Gazette Verbrauchermagazin

Drei Bezirke für zwei Bahnhalte

S-Bahnhof Kamenzer Damm und Regionalbahnhalt Buckower Chaussee

V. l. n. r.: Jörn Oltmann, Maren Schellenberg und Jochen Biedermann mit einem Modell des künftigen S-Bahnhofs Kamenzer Damm. Foto: BA TS
V. l. n. r.: Jörn Oltmann, Maren Schellenberg und Jochen Biedermann mit einem Modell des künftigen S-Bahnhofs Kamenzer Damm. Foto: BA TS
Erschienen in Gazette Steglitz September 2022
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Die Stadt Berlin wächst und verdichtet sich weiter. In den Berliner Südbezirken Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln leben außerhalb des Innenstadt- bzw. S-Bahnrings über eine halbe Million Menschen. Die drei Berliner Bezirke kämpfen gemeinsam für den Ausbau einer nachhaltigen und klimagerechten Mobilität, die an alle Bewohnerinnen und Bewohner denkt.

Gemeinsames Ziel des Bezirksbürgermeisters von Tempelhof-Schöneberg Jörn Oltmann, der Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf Maren Schellenberg und des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters von Neukölln Jochen Biedermann ist die Realisierung eines RE-Bahnhalts an dem bereits bestehenden S-Bahnhof Buckower Chaussee sowie eines neuen S-Bahnhalts am Kamenzer Damm.

Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs

Nach Abschluss des Ausbaus der Dresdner Bahn Ende 2025 wird die Realisierung des S-Bahnhaltepunkts Kamenzer Damm angestrebt. Hierdurch würde eine seit vielen Jahrzehnten diskutierte Lückenschließung zwischen den nächst entfernten S-Bahnhöfen Attilastraße im Norden sowie Marienfelde im Süden vollzogen. Mit der künftigen Erschließung der großflächigen Gewerbegebiete sowie der Wohn- und mischgenutzten Quartiere ergeben sich erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten. Für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg beziehen sich diese Potenziale insbesondere auf die Entwicklungen am Marienpark sowie den Schindler Innovation Campus.

Die beiden Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg haben bereits gemeinsam die planerischen Grundlagen für die Entwicklung des Umfeldes sowie die Platzierung des Bahnsteigs für den S-Bahnhalt Kamenzer Damm ermittelt und bewertet. Danach ließe sich ein Bahnsteig unter der Straßenbrücke platzieren, ohne dass dort größere Baumaßnahmen an dem Brückenbauwerk erforderlich werden.

Maren Schellenberg, Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, führt dazu aus: „Für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist der neue S-Bahnhalt Kamenzer Damm sowohl zur Anbindung des Gewerbegebiets Haynauer Straße als auch für die Bewohner_innen der Siedlung Wedellstraße/Kamenzer Damm von großer Bedeutung. Auch der Campus der Freien Universität an der Malteserstraße würde von einer verbesserten Anbindung profitieren. Mit dem Regionalbahnhalt Buckower Chaussee wird der Flughafen BER für unseren Bezirk besser angebunden und ist über attraktive Busverbindungen in deutlich kürzeren Fahrzeiten erreichbar. Dies stärkt den Schienenpersonennahverkehr insgesamt.”

Auch die grundsätzliche Zustimmung des Landes Brandenburg für die Errichtung des S-Bahnhalts liegt vor. Im Anschluss an die Ergebnisse der eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchung (EBWU) werden die Nutzen-Kosten-Untersuchung sowie die Vorplanung durchgeführt. Wenn diese – mit ebenfalls positivem Ergebnis – abgeschlossen sind, kann die Bestellung des S-Bahnhaltepunkts Kamenzer Damm durch das Land Berlin bei der Deutschen Bahn AG erfolgen. Die Bestellung muss noch in 2022 erfolgen, um den Zeitplan einhalten zu können.

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