Potsdam
Max Liebermann im Barberini
Der deutsche Impressionismus und seine französischen Wurzeln

27.02.2026: Max Liebermann ist in Berlin vor allem durch seine Villa am Wannsee präsent. Zurzeit rückt das Potsdamer Museum Barberini den Maler in seiner Rolle als Vorreiter der deutschen Moderne in den Fokus. Die Ausstellung „Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland“ zeigt bis zum 7. Juni 2026 die Entwicklung dieser Kunstströmung anhand von über 110 Werken aus über 60 Sammlungen. Damit wird die bisher umfangreichste Ausstellung zum Thema Impressionismus in Deutschland gezeigt.
Die Schau thematisiert den Einfluss der französischen Impressionisten auf die deutsche Kunstszene um 1900. Liebermann, der als Präsident der Berliner Secession maßgeblich zur Internationalisierung des Kunstbetriebs beigetragen hat, orientierte sich früh an Vorbildern aus Frankreich. Neben seinen Werken sind Arbeiten von Zeitgenossen wie Lovis Corinth, Max Slevogt und Fritz von Uhde zu sehen. Ein besonderes Augenmerk legt die Ausstellung zudem auf lange vernachlässigte Malerinnen jener Zeit, darunter Charlotte Berend-Corinth, Dora Hitz und Sabine Lepsius.
Für Besucher aus dem Berliner Südwesten bietet die Ausstellung zahlreiche Anknüpfungspunkte. Liebermanns Villa am Wannsee und der dort ab 1909 angelegte Garten dienten ihm als zentrales Motiv seines Spätwerks. Die Ausstellung zeigt, wie er und seine Kollegen Themen wie Freizeit, Natur und das moderne Großstadtleben künstlerisch verarbeiteten. Neben der künstlerischen Entwicklung wird auch der historische Kontext beleuchtet, vom Widerstand gegen die kaiserliche Kunstpolitik bis hin zur Verfolgung durch die Nationalsozialisten, die Liebermanns Arbeit ein Ende setzten.
Die Ausstellung ist Teil einer Reihe von Präsentationen zum deutschen Impressionismus, die 2026 auch in der Liebermann-Villa am Wannsee sowie in der Alten Nationalgalerie stattfinden.
Das Museum Barberini in der Humboldtstraße 5 – 6, Alter Markt, 14467 Potsdam, ist montags sowie mittwochs bis sonntags von 10 – 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen auf der Webseite des Museums.


