Gazette Verbrauchermagazin

Sonderausstellung über Hildegard Knef

Lippenstiftmuseum erinnert an die erfolgreiche Schauspielerin

Freunde auch privat: Hildegard Knef und René Koch.Archiv René Koch
Freunde auch privat: Hildegard Knef und René Koch.Archiv René Koch
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Februar 2022
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Am 1. Februar jährte sich der Todestag von Hildegard Knef zum 20. Mal. Anlässlich dieses Gedenktages eröffnete René Koch in seinem Lippenstiftmuseum eine kleine, aber feine Ausstellung über die Legende Knef mit persönlichem Bezug zu dieser Ausnahme-Künstlerin. Er hat sie über Jahrzehnte geschminkt, gestylt und war ihr Seelenverwandter.

In der Ausstellung sind verschiedene Outfits für Auftritte zu sehen – sowohl für die Bühne als auch das Standesamtskostüm bei der Trauung mit Paul von Schell im Jahr 1977. Außerdem ca. 14 Hüte und Mützen, aber auch etwa 40 handschriftliche, persönliche Briefe der Knef an ihn sowie Fotos und andere persönliche Erinnerungsstücke, wie ihr Zigarettenetui, den Volkslippenstift VL, den sie 1952 beworben hat, sowie ihre berühmten Doppel-Wimpern. Dazu sagte sie zu ihrem Visagisten René Koch: „Mach mir mal die Dinger dran – damit ick weeß, wo vorne is“ oder nach dem Schminken „Dir ist es wieder mal gelungen, mehreren ankriechenden Falten ein Bein zu stellen“. Gezeigt werden auch 19 Titel-Cover internationaler People-Magazine von 1947 bis 1978, wie z. B. „Der Spiegel“, 1947, „Der Stern“ 1948, „Bravo“, „Cinémonde“, „Constanze“, „Gong“ 1971 usw. auf Leinwand künstlerisch bearbeitet.

Die Ausstellung gewährt viele Einblicke in das Leben dieser ungewöhnlichen Jahrhundertfrau. Zumal René Koch als Zeitzeuge auch noch persönliche Anekdoten aus ihren Begegnungen erzählen kann. So schreibt die Diva über ihn in ihrem Buch „So nicht“, nennt ihn „Rämong“; und er über sie in seiner Biografie „Abgeschminkt“ im Kapitel „Als Hilde Knef vom Affen gebissen wurde“. Dauer der Führung und Lesung aus den Briefen der Knef an René Koch ca. 1 ½ bis 2 Stunden incl. Kaffee, Tee, Kuchen und Sekt. Bewirtungspauschale: 25 Euro pro Person.

Vorherige Anmeldung erforderlich unter der Telefonnummer 030-854 28 29 oder per E-Mail: email@lippenstiftmuseum.de, da nur kleine Gruppen (geimpft, geboostert und getestet) möglich sind. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai zu sehen. Lippenstiftmuseum Berlin, Helmstedter Straße 16, 10707 Berlin, www.lippenstiftmuseum.de

Titelbild

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