in den Hansa-Park. „Viele Familien kaufen den Super-Ferien-Pass nicht nur wegen der Ersparnis“, so Kathrin VölkerKrause vom JugendKulturService. „Er hilft dabei, neue Orte zu entdecken und bringt Ideen für abwechslungsreiche Ferientage. Oft entstehen daraus Ferienabenteuer, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre.“ Da der Pass personengebunden ist, ist er nicht übertragbar. Erhältlich ist der Super-Ferien-Pass an vielen Verkaufsstellen (www.jugendkulturservice.de/ de/ferien-und-familienzeit/super-ferien-pass/ verkaufsstellen) im gesamten Stadtgebiet.� ◾

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Wannsee lädt zum ersten Kurzfilmwettbewerb Die besten Beiträge kommen im KiezKino auf die Leinwand

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egegnungen prägen den Alltag – ob der flüchtige Blick im Bus, das erste Gespräch mit Unbekannten oder das Wiedersehen nach langer Zeit. Das KiezKino Wannsee nimmt dieses vielseitige Thema zum Anlass für ein neues Kulturprojekt: Gesucht werden kurze Filme für das erste Wannsee Kurzfilmfestival, das im Januar 2027 Premiere feiert.

Persönliche Momente Der Wettbewerb richtet sich an alle Altersklassen und Erfahrungsstufen. Unter dem Motto „Begegnungen“ können Arbeiten eingereicht werden, die eine persönliche Geschichte erzählen. Dabei ist nicht die technische Ausstattung entscheidend. Vielmehr stehen die Idee, die Erzählweise und die emotionale Wirkung im Vordergrund. Ob mit dem Smartphone spontan festgehalten oder im Rahmen eines Schulprojekts gedreht – gefragt sind kreative Perspektiven, die berühren oder neue Sichtweisen eröffnen.

Die zehn besten Kurzfilme werden in der Kirche am Stölpchensee gezeigt.

Minderjährige benötigen für die Teilnahme das Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten. Die eingereichten Kurzfilme müssen im Jahr 2026 entstanden sein, eine Länge von einer bis drei Minuten (inklusive Titel und Abspann) aufweisen und in Full-HD-Auflösung (1080p) vorliegen. Pro Person darf ein Beitrag eingereicht werden. Die Filme können ab sofort bis spätestens 15. November 2026 eingereicht werden. Die Rechte an den Werken verbleiben bei den Filmenden.

Autoren, Produzenten, jugendlichen Kreativen, Dramaturgen und Vertretern der Landeskirche – sichtet die Einsendungen und wählt die zehn besten Beiträge aus. Neben der Präsentation vor Publikum auf der Leinwand erwarten die Gewinner Geldpreise, Studio- und Drehset-Besuche sowie Gelegenheiten zum Austausch mit Nachwuchsproduzenten. Die ausgewählten Filme werden am Samstag, dem 23.  Januar 2027, beim Wannsee KurzfilmfesDrei Altersklassen tival gezeigt. Die Veranstaltung und klare Kriterien findet von 11 Uhr bis 24 Uhr in Der Wettbewerb ist in drei Kate- Fachjury und Preise der Kirche am Stölpchensee statt. gorien unterteilt: Kinder von 6 bis Der Einlass beginnt um 11 Uhr. 12  Jahren, Jugendliche von 13 Eine breit aufgestellte Jury – be- Weitere Informationen unter bis 21 Jahren sowie Erwachsene. stehend aus Filmschaffenden, www.wannseefilmfest.de. ◾

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Zehlendorfs Exklave in der DDR

14. August: Kostenlose Stadtführung durch Steinstücken

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er heute durch Steinstücken spaziert, sieht ein kleines, beschauliches Wohngebiet. Während des Kalten Krieges war dieser Ort jedoch Schauplatz einer der ungewöhnlichsten Situationen im geteilten Berlin. Eine kostenfreie Stadtführung am Freitag, 14. August 2026, lädt dazu ein, die Geschichte dieser ehemaligen Exklave zu erkunden. Die historische Besonderheit von Steinstücken begann im Jahr 1920 mit der Gründung von Groß-Berlin. Damals wurde die kleine Siedlung offiziell dem Bezirk Zehlendorf zugeordnet – obwohl sie räumlich komplett von Brandenburger Gebiet umschlossen war und somit eine Exklave bildete. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde der Ort zur isolierten Insel: Die rund 200 Bewohner waren plötzlich durch Grenzanlagen vom Westteil der Stadt abgetrennt. Erst ein mühsam ausgehandelter Gebietsaustausch im Jahr 1972 ermöglichte den

Auf dem Spielplatz wird daran erinnert, dass einst US-Army-Hubschrauber in Steinstücken landeten.

Bau einer schmalen, von Mauern gesäumten Verbindungsstraße nach Kohlhasenbrück, was die schwierige Situation, dass bei der Fahrt DDR-Kontrollen passiert werden mussten, beendete. Die Führung unter der Leitung von Armin A. Woy begibt sich auf eine Spurensuche durch den Ortsteil und seine Umgebung.

Dabei werden die damaligen Lebensumstände der Bewohner sowie die Ereignisse rund um die Teilung Berlins anschaulich beleuchtet. Der Rundgang beginnt um 18 Uhr. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Griebnitzsee am Ausgang Prof.-Dr.-Helmert-Straße. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.� ◾

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Kriminalfälle im Fokus

„Lange Nacht der Museen“ widmet sich dem Thema Verbrechen

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erbrechen und deren Aufklärung faszinieren viele Menschen – so sollen Krimis mittlerweile die Hälfte des Fernsehprogramms füllen. Wer dieser Faszination auf den Grund gehen möchte, hat bei der diesjährigen Langen Nacht der Museen am Samstag, dem 29. August 2026, ausgiebig Gelegenheit dazu. Unter dem Motto „Crime in Berlin“ öffnen 75  Museen in der ganzen Hauptstadt von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts ihre Türen. Die Nacht verspricht so spannende Einblicke in historische und moderne Kriminalfälle.

Impression der letzten Langen Nacht der Museen. �

Foto: Alexander Rentsch

Das Programm beleuchtet das Verbrechen in all seinen Spielarten. Die Besucher können den Ermittlern über die Schulter schauen und erfahren, mit welchen Methoden in der Praxis gearbeitet wird. So wird unter anderem erklärt, was Zollbeamte im Rei segepäck von Urlaubern finden, was Bekennerschreiben über die Absender verraten und wie es gelang, spektakuläre Kunstfälschungen – wie den bekannten Fall Beltracchi – aufzuklären. Der historische Bogen spannt sich weit: Er reicht von biblischen Taten wie Kains Brudermord über politische Morde im Florenz der Medici bis hin zum Schwarzmarkt der Nachkriegsjahre und der modernen Cyberkriminalität. Neben den Ausstellungen und Führungen sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Unterhaltung. Eine MusicalComedy verspricht rasante Verwicklungen, während ver Foto: Alexander Rentsch

schiedene Krimilesungen das Publikum in die Berliner Halbwelt entführen. Wer die Atmosphäre der historischen Berliner Caféhäuser erleben möchte, kann sich bei Charleston und Swing in die Stimmung des legendären „Moka Efti“ zurückversetzen lassen. Mit nur einem Ticket erhalten Interessierte Zugang zu allen 75 teilnehmenden Museen, darunter das Schloss Charlottenburg, das Bröhan-Museum, die Wilhelm-Foerster-Sternwarte und Urban Nation. Das vollständige Programm ist auf der offiziellen Webseite unter www. langenachtdermuseen.berlin abrufbar.� ◾

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