Wannsee Journal für Wannsee und Umgebung
April/Mai · Nr. 2/2026
Stolpe
Die Geschichte eines Dorfes
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Die Geschichte Stolpes
Der dörfliche Teil von Wannsee entstand vor langer Zeit
Impressum Wannsee Journal
16. Jahrgang
Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50
der Bezeichnung geht hervor, dass der Ort von Slawen besiedelt war. Der Ortsname Stolpe leitet sich vermutlich aus der slawischen Bezeichnung „stolp“ für Pfahl oder Pfosten her. Damit wurden sowohl Befestigungen rund um das Dorf mit Pfählen bezeichnet als auch Pfosten, an denen die Fischer ihre Boote befestigten. Aber es gibt auch die Bezeichnung „stlupu“, die eine Vorrichtung Zuerst Slawendorf zum Fischfang ist. Aufgrund Stolpe wurde 1299 erstmals als der Lage des Ortes wird der Slauicum Stolp erwähnt. Aus Fischfang sicher eine wichtige
Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Wannsee Journal erscheint alle zwei Monate: am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Juni/Juli Nr. 3/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 30.04.2026 Erscheinung: 01.06.2026
Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Wannsee Journals
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und um den Wilhelmplatz wird es in Wannsee dörflich. Mit den gedrungenen Häusern im alten Ortskern von Stolpe, der Kirche, dem Restaurant „Zum Grünen Baum“, dem alten Schulhaus und dem Markt, der jeweils freitags zwischen 14 und 18 Uhr stattfindet, fühlt man sich fast in alte Zeiten zurückversetzt.
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Nahrungsquelle für die Urbevölkerung gewesen sein. Das Dorf war zur Zeit der Erwähnung Eigentum des Bistums von Brandenburg. Der Ort soll bereits im Mittelalter eine Dorfkirche gehabt haben. Der Zeitpunkt der Erbauung ist nicht bekannt. Die Vorgängerin der heutigen Kirche wurde 1854 abgerissen.
Bienen in der Zeidelheide Die nächste Erwähnung Stolpes war 1375 im Landbuch Karls IV.. Daraus geht hervor, dass der Ort sehr klein war. Zum Zeitpunkt der Erwähnung hatte er 16 Hufen, eine Hufe war die Fläche, die zur damaligen Zeit mit einem Pflug bestellt werden konnte und eine Familie ernährte. Um
Wilhelmplatz mit Kirche und Restaurant „Zum grünen Baum“.
1450 hatte Stolpe 25 Hufen und nutzte eine „Zeidelheide“. Damit wurde ein Bereich bezeichnet, in dem Bienen besonders viel Nahrung fanden. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs der Ort
weiter. Er verfügte im Jahr 1576 über 40 Hufen, dazu zählten auch Äcker in den Gemeinden Wendisch-Stahnsdorf und Neuendorf. Häufige Familiennamen waren Zinnow und Hönow.
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Schwere Zeiten Im Dreißigjährigen Krieg litten auch die Bewohner von Stolpe. 1624 hatte der Ort wieder nur 16 Hufen. Nach Kriegsende war der Ort fast verlassen. Doch die verbliebenen Einwohner fingen an, die Gebäude wieder instand zu setzen und gemeinsam mit Zuzüglern aus anderen Orten hauchten sie Stolpe neues Leben ein. An der Größe des Ortes änderte sich lange nichts. Die Jahre kamen und gingen. Pest und Missernten machten auch den Menschen in Das alte Schulhaus in Stolpe. lerdings noch keine Pflicht. Die Stolpe das Leben schwer. Kinder lernten lesen und den Katechismus. Schreiben lernen Schreiben lernen kostete extra. Der Lehrer wohnkostete extra te auch in dem Schulhaus und Um 1750 bekam der Ort eine unterrichtete die Kinder quasi in Schule. Der Schulbesuch war al- seinem Wohnzimmer. 1772 gab
es bereits einen Krug im Dorf, der Gastwirt war Friedrich Sandow. Er verkaufte seine Gastwirtschaft im Jahr 1782 an Erdmann Stimming. Ein weiterer Krug wurde von einem Krüger Ebel aus Kohlhasenbrück bewirtschaftet.
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Stolpe um 1860.�
Der Grund für die florierenden Gastwirtschaften in dem recht kleinen Ort war der Weg, den die Fuhrleute zwischen Berlin und Potsdam nutzten. Der Königsweg war für schwere Gespanne schlecht zu befahren, so fuhren sie über Stolpe. 1792 wurde die Chaussee zwischen Berlin und Potsdam mit Havelübergang an der Glienicker Brücke gebaut. Das Geschäft mit den Fuhrleuten fiel für die beiden Wirte weg. Erdmanns Nachfolger Johann Friedrich Stimming erreichte die
Archiv HVZ
Verlegung von Stimmings Krug an die neue Chaussee mit finanzieller Unterstützung des Königs. Die Gastwirtschaft in Stolpe wurde 1796 abgerissen.
Ein neuer Name 1811 kam das „Stolper Loch“ – heute Kleiner Wannsee – in die Schlagzeilen, nachdem Heinrich von Kleist und Henriette Vogel dort gemeinsam den Freitod wählten. Das nächste große Ereignis für die Stolper war der
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Neubau des Schulhauses im Jahr 1847, da die alten Räume für die gewachsene Schülerzahl nicht mehr ausreichten. Wenige Jahre danach erfolgten der Abriss der baufälligen Kirche und der Neubau der Kirche am Stölpchensee nach Plänen von Friedrich August Stüler. Die Kirche konnte im November 1859 eingeweiht werden. Knapp 40 Jahre später wurde Stolpe mit Albrechts Teerofen, Kohlhasenbrück, der Colonie Alsen und weiteren Orten zum Ort „Wannsee“ zusammengefasst. ◾
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Conrad-Villa vor Abriss
Auf dem Grundstück soll sieben Reihenhäusern gebaut werden
Die Conrad-Villa, eines der letzten Musterhäuser der Kolonie Alsen, soll Reihenhäusern weichen.
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n der ehemaligen Kolonie Alsen kündigt sich eine Veränderung an, die bei Anwohnern und Bezirkspolitikern auf Unmut stößt. Auf dem Grundstück an der Straße zum Löwen 1 ist ein neues Bauvorhaben geplant. Hier steht seit 1871 eine Villa, die vom Bankier Wilhelm Conrad als eines der ersten Musterhäuser der Villenkolonie errichtet wurde. Das Gebäude im Schweizer Landhausstil soll abgerissen werden, um Platz für sieben Reihenhäuser zu schaffen. Von den ursprünglichen 14 Musterhäusern, mit denen Conrad einst wohlhabende Berliner an den Wannsee lockte, gibt es heute noch sechs, vier davon stehen unter Denkmalschutz. Das betroffene Gebäude genießt diesen Status nicht. Gegen die Pläne regt sich seit
Jahren Widerstand. Die „Initiative für Baukultur“, bestehend aus Experten für Architektur und Heimatgeschichte, sowie zahlreiche Nachbarn setzen sich für den Erhalt ein. Im Jahr 2023 übergaben Anwohner 400 Unterschriften an das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Die Kritiker fürchten den Verlust eines der ältesten Zeugnisse der Kolonie, die eng mit der Geschichte des Ortsteils verbunden ist. Auch die Bezirkspolitik hatte sich bereits vor fünf Jahren einstimmig gegen den Abriss ausgesprochen. Bezirksstadtrat Patrick Steinhoff (CDU) bestätigte laut „Berliner Morgenpost“, dass sich auch die Untere Denkmalschutzbehörde für eine Unterschutzstellung eingesetzt habe. Doch das Landesdenkmalamt (LDA) lehnt dies ab. In
einer Stellungnahme verweist die Landesbehörde auf massive bauliche Veränderungen in der Vergangenheit. So sei Ende der 1950er-Jahre der Turm mit dem Haupttreppenhaus entfernt und Grundrisse verändert worden. Der Zeugniswert sei dadurch erheblich gemindert, eine Denkmaleigenschaft liege nicht vor. Kritiker halten dagegen, dass auch die anderen, geschützten Conrad-Villen über die Jahre baulich verändert wurden. Dennoch scheint das Schicksal des Hauses besiegelt. Der Bauantrag wurde Ende 2025 eingereicht. Zwar liegt noch keine Baugenehmigung vor – diese ist Voraussetzung für die Abrissgenehmigung –, doch das Bezirksamt räumt ein, dass dem Vorhaben rechtlich wohl nichts mehr entgegengesetzt werden kann.� ◾
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Max Liebermann im Barberini
Der deutsche Impressionismus und seine französischen Wurzeln
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ax Liebermann ist in Berlin vor allem durch seine Villa am Wannsee präsent. Zurzeit rückt das Potsdamer Museum Barberini den Maler in seiner Rolle als Vorreiter der deutschen Moderne in den Fokus. Die Ausstellung „Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland“ zeigt bis zum 7. Juni 2026 die Entwicklung dieser Kunstströmung anhand von über 110 Werken aus über 60 Sammlungen. Damit wird die bisher umfangreichste Ausstellung zum Thema Impressionismus in Deutschland gezeigt. Die Schau thematisiert den Einfluss der französischen Impressionisten auf die deutsche Kunstszene um 1900. Liebermann, der als Präsident der Berliner Secession maßgeblich zur Internationalisierung des Kunstbetriebs beigetragen hat,
Museum Barberini an der Humboldtstraße 5-6. � Foto: Lukas Spörl / Barberini
Max Liebermann, Mein Haus in Wannsee mit Garten, um 1926. Öl auf Leinwand, Privatsammlung
orientierte sich früh an Vorbildern aus Frankreich. Neben seinen Werken sind Arbeiten von Zeitgenossen wie Lovis Corinth, Max Slevogt und Fritz von Uhde zu sehen. Ein besonderes Augenmerk legt die Ausstellung zudem auf lange vernachlässigte Malerinnen jener Zeit, darunter Charlotte Berend-Corinth, Dora Hitz und Sabine Lepsius. Für Besucher aus dem Berliner Südwesten bietet die Ausstellung zahlreiche Anknüpfungspunkte. Liebermanns Villa am Wannsee und der dort ab 1909 angelegte Garten dienten ihm als zentrales Motiv seines Spätwerks. Die Ausstellung zeigt, wie er und seine Kollegen Themen wie Freizeit, Natur und das moderne Großstadt leben künstlerisch verarbeiteten. Neben der künstlerischen Entwicklung wird auch der historische Kontext beleuchtet, vom Widerstand gegen die kaiserliche Kunstpolitik bis hin zur Verfolgung durch die Nationalsozialisten, die Liebermanns Arbeit ein Ende setzten. Die Ausstellung ist Teil einer Reihe von Präsentationen zum deutschen Impressionismus, die 2026 auch in der Liebermann-Villa am Wannsee sowie in der Alten Nationalgalerie stattfinden. Das Museum Barberini in der Humboldtstraße 5 – 6, Alter Markt, 14467 Potsdam, ist montags sowie mittwochs bis sonntags von 10 – 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum-barberini.de � ◾
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Gesundheit Wannsee Journal
Campus im Grünen
Architektonisches Denkmal Studentendorf Schlachtensee
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er an historischen Siedlungsbau denkt, hat oft klassische Werkssiedlungen der Industrialisierung oder Großsiedlungen der Weimarer Republik vor Augen. Doch im Berliner Südwesten verbirgt sich eine besondere Nachkriegsvariante des gemeinsamen Wohnens, die weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt ist: das Studentendorf Schlachtensee. Die seit 40 Jahren bestehende Stiftung Denkmalschutz macht auf das Kleinod, das einst als Geschenk der Amerikaner begann, aufmerksam.
Ein Geschenk als Symbol der Freiheit
Studentendorf Schlachtensee – ein Denkmal der Nachkriegsmoderne. � Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Alexander Gütter
nung übernahmen die Architekten Fehling, Gogel und Pfankuch, allesamt ehemalige Mitarbeiter Die Geschichte des Areals ist von Hans Scharoun. Ihr Entwurf eng mit der politischen Situation folgte dem amerikanischen VorWest-Berlins verknüpft. Initiiert bild einer Campus-Architektur wurde das Projekt von Eleanor und setzte die Idee einer „StadtDulles, der Schwester des da- landschaft“ um. maligen US-Außenministers. Finanziert durch eine Spende Architektur im Dialog des US State Departments, soll- mit der Natur te das Studentendorf nicht nur Wohnraum schaffen, sondern Das Studentendorf umfasst 28 als „Träger freiheitlicher und Flachdachhäuser, die seit 1991 politischer Wertvorstellungen“ unter Denkmalschutz stehen. dienen. Ähnlich wie die Amerika- Anders als bei streng geomeGedenkbibliothek oder die Kon- trischen Siedlungen sind die gresshalle besitzt das Ensemble Bauten hier scheinbar locker in damit einen hohen Symbolwert den Freiraum gruppiert. Diese für die Nachkriegsgeschichte Anordnung erzeugt eine rhythder Stadt und insbesondere der mische Abfolge von engen und weiten Räumen, die sich sowohl Freien Universität (FU). Errichtet wurde die Anlage zwi- im Außenbereich als auch im schen 1957 und 1964. Die Pla- Inneren der Häuser fortsetzt.
Für die Gestaltung der Außenanlagen zeichnete der Gartenarchitekt Hermann Mattern verantwortlich. Ihm gelang es gemeinsam mit den Architekten, Baukörper und die Freiflächen so zu verbinden, dass eine für Berlin einmalige Raumkunst entstand. Das Zentrum der Anlage bildet ein Dorfplatz, umgeben von zentralen Einrichtungen: einer „Bürgermeisterei“ für Verwaltung und Technik, einem Gemeinschaftshaus mit Theatersaal, Mensa und Restaurant sowie einer Bibliothek und einem Kindergarten. Auch architektonisch zeugen die Bauten von der grazilen Leichtigkeit der 1950erJahre. Im Jahr 1977 wurde das Ensemble erweitert. Die Architekten Krämer, Pfennig und Sieverts
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fügten zwei fünfgeschossige Wohngemeinschaftshäuser hinzu, wodurch 352 neue Plätze sowie eine erweiterte Heizanlage und Parkflächen entstanden.
Vom Abrisskandidaten zum Erfolgsmodell Trotz seiner architektonischen Bedeutung blickt das Studentendorf auf turbulente Zeiten zurück. In den 1980er- und 1990er-Jahren zeigten sich Schäden an der Bausubstanz. Deshalb drohte Ende der 90er-Jahre der Abriss. Dank bürgerschaftlichem Engagement wurde das Ende des Studentendorfes verhindert. Aus den Protesten gegen den Abriss ging im Jahr 2002 die Genossenschaft Studentendorf Schlachtensee eG
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hervor. Sie wird von ehemaligen Studenten der FU geleitet und übernahm 2003 als Eigentümerin und Betreiberin das Areal im Rahmen eines Erbbaurechts für 99 Jahre. Das Studentendorf wurde 2006 zum nationalen Kulturerbe erklärt.
Heute präsentiert sich das Studentendorf wieder als vitaler Ort. Durch Kooperationen mit der Freien Universität Berlin, der Universität Potsdam und weiteren Bildungsträgern sind die Kapazitäten fast ausgeschöpft.� ◾
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Lichtkunst bis Aufarbeitung der NS-Vergangenheit Neue Ausstellungen im Haus am Waldsee
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as Haus am Waldsee startet mit drei parallel laufenden Ausstellungen in das Frühjahrsprogramm des Jubiläumsjahrs. Gianna Surangkanjanajai zeigt unter dem Titel „Upcoming“ skulpturale Arbeiten, die eigens für die Räumlichkeiten des Hauses entwickelt wurden. Die in New York lebende Künstlerin nutzt geometrische Formen und transparente Materialien, die auf die Lichtverhältnisse und die Architektur vor Ort reagieren. Der Titel der Ausstellung ist dabei wandelbar: Er ändert sich von Upcoming im Vorfeld, während der Laufzeit zu „Open“ und nach Abschluss zu „Closed“. Parallel dazu präsentiert Rey Akdogan ihre Ausstellung „Carousels“. Im Zentrum stehen Diaprojektoren, die statt klassischer Fotografien Schichten aus Kunststoff, Farbfiltern und Verpackungsmaterialien proji Im Haus am Waldsee sind gleich drei neue Ausstellungen zu sehen.
zieren. Durch die Rotation der Geräte entstehen sich stetig verändernde Überlagerungen von Farben und Strukturen. Den historischen Bezug zum Bezirk stellt Luciano Pecoits mit seiner Ausstellung „Leidenschaftslose Mechaniken“ her. Im Rahmen der Jubiläumsreihe „Seit…“ hat der Künstler zwei Jahre lang zur Geschichte der Villa geforscht. In der ehemaligen Garage, dem heutigen Café,
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dokumentiert er anhand von Akten und neuen Reproduktionen der wenigen erhaltenen Fotografien des Gebäudes als Wohnort, die Einbindung des Hauses in nationalsozialistische Netzwerke sowie die Eigentumsverhältnisse in der Nachkriegszeit. Alle drei Ausstellungen sind bis zum 25. Mai 2026 im Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, zu sehen.� ◾
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Nicht nur am FREI DAY nachhaltig unterwegs Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule und ihre Klimaschüler
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rieda, Sophia und Marie, Schülerinnen der Montessori Grundschule Am Rohrgarten können den Klima-Schulrap längst auswendig: Die Erde wird heiß, CO2 ist nicht richtig was jeder weiß,Veränderung ist wichtig also hat sich UNO 17 Ziele ausgedacht sodass auch dein Urenkel in hundert Jahren noch lacht danach hat sich die Schule im Aufbruch überlegt es kann sich nur was ändern, wenn die Bildung sich bewegt Greta hat doch recht: lasst die Kinder an die Macht wenn wir auch an andere denken, bildet sich die Kraft, heißt es da. Wieviel sich davon in ihrem Alltag umsetzen lässt, damit haben sie sich an ihrer Schule gemeinsam mit rund 80 Mitschülerinnen und Mitschülern im vergangenen Jahr mit spannenden Aktionen im Rahmen des FREI DAY Schulprojektes für das Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eingesetzt, die als globaler Aktionsplan der UN bis 2030 beschlossen wurden. Dabei geht es ebenso um das Beenden von Armut, Hunger und Ungleichheit wie um die Stärkung der Bereiche Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, sauberes Wasser, nachhaltige Energie,
menschenwürdige Arbeit, Innovation, nachhaltige Städte, verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster, Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, Frieden und Partnerschaften. Die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule wurde Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit 16 Preisträgerschulen Berlins im Rahmen des vom Land Berlin und der GASAG ausgelobten Wettbewerbes für ihre Aktivitäten im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet und bekam ihre Urkunde Ende November 2025 in den Veranstaltungsräumen der Mühlenau-Grundschule
verliehen. – Auch diese Schule wurde als Klimaschule ausgezeichnet gemeinsam mit zwei weiteren Zehlendorfer Schulen, der Schweizerhof-Grundschule, der Zinnowald-Grundschule sowie der Reinfelder Grundschule (Texterin des Umweltraps) in Grunewald. Das Preisgeld von 2.500 Euro teilen sich diese fünf Klimaschulen aus Zehlendorf und Grunewald nun, zweckgebunden soll es für weitere FREI DAY-Projekte verwendet werden, wie Cordula Witte, Lehrerin und Projektbegleiterin an der AnnaEssinger-Gemeinschaftsschule, erklärt.
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FREI DAYS – Projekte von Schülerhand Mit der Fridays for Future-Bewegung waren auch in der Schülerschaft der Gemeinschaftsschule Nachhaltigkeitsthemen stärker in den Fokus gerückt: Ein FREI DAY-Projekt-Konzept wurde aufgestellt, und ab 2022 gingen die Schüler mit Aktionen wie der Gestaltung eines insektenfreundlichen Schulgartens oder Weihnachtspäckchen für die Berliner Stadtmission an ihre Nachhaltigkeitsumsetzung. Aktionen und Projekte werden seitdem freitags in festen Projektstunden konkretisiert, bereitet, nachbereitet und reflektiert, Verbesserungsvorschläge besprochen und Aktionsmaterial wie Plakate angefertigt. Dabei stehen
Themenvorschläge der Schüler an erster Stelle. Lehrer entscheiden nicht über ihre Umsetzung, sondern begleiten sie vielmehr fachkundig. – Im Gegensatz zum sonstigen Schulalltag, in dem Lernthemen vorgegeben werden. Dass sich nicht alle vorgeschlagenen Projekte durchsetzen, liegt in der Natur der Sache: Mitspracherecht für alle. So kann es sein, dass das Thema Mädchenrecht in der einen Schülerprojektgruppe abgelehnt, in einer anderen aber ausgewählt wird. So lernen die Klimaschüler, selbstständig ihre eigene Meinung zu vertreten, aber auch, andere Meinungen zu akzeptieren und Kritikpunkte zu diskutieren – als wichtige Schule für das spätere Leben. So fand beispielsweise auf Anregung der Schüler die Umfrage zur
Mülltrennung in der Gartenstadt Düppel statt, wurden Müllbeutel für das KleidungsverwertungsProjekt verteilt und wurde der Palmöl-Gebrauch thematisiert. Auch Körbe flechten und das Bauen von Kleinmöbeln stand auf dem Programm. Und eine besondere Brücke wurde zwischen Klimaschule und Nachhaltigkeitszielen für eine lebenswerte Stadt von morgen geschlagen. Im Goerzwerk versuchte sich eine Projektgruppe sogar an der Moosverarbeitung bei der Freund GmbH, die mit echten Mooswänden auf nachhaltigen Städtebau mit Wohlfühlfaktor setzt. Auf der Schulbeurteilung der Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende wird dann deren jeweilige Projektteilnahme aufgeführt.
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Für eine gesunde (Um)welt
Projektarbeit: Mit Moos nachhaltig Bauen.�
2025 widmete sich die AnnaEssinger-Gemeinschaftsschule mit ihrem FREI DAY-Einsatz verstärkt den Bereichen Umwelt, Tierschutz, Naturschutz, Essensverschwendung und Kinderrechte. Jeweils auf einen
Foto: A-E-G
Themenbereich spezialisierte und ein Projekt begleitende Pädagogen der Schule leisten wichtige Hilfestellung, dazu Fachkräfte und -firmen sowie engagierte Eltern und Unterstützende.
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Frieda, Sophia und Marie berichten der GAZETTE an einem kalten Wintertag von ihren FREI DAY-Nachhaltigkeits-Aktionen im Jahr 2025. Marie erzählt vom Ausflug zu dritt in den Wald, geführt von einer Försterin. Wildtiere wie Rehe und Wildschweine sahen sie dabei zwar nicht, „aber dafür viele Waldvögel. Und es war richtig spannend, Spuren vom Wild am Waldboden zu finden.“ Was sie dabei gelernt hat? – „Jetzt weiß ich, wie wichtig es ist, im Wald Totholz liegen zu lassen, denn es bietet Lebensraum, Nahrung und Versteck für Wildtiere, Vögel und Insekten. Aber auch Pilze und Moose brauchen es.“ Außerdem verhält sich Marie
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Ausgezeichnete Nachhaltigkeit der Klimaschule.�
jetzt im Wald noch rücksichtsvoller und hat gelernt, womit man Wildvögel füttert, damit sie gesund bleiben. „Food Waste“ beschäftigt Sophia nicht nur freitags. Begleitet von „Luna“, Anbieterin von gesunder und natürlicher Ernährung für Kinder, wurde gemeinsam Linsensuppe gekocht und Zutaten, die zu gut für die Tonne waren, darin eine zweite Chance gegeben. Dass man sich in der Schulmensa nicht mehr auf den Teller geben lässt als man Hunger hat, sei inzwischen für die meisten Schüler selbstverständlich, bestätigt Frieda, und die Essenausgeber hielten sich an die Mengenwünsche der Schüler. Auch das Social-Unternehmen „To good to go“, das Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt und zu kleinem Preis abgibt, lernten die Klimaschüler während ihrer Nachhaltigkeitsaktion kennen. Sophia erklärt: „Wenn ich heute eine halbe Banane übrig habe, weiß ich, wie ich sie weiter verwenden kann, und werfe sie nicht einfach weg.“ Das Kräutersalz, das sie und ihre Mitschüler mit Kräutern aus dem
Foto: A-E-G
Schulgarten hergestellt haben, wurde ein Verkaufsrenner auf dem FREI DAY-Fest im Sommer. Die Einnahmen daraus und aus den Kuchen- und Waffelverkäufen sei Greenpeace gespendet worden, erzählt Frieda.
Klimaschüler aktiv im Brückenbau. � Foto: A_E_G
Auszeichnung als Antrieb Nicht zuletzt für das gelungene FREI DAY-Fest erhielt die Gemeinschaftsschule ihre Auszeichnung. Mit Bollerwagen und liebevoll gestalteten Plakaten waren die Schüler an diesem Tag mit einer beeindruckenden Nachhaltigkeitsdemo vor das Zehlendorfer Rathaus gezogen, extra gesperrt hatte der Bezirk
dafür Berliner Straße und Clayallee. Das Echo auf die Aktion war mehr als positiv. In der Mühlenau-Grundschule fand begleitend an Festständen lebhafter Verkauf und Austausch statt, auch das rundum gelungen. Frieda bringt auf den Punkt, worin sich alle FREI DAY-Teilnehmenden einig sind: „Es ist einfach toll, mit unseren Projekten mitbestimmen zu können und ernst genommen zu werden.“ Und wenn auch der aktuelle Bericht des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) von 2025 sagt, dass die derzeitigen Fortschritte noch nicht ausreichen, die Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen: Engagierte Klimaschülerinnen wie Marie, Sophia und Frieda stehen mit ihren Nachhaltigkeitsprojekten für viele junge Menschen in verantwortungsbewussten Schulen, die sich für das Erreichen dieser Ziele einsetzen und unserer Erde Hoffnung auf eine Zukunft machen, in der Mensch, Tier und Natur wieder besser im Einklang miteinander leben können.� ◾ � Jacqueline Lorenz
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Mit repariertem Hubboden hinein ins Badevergnügen Dank Spendenfreudigkeit PrimaVita-Bad wieder nutzbar
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2.266,55 Euro sind bis Redaktionsschluss bei der Spendenaktion von PrimaVita zusammengekommen: Stammnutzer, Institutionen, Firmen und Freunde des Bades am Teltower Damm hatten sich nicht lange bitten lassen, als der Kursbetrieb im Januar wegen des defekten Gestänges seines technisch an S
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NEU IN W ANN
spruchsvollen Hubbodens – einer der letzten seiner Bauart in Berlin – auf unbestimmte Zeit pausieren musste: Mit ihren großzügigen Spenden zeigten viele Menschen aus dem Bezirk nun deutlich, wie wichtig für Klein und Groß das kleine Therapie- und Lehrbad ist, in dem Gesundheitsprävention und Schwimmenlernen an erster
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Wasser und Kurse marsch dank erfolg reicher Spendenaktion Dr. Sylke Engel, Teamleiterin beim Gesundheitszentrum PrimaVita, hatte nach der Hiobs Unikatschmuck in Gold, Silber & Platin
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Wannsee Gesundheit Journal botschaft im Januar nicht lange gefackelt und sich mit der Bitte um Spenden über die Presse an die Bürger gewandt – denn die Reparatur sollte rund 35.000 Euro kosten; unerschwinglich für das Gesundheitszentrum, das kleinere Reparaturen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie die jährlichen Wartungskosten trägt. Das Echo und die Spendenfreudigkeit waren beeindruckend, und so konnte das Bad mit seinem Kurs programm bereits Ende Februar mit neuem Hubboden-Gestänge wieder durchstarten. „Dieses Ergebnis zeigt den enormen Zusammenhalt in Zehlendorf und unterstreicht, wie dringend bezahlbare Wasserflächen für die Gesundheitsprävention und das Schwimmenlernen benötigt werden. An dieser Stelle möchten wir allen Spenderinnen und Spendern herzlich danken“, so die Verantwortlichen des PrimaVita, die auch noch Dankesbriefe versenden wollen. Dr. Engel betont, wie froh sie darüber ist, dass der Betrieb nun wieder läuft. Sie lobt außerdem, dass das Bad sich in den letzten Jahren auf die zuverlässige Unterstützung aus Bezirksamt und Politik verlassen konnte.
Zum Problem mit der Mechanik waren bedingt durch den Stromausfall im Januar Schäden an der Heizungsanlage hinzugekommen, deren Kosten zusätzlich gestemmt werden mussten. So wurden Heizkörper in der Schwimmhalle in Mitleidenschaft gezogen, Handwerker mussten bei der Reparatur des Hubbodens im Kalten arbeiten. Und: Ohne Heizung keine funktionierende Wasserchemie im Becken. Also musste auch noch
Hubgestänge ausgebaut – alt und neu. � Fotos: PrimaVita
die elektronische Steuerung des Bades repariert werden. Immerhin dauert es eine Woche, bis bei rund 130.000 Liter frischem Wasser im Becken die Chemie wieder stimmt und unbedenkliches Baden erlaubt ist. Die Bedingungen
Dr. med. Th. Stolze Facharzt für Urologie und Andrologie Belegarzt an den DRK Kliniken Berlin/Westend
Königstraße 18 ∙ 14109 Berlin-Wannsee
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werden dann jeden Morgen vor Beginn des Badebetriebes vom hausinternen Techniker – Herr über Chlor, Flockungsmittel und Filterzusatzdesinfektion – akribisch kontrolliert.
Prävention, Sport und Training Jung und Alt waren begeistert, nach relativ kurzer Ausfallzeit ihr geliebtes Bad mit den Kursen vom Gesundheitszentrum PrimaVita wieder nutzen zu können, das neuerdings auch RehaKurse im Wasser bietet. Kurse finden entweder im Tiefwasser bei 1,80 Meter Wassertiefe oder in Stehhöhe bei 1,20 Meter Wassertiefe statt, der verstellbare Hubboden macht‘s möglich. „Für uns ist Aqua-Training unverzichtbar, um uns im Alltag nahezu beschwerdefrei bewegen zu können. Wenn es dieses Angebot für unsere Knochen nicht gäbe, wüssten wir nicht, wohin wir sollen“, erklärt Rentnerin Inge aus Düppel, die einmal wöchentlich mit ihrer Freundin hier Wassergymnastik unter fachtherapeutischer Anleitung betreibt – und das seit über fünf Jahren. Das Kursangebot ist vielseitig, spricht sowohl bü Tel. 80 60 26 35 ∙ www.urologie-wannsee.de Mo Di Mi Do Fr
Urologie Wannsee
OP 14.00 – 18.00 9.30 – 13.00 15.00 – 19.00 – 12.00 – 16.00 9.00 – 13.00 – 9.00 – 13.00 – –
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rogeschädigte Rücken, OP-vorbereitende und nachbereitende Hüften und Gelenke sowie das Koordinationsvermögen älterer Menschen und präventionsbereite Kursteilnehmer jeden Alters an, wobei penibel auf die präzise Ausführung der jeweiligen Übungen geachtet wird. Schwangere finden hier Aquakurse als Sportersatz während der Schwangerschaft, ganz kleine Leute, begleitet von zwei Schwimmschulen, Babyschwimmen für verschiedene Altersklassen, etwas ältere Kleinkinder Vorbereitungskurse zum Schwimmenlernen, die Angst vorm Wasser gar nicht erst aufkommen lassen. Und dann sind da noch DLRG und DRK, die hier regelmäßig trainieren und Zusatzangebote liefern: So rekrutiert die DLRG hier ihren
Dank neu eingebautem Gestänge ist der Hubboden wieder reibungslos höhenverstellbar. Foto: PrimaVita
Nachwuchs, der später vielleicht einmal in den offenen Gewässern Leben retten wird: Immerhin rund 80 Prozent der im Wasser Verunfallten wird von aktiven Mitgliedern der DLRG gerettet, bevor überhaupt die Feuerwehr eingreifen muss. Hier am Teltower Damm lernt der Nachwuchs in geschütztem Raum Ganzheitliches Schwimmen, erfährt er in speziellen Praxis-Kursen, was zu tun ist, falls das Schlauchboot umkippt oder man ins Wasser fällt.
Sie alle sind nun froh, wieder in gewohnter Umgebung Fitness, Prävention und Training im nassen Element betreiben zu können. – Hoffentlich über einen langen Zeitraum ohne technische Störungen. Spenden sind indessen weiterhin willkommen, denn:„Der Motor der Hubanlage ist auch in die Jahre gekommen“, wie Dr. Engel erklärt. Und dann sind da noch die Fenster, denen die heizungslose Zeit im Januar alles andere als gut getan hat. Dies alles in Stand zu halten oder zu setzen, kostet. – Spendengelder sind da gut angelegt. – Bringen sie doch hohe Gesundheitszinsen, die in Zahlen kaum auszudrücken sind. Weiter Informationen und Kursangebote unter www.primavitaberlin.de ◾ Jacqueline Lorenz
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Ergotherapie Wannsee Sabine Belding handtherapeutische Schwerpunktpraxis (DAHTH) Kompetenzpraxis Handrehabilitation und -therapie (AFH) Fachqualifikation für Schmerztherapie/Musikphysiologie
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„Von der Villa zum Peitschenknall“ Heimatverein zeigt Sonderausstellung zu 100 Jahren Waldsiedlung
Zankapfel und Welterbe - Heimatverein widmet der Waldsiedlung eine Sonderausstellung.
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ie von Frank Rattay kuratierte Ausstellung im Heimatmuseum an der Clayallee 355 widmet sich der bewegten Geschichte der Waldsiedlung Zehlendorf. Sie zeichnet den Weg der Siedlung nach: von den Anfängen im Kiefernwald und dem damaligen Leitbild „Licht, Luft und Sonne“ bis zum berühmten „Peitschenknall“Bau und Bruno Tauts Griff in den Farbtopf. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie 1.919 Wohnungen entstanden und wie die ersten Bewohnerinnen und Bewohner diese erlebten. Trotz schlichter Grundrisse wur de durch geschickte Außenraumgestaltung und Gärten eine neue Wohnqualität für breite Schichten geschaffen – direkt angebunden an die damals neu verlängerte U-Bahn mit der Ladenzeile als Nahversorgung. Beleuchtet werden auch die dunklen Kapitel der NS-Zeit, in der viele Bewohner vertrieben wurden, sowie der Wandel der Wahrnehmung: Galt die Siedlung in der Nachkriegszeit noch als „gestrig“, wird sie seit den 1970ern aufwendig saniert und steht heute sogar auf der Vorschlagsliste für das UNESCOWelterbe.
Heimatmuseum Zehlendorf im Historischen Winkel.
Die Ausstellung ist vom 10. Mai bis 13. September 2026 – dem Tag des Denkmals – zu sehen. Weitere Informationen unter www.heimatmuseumzehlendorf.de.� ◾
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Kinderreitverein um 17.000 Euro betrogen Cyber-Kriminelle verkauften Traktor per Fake-Anzeige
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it einer raffiniert konstruierten Fake-Anzeige haben Cyber-Kriminelle den Kinder- und Jugend-, Reitund Fahrverein Zehlendorf e. V. (KJRFV) betrogen. Auf der Suche nach einem dringend benötigten Hoflader wurde der Kinderreitschule aus einer angeblichen Insolvenzmasse ein gut erhaltener, preislich attraktiver Traktor im Internet verkauft. Dabei waren die Fotos und sogar die Identität eines real existierenden Rechtsanwalts gestohlen.
„Alles wirkte ganz seriös bis hin zur angeblichen Zustimmung des Insolvenzgerichts zum Verkauf des Hofladers“, berichtet Kassenwartin Irit Kulzk. „Wir waren wirklich nicht leichtfertig und haben alles, was wir überprüfen konnten, geprüft.“ Doch nachdem der Kaufbetrag Ende Januar angewiesen worden war, passierte nichts. Anfang Februar ist die Leitung tot und die Anzeige im Internet verschwunden und der Verein erstattete Strafanzeige.
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Unsere Öffnungszeiten: Mi - Fr ab 16 Uhr und Sa + So ab 12 Uhr Wegen Personalengpässen können die Öffnungszeiten variieren, bitte rufen Sie für Ihren Besuch an.
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Ausserhalb dieser Zeiten ist eine Reservierung für größere Gruppen möglich.
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Trotz des hohen Verlustes sind die Existenz des Vereins und das Wohl der Pferde durch den Betrug aber nicht gefährdet, so die erste Vorsitzende Glinda Spreen. Doch der neue Hoflader fehlt, denn der alte Traktor fällt immer wieder aus. Auch wenn die rund 500 jungen Vereinsmitglieder und ihre Eltern beim Säubern der Koppeln stets mit anpacken: Das tägliche Ausmisten und das Füttern der achtzig Schulpferde ist ohne neuen Hoflader eine Herausforderung.
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Der alte Hoflader fällt immer wieder aus. �
Indes gibt es auch Grund zur Freude: „Wir konnten uns bereits über spontane, kleinere Privatspenden freuen. Jeder noch so kleine Betrag hilft uns dabei, den Schaden langsam auszugleichen
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Foto: KJRFV Zehlendorf
und wieder auf einen neuen Traktor sparen zu können“, freut sich Glinda Spreen über die angelaufene Unterstützung. Wer die gemeinnützige Kinderreitschule unterstützen will, kann
an den KJRFV Zehlendorf e. V. spenden: SozialBank AG, IBAN: DE81 3702 0500 0003 1115 01 oder direkt über die Spendenaktion auf www.kinderreitschuleberlin.de.� ◾
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