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Alte Dorfkirche wieder eröffnet

Neuer Glanz nach mehrjähriger Sanierung

Nach mehrjähriger Sanierung ist die Alte Dorfkirche wieder geöffnet.
Nach mehrjähriger Sanierung ist die Alte Dorfkirche wieder geöffnet.
Erschienen in Gazette Zehlendorf Juli 2022
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Am 11. Juni wurde die Alte Dorfkirche nach mehrjähriger Restaurierung wieder eröffnet. Den Gottesdienst feierte Alt-Bischof Dr. Wolfgang Huber. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte in der Sanierungsphase die Instandsetzung der Außenwände und des Dachs des Gotteshauses.

Zusammen mit dem heute als Heimatmuseum dienenden alten Schulhaus prägt die 1768 erbaute Kirche den historischen Ortskern. Die Kirche bot mit ihren 300 Sitzen mehr Gläubigen Platz, als der Ort Einwohner hatte. Der achteckige Grundriss erinnert an einige Zentralkirchen des Mittelalters in der Mark Brandenburg. Mitte des letzten Jahrhunderts hatte sich der Außenputz der Kirche soweit gelöst, dass der große Anteil an Feldsteinen im Ziegelmauerwerk sichtbar war, man hatte sie bereits in der Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert verbaut. Daher vermutet man, dass der Architekt der achteckigen Barockkirche aus dem königlichen Baubüro in Potsdam kam. Die Dorfkirche besitzt heute einen Reichtum an Kunstwerken, den sie früher nie besaß. Die Zehlendorfer Dorfkirche zählt zu den ältesten Dorfkirchen Berlins, von denen noch 44 erhalten sind.

Rissschäden am Mauerwerk, eine ungenügende Aussteifung des Dachtragwerks und ein Dachstuhl, der durch teils fehlendes, teils vom Schwamm geschädigtes Gebälk statisch im Bestand gefährdet war, konnten durch die Maßnahmen, etwa die statische Instandsetzung der Außenwände, behoben werden.

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