Tempo 30 vor Schulen
Bezirk fordert mehr Sicherheit

Erschienen in Gazette Charlottenburg Februar 2026
Das Bezirksamt fordert die Senatsverkehrsverwaltung auf, die Sicherheit auf Schulwegen an Hauptstraßen konsequenter zu überprüfen. In einem Schreiben an Verkehrssenatorin Ute Bonde mahnt der Bezirk die Umsetzung der neuen straßenverkehrsrechtlichen Regelungen an.
Geänderte Vorschriften
Hintergrund sind die geänderten Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung, die bereits seit mehr als einem halben Jahr in Kraft sind. Diese sehen vor, dass die Höchstgeschwindigkeit im unmittelbaren Umfeld von Schulen, Kindertagesstätten, Horten oder Spielplätzen auch an Hauptstraßen „in der Regel“ auf 30 km/h begrenzt werden soll. Ziel ist der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer, insbesondere dort, wo Kinder häufig die Straße überqueren oder durch den Hol- und Bringverkehr unübersichtliche Situationen entstehen.
Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger kritisiert, dass im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bislang keine entsprechenden Maßnahmen der zuständigen Senatsverwaltung erkennbar seien. Er fordert nun, die Prüfung der betroffenen Straßenabschnitte systematisch und zügig nachzuholen.
Fokus auf Uhlandstraße
Als dringendes Beispiel führt das Bezirksamt den Abschnitt der Uhlandstraße zwischen Blissestraße und Berliner Straße in Wilmersdorf an. Dieser Bereich gilt als besonders unübersichtlich. Durch die dort ansässigen Schulen, einen Sportplatz, eine Kita sowie eine Kirchengemeinde herrscht hier ein hohes Aufkommen an Fußgängern.
Nach Einschätzung des Bezirksamtes sind die rechtlichen Voraussetzungen für eine Tempo-30-Anordnung in diesem Abschnitt gegeben. Die Situation vor Ort ist auch Thema in der Bezirkspolitik; ein entsprechender Antrag liegt der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bereits vor. Mit dem Brief an die Senatorin will der Bezirk nun Bewegung in die Angelegenheit bringen und die Anwendung der seit sechs Monaten geltenden Vorschriften beschleunigen.













