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Waldraum im Garten des Brücke-Museums

Temporärer Raum für Begegnungen

Waldraum, im Garten des Brücke-Museums, 2021. Foto: Constanze Flamme, Brücke-Museum
Waldraum, im Garten des Brücke-Museums, 2021. Foto: Constanze Flamme, Brücke-Museum
Erschienen in Dahlem & Grunewald Journal Oktober/November 2021
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Ausblicke – anlässlich des Sommerfests Ende August eröffnete im Garten des Brücke-Museums der neue temporäre Waldraum. Mit ihm hat das internationale Architektur-, design- und Kunstkollektiv ConstructLab einen besonderen Ort der Naturerfahrung, sozialen Begegnungen und künstlerischen Produktion geschaffen. Für die Abteilung Outreach des Brücke-Museums bietet dieser neue Pavillon vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten, Programme und Kooperationen. Der Waldraum steht im Garten des Brücke-Museums am Rande des Grunewalds. Durch seine offene und transparente Bauweise ermöglicht er den unverstellten Blick in die umliegende Natur. Auch in das Museumsgebäude integrierte der Architekt Werner Düttmann 1967 Ausblicke in den benachbarten Wald.

Nachhaltiges Hybridgebäude

Für den Bau des Hybridgebäudes, das aus einer groben, rohen Holzhülle und einem transparenten Industriegewächshaus besteht, wurde nachhaltig gehandelt. So stammt das Holz teils aus dem Garten des Brücke-Museums und den umliegenden Wäldern. Bei dem Gewächshaus handelt es sich um ein recyceltes Produkt. Die lamellenartige Außenhülle aus Holz ist je nach Lichtsituation verstellbar, so dass sie während der warmen Jahreszeiten möglichst viel verschattet und bei kühleren Temperaturen so viel Licht wie möglich in den Raum hineinlässt. ConstructLab sagt über den Waldraum und ihre Arbeitsweise: „Ganz unkonventionell in der zeitgenössischen Baupraxis besteht der Waldraum aus Materialien, die altern und sich mit der Zeit auflösen, die neu montiert und demontiert werden können. Das Provisorische, Prozessoffenheit und damit einhergehende Änderungsprozesse stehen in unserer Arbeitsweise im Zentrum. Durch schnelles Ausprobieren und einfache Konstruktionsmethoden kommen wir im Gegensatz zu einem ‚normalen‘ Bauprozess viel schneller zu einem benutzbaren Raum.“

Kooperationen und Bildung

Kooperationen mit Hochschulen, wie beispielsweise mit der Malereiklasse von Professorin Friederike Feldmann in der Kunsthochschule Weißensee oder Jugendeinrichtungen wie dem benachbarten Medienkompetenzzentrum in Steglitz-Zehlendorf sind in Planung. Auch Bildungsprogramme für Schulen und Kitas sowie künstlerisch-praktische Freizeitangebote wird es künftig geben. Das umfangreiche Programm wird auf www.bruecke-museum.de veröffentlicht.

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