Gazette Verbrauchermagazin

Wort der Bezirksbürgermeisterin

Tempelhof-Schöneberg August 2021

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau August 2021
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Evangelisches Seniorenheim
Angelika Schöttler
Angelika Schöttler. Foto: Photo Huber

Liebe Leser_innen,

der August steht vor der Tür und Berlin ist noch im Ferienmodus. Mit Hoffnung schauen wir auf das nächste Schuljahr. Wie wird es werden – kann der Unterricht durchgängig wieder in Präsenz stattfinden? Eineinhalb Jahre Pandemie haben gezehrt und das sLeben der Stadt auf den Kopf gestellt. „Der Sommer wird gut“ hieß es und vieles ist tatsächlich wieder möglich. Wir können wieder planen, wenn auch unter Vorbehalt. Ich drücke die Daumen, dass unser Nachbarschaftsfest am 07. August 2021 vor dem Rathaus Schöneberg an den Start gehen kann. Was geboten wird, finden Sie auf Seite 2.

Lernen und kreativ sein – JuKS

Gerne möchte ich Sie auf das Nachmittagsprogramm der Jugendkunstschule (JuKS) Tempelhof-Schöneberg aufmerksam machen. Hier finden vom 21.08.2021 bis 28.01.2022 Kurse statt, die die Kreativität von Kindern und Jugendlichen fördern und richtig Spaß machen. Mit ihrem aktuellen Angebot bietet die JuKS die drängendsten Themen der Zeit, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, künstlerisch erfahrbar zu machen. Geboten werden Kurse wie Spielzeug selber bauen, keramische Figuren erstellen, Comiczeichnung, Malen, Arbeiten in der Druckwerkstatt sowie Ausstellungsbesuche. Die Kurse werden in Gruppen für Kinder und Jugendliche von 7 bis 26 Jahren angeboten. Die Teilnahme an Kursen der JuKS ist aus meiner Sicht eine gute Ergänzung zum Schulprogramm und bietet die Möglichkeit, künstlerische Talente zu wecken und sich auszudrücken. Dies ist ganz wichtig in Zeiten eines sich verändernden Klimas und begrenzter Interaktion.

Ort: Jugendkunstschule, Martin-Luther-Straße 46, 10779 Berlin

Infos: www.juks-ts.de/kurse_kinder_jugendliche

Bezirkliches Bündnis gegen Antisemitismus gegründet

Ein Thema, das uns alle angeht, ist der erstarkende Antisemitismus in unserer Gesellschaft. In letzter Zeit mussten wir vermehrt Anfeindungen, Übergriffe auf Menschen und Schändungen von Stolpersteinen erfahren. Antisemitismus gibt es quer durch die Gesellschaft und er kommt in verschiedenen Gewändern daher. Um sich gegen diese Entwicklung zu stellen und Solidarität mit jüdischen Nachbar_innen zu zeigen, war es mir wichtig, ein breites Bündnis gegen Antisemitismus im Bezirk aufzubauen. Zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, leider durch Corona verlangsamt. Am 28. Juni 2021 haben wir endlich im Zuge einer Online-Podiumsdiskussion auf Youtube das Bündnis gegen Antisemitismus in Tempelhof-Schöneberg offiziell gegründet. Das Bündnis setzt sich gegen Antisemitismus ein und wird jüdische Realitäten im Alltag in unserem Bezirk sichtbarer machen. Wir freuen uns, dass Menschen der jüdischen Community heute wieder ein Zuhause bei uns im Bezirk gefunden haben oder uns besuchen kommen. Bei Gewalt werden wir nicht tatenlos zusehen, sondern uns gegen jedweden Hass stellen. Dies haben wir in der Vergangenheit getan und werden es mit dem Bündnis noch viel nachhaltiger tun. Wichtig ist uns vor allem eine gute Präventionsarbeit. Geschichtlich sensibilisierte Schüler_innen, wie die der Löcknitz-Grundschule mit dem Denk-Mal Projekt, sind antisemitischen Ressentiments viel resistenter als andere, die keine persönlichen Bezugspunkte zur Vergangenheit geknüpft haben. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird zu großen Teilen aus einer starken Zivilgesellschaft getragen, die sich für Demokratie und gegen Ausgrenzung einsetzt. Gerade diese ist jetzt angesprochen, sich dem Bündnis anzuschließen. Gemeinsam werden wir Schritt für Schritt gehen und ich bin sicher, dass andere Bezirke uns folgen werden.

Info: Svetlana Linberg, Telefon (030) 90277-3642

E-Mail: gegen_rechtsextremismus@ba-ts.berlin.de

Abschließend möchte ich mich für die Verleihung des Rainbow-Awards des Regenbogenfons e. V. anlässlich der diesjährigen Hissung der Regenbogenflagge vor dem Rathaus Schöneberg bedanken. Eine tolle Auszeichnung im Kampf gegen Ausgrenzung von queeren Menschen, die ich gerne annehme und die mich in meinem Tun für ein gleichberechtigtes Leben aller Menschen bestärken. Wir haben nur eine Welt – packen wir es an!

Herzlichst Ihre
Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin
Tempelhof-Schöneberg

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