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FDP-Fraktionsvorsitzender Sebastian Czaja zu Gast bei KNAUER

„Was es in dieser Stadt an Leistung gibt, gilt es zu würdigen“

Geschäftsinhaberin Alexandra Knauer und FDP-Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja.
Geschäftsinhaberin Alexandra Knauer und FDP-Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja.
Erschienen in Gazette Zehlendorf Juli 2021
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– Und das müsse direkt vor Ort geschehen, erklärte der Fraktionsvorsitzende der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus zu Beginn seines Unternehmensbesuches am 2. Juni 2021 „vor Ort“ bei der KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH in Berlin-Zehlendorf am Hegauer Weg. Etwa drei solcher Besuche unternimmt Sebastian Czaja wöchentlich In Berlin und Brandenburg, um in direktem Austausch mit den Akteuren die Entwicklung der Metropolregion Berlin-Brandenburg im Auge zu behalten und sie langfristig attraktiv für innovative Wirtschaftsunternehmen wie KNAUER werden zu lassen. Schließlich verdanke die Region gerade derart zukunftsorientierten mittelständischen Betrieben einen Großteil der Wertschöpfung ihrer Standorte – einerseits durch eigene Arbeitsplätze, andererseits aber auch als Auftraggeber für Zulieferer und Dienstleister. – Nicht zu vergessen die daraus resultierenden Steuereinnahmen.

KNAUER zeigt sich für viele Parteien gesprächsoffen, und so freut sich die Geschäftsleitung, wenn auch Politiker an Mittelständlern, deren Impulsen und Erfahrungen Interesse zeigen. In den vergangenen Jahren haben eine Reihe Bezirks-, Senats- und Oppositionspolitiker das Zehlendorfer Unternehmen besucht.

Und so wurde der jüngste Besuchsvormittag von dem ebenfalls in Steglitz-Zehlendorf lebenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja intensiv genutzt, um sich mit den beiden Geschäftsführern, der Geschäftsinhaberin Alexandra Knauer und Carsten Losch, ausführlich zu wichtigen Zukunftsfragen auszutauschen. Carsten Losch, bisheriger Leiter des weltweiten Vertriebs, wurde zum 1. April 2021 in die Geschäftsleitung berufen und leitet nun gemeinsam mit der Geschäftsinhaberin das KNAUER-Unternehmen.

Sebastian Czaja, der aus seiner früheren Tätigkeit als Elektrotechniker selbst Unternehmenserfahrung mitbringt, kann gut nachvollziehen, wie ein Unternehmen empfindet, wenn es sich mit einem Anliegen an Politiker wendet und die ihm die Antwort schuldig bleiben. Er wolle das anders machen und mit seinen Firmen-Besuchen am Puls der Unternehmer bleiben und Kritik mitnehmen.

Auf den Punkt gebracht

Im Mittelpunkt der Gespräche standen beim Besuch Sebastian Czajas dann auch wesentliche Punkte wie Bauen, Verkehr und Erneuerbare Energie, Bereiche, denen sich KNAUER von jeher neben all seinen Projekten intensiv verbunden fühlt. Das Unternehmen setzt seit Langem auf die eigene Produktion und auf möglichst regionale Zulieferer, nicht zuletzt aus Gründen der Nachhaltigkeit und kurzen Lieferzeiten. Dazu erklärt Inhaberin Alexandra Knauer: „Lokaler Einkauf ist nicht die preisgünstigste Variante, aber so können wir sicherstellen, dass auch die Zulieferungen unter umweltgerechten und einwandfreien Arbeitsbedingungen erfolgen. In der Coronakrise half uns gerade diese regionale Beschaffenheit, lieferfähig zu bleiben.“

Im Gespräch ging es dann auch um die seit Jahren für das kleine Industriegebiet am Hegauer Weg wenig ideale Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein engerer Zeittakt für die vorhandene Buslinie 115 sei da wünschenswert, zumal in der Zukunft an dem Standort und in dessen direktem Umkreis weitere Unternehmen eine Neuansiedlung planen. Auch die KNAUER GmbH überlegt eine räumliche Aufstockung ihres Unternehmens. Eine Möglichkeit, die aktuell noch von Statikern ob ihrer Realisierbarkeit geprüft wird. Der Fraktionsvorsitzende Czaja bestätigte indessen den Einsatz der FDP um eine Verlängerung der U3 vom U-Bahnhof Krumme Lanke zum Mexikoplatz. – Eine für die KNAUER-Geschäftsleitung erfreuliche Aussage. Auf den Tisch kam dann auch das Problem, offene Stellen in dem mittelständischen Unternehmen, das derzeit rund 160 Beschäftigte zählt, nur schwer besetzen zu können. Aktuell sucht KNAUER u. a. Mechatroniker sowie Auszubildende zum Mechatroniker oder Chemielaboranten. Die Qualifizierung der AZUBIS werde aber, so die Geschäftsführung, immer aufwändiger, bis sie im Beruf endlich spezifisch lernen können. Erschwerend kommt das Fehlen von gut erreichbaren Berufsschulen im Berliner Südwesten dazu. Czaja betonte, seine Partei setze sich dafür ein, Bildungsmittel bevorzugt für die Sicherung einer soliden Schulausbildung zu verwenden, während Berlin sich bislang eher als Meister von Ausgaben für die Nachqualifikation bewiesen habe.

Mit Hochdruckpumpen gegen Corona

Dass die Corona-Pandemie für KNAUER auch positive Auswirkung hatte, überraschte schließlich nicht nur Sebastian Czaja. Hatten sich Geschäftsleitung und Belegschaft beim ersten Lockdown noch Gedanken gemacht, wie es mit ihren Chromatografie-Geräten zur Analytik von beispielsweise Lebensmitteln und Umweltproben weitergehen und selbst hart betroffene Kunden reagieren würden, verwarf die Kundenanfrage eines namhaften Pharmaunternehmens im Sommer 2020 aber dann die Aussicht auf Kurzarbeit: Das Unternehmen suchte Unterstützung bei der Entwicklung einer Anlage zur Herstellung von Lipid-Nanopartikeln (LNP) für seine Impfstoffproduktion.

Lipid-Nanopartikel sorgen bei den mRNA-Impfstoffen (beispielsweise Biontech) für die Einkapselung und den Schutz der empfindlichen mRNA, damit diese sicher an ihren Wirkort, die Zelle, gelangen kann. Bis dahin gab es nur kleine Anlagen zur LNP-Herstellung für nur geringe Mengen Impfstoff. Doch die engagierten KNAUER-Ingenieure griffen auf eine Schlüsselkomponente – die präzise Hochdruckpumpe – zurück und entwickelten so in Rekordzeit gemeinsam mit dem Kunden (dessen Namen KNAUER vertragsgemäß nicht nennen darf) den Prototypen einer größeren Anlage, die wöchentlich LNP für mehrere Millionen Impfstoffdosen herstellen kann. – Ein Erfolg, der KNAUER in kürzester Zeit zum wichtigen Zulieferer von Geräten für die m-RNA-Impfstoffproduktion werden ließ.

Carsten Losch, zweiter Geschäftsführer und Vertriebsleiter, freut sich mit dem gesamten Unternehmen: „Kaum jemand weiß, dass KNAUER einen entscheidenden Teil dazu beigetragen hat, dass Ende 2020 mit der Produktion von Corona-Impfstoff auf mRNA-Basis im großen Stil begonnen werden konnte. Das macht uns sehr stolz.“

Der Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja bekam beim abschließenden Rundgang durch die verschiedenen KNAUER-Stationen mit High-Tech-Labor, moderner CNC-Teilefertigung und Gerätemontage einen überzeugenden Überblick vermittel, wie das vielausgezeichnete Unternehmen höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird – und sich einmal mehr mit einer Entwicklung als Hidden Champion bewiesen hat.

Weitere Informationen unter www.knauer.net

Jacqueline Lorenz

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