Gazette Verbrauchermagazin

Neubau an der Uhlandstraße

Bezirk macht den Weg für eine nachhaltige Stadtreparatur frei

Soll umgestaltet werden: Die Ecke Uhlandstraße/Fechnerstraße.  Foto: BACW/Farchmin
Soll umgestaltet werden: Die Ecke Uhlandstraße/Fechnerstraße. Foto: BACW/Farchmin
Erschienen in Gazette Charlottenburg Januar 2022
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Der Straßenzug zwischen Berliner Straße und Fechnerstraße ist noch immer geprägt von Kriegszerstörung und dem Umbau zur autogerechten Stadt in den 70er-Jahren. Vor einer dominierenden Brandwand gibt es lediglich eine eingeschossige, provisorische Bebauung sowie eine stadtunverträgliche Verkehrsschneise.

Jetzt gibt es neue Pläne: Auf dem schmalen Grundstück entlang der Uhlandstraße soll ein sechs- und siebengeschossiges Gebäudeensemble errichtet werden, das mit drei Aufgängen die ortstypische Struktur aufgreift. Die oberen Geschosse sind unterschiedlich stark zurückgesetzt, wodurch eine abwechslungsreiche Gebäudetypologie entsteht. Der Bürgersteig Uhlandstraße wird mit einer belebten und hellen Arkade überbaut. Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen für die Rückkehr der bereits jetzt dort ansässigen Gastronomie vorgesehen.

In dem Neubau sind insgesamt 122 Wohnungen geplant. Davon werden 35 Wohnungen nach den Wohnbauförderungsbestimmungen Berlins gefördert. Nach Fertigstellung werden diese zu derzeit 6,60 Euro pro Quadratmeter monatlich Haushalten mit niedrigen Einkommen zur Verfügung gestellt. Die Hälfte der Wohnungen wird darüber hinaus barrierefrei errichtet. Mit dem Neubau wird der Häuserblock nach historischem Vorbild rekonstruiert und wieder geschlossen sowie eine neue städtebauliche Qualität geschaffen. Dazu trägt auch die Neuorganisation der Verkehrsfläche entlang der Uhlandstraße bei. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie der Radverkehr erhalten deutlich mehr Platz und die Verkehrssicherheit steigt.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, hier ein ökologisch beachtenswertes Projekt zu schaffen. Das geplante Gebäudeensemble verfügt über preiswerten Wohnraum und stärkt damit die soziale Mischung im Stadtteil. Durch die Baumaßnahme werden erhebliche Flächen entsiegelt und begrünt. Mit dem angestrebten Nachhaltigkeitszertifikat nach DNGB Gold leistet der Neubau einen Beitrag zum notwendigen energetischen und ökologischen Stadtumbau.“

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