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Stadtkassenscheine für Groß-Berlin

Neue Bezirke mit 50-Pfennig-Scheinen kennenlernen

Vorder des 50-Pfennig-Stadtkassenscheinen für Charlottenburg mit „Die Berliner Straße in Charlottenburg um 1820“. Archiv: UlrichAAB / Wikimedia, CC BY 3.0, https://bit.ly/3siWdAl
Vorder des 50-Pfennig-Stadtkassenscheinen für Charlottenburg mit „Die Berliner Straße in Charlottenburg um 1820“. Archiv: UlrichAAB / Wikimedia, CC BY 3.0, https://bit.ly/3siWdAl
Erschienen in Gazette Charlottenburg Juni 2021
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Wenn das Geld plötzlich nichts mehr wert ist… In Deutschland kam es nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Inflation, bei der der Wert des Geldes innerhalb weniger Stunden verfiel. Das gedruckte Notgeld hatte Werte in Millionenhöhe aufgedruckt – oft gab es nicht einmal ein Brot dafür. Unter den massenweise gedruckten Scheinen gab es auch Serien – eine davon waren die 1921 gedruckten Stadtkassenscheine für Groß-Berlin.

Die Serien waren jedoch eher als Sammelobjekte denn als Zahlungsmittel gedacht. Die aufwändig gestalteten Berliner Stadtkassenscheine hatten den geringen Wert von nur 50 Pfennigen. Die Serien gibt es bis heute in Sammlerkreisen und antiquarisch zu kaufen – natürlich für erheblich mehr Geld als noch vor 100 Jahren. Jeder Schein zeigt einen anderen Bezirk von Berlin und die Scheine sind fortlaufend nummeriert. Die Nummer eins ist dem Bezirk Mitte gewidmet und zeigt das Berliner Rathaus im Jahr 1819. Der Schein Nummer sieben zeigt die Berliner Straße in Charlottenburg um 1820. Das Wilmersdorfer Motiv mit der Nummer neun zeigt das Jagdschloss Grunewald, das heute zu Steglitz-Zehlendorf gehört. Zehlendorf hat die Nummer zehn, der Schein zeigt die St. Annen-Kirche in Dahlem. Schöneberg, dem der elfte Schein der Serie gewidmet ist, wurde mit einer alten Darstellung des ursprünglichen Dorfes bedacht. Der Steglitzer Schein hat die Nummer 12. Auf ihm ist die alte Kirche von Steglitz aus dem 13. Jahrhundert verewigt, die heute nicht mehr steht.

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