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Widerstand in Schöneberger Kohlenhandlung

Neues Buch über den Treffpunkt von Julius Leber und anderen Widerstandskämpfern

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Januar 2021
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„Treffpunkt Kohlenhandlung“. Ein Lern- und Gedenkort für Annedore und Julius Leber. 111 Seiten, 14,50 Euro.
„Treffpunkt Kohlenhandlung“. Ein Lern- und Gedenkort für Annedore und Julius Leber. 111 Seiten, 14,50 Euro.

Widerstand auf der Roten Insel in Schöneberg. Die Kohlenhandlung Bruno Meyer Nachf. an der Torgauer Straße war Treffpunkt von Julius Leber und anderen Widerstandskämpfern. Sie alle kämpften gegen den Nationalsozialismus. Nach Kriegsende – Julius Leber wurde für seine Überzeugungen 1945 zum Tode verurteilt – gründete seine Witwe Annedore den Mosaik-Verlag, der in genau dieser Kohlenhandlung seinen Sitz hatte. Später änderte sie den Namen zu Annedore-Leber-Verlag. Hier veröffentlichte sie Literatur über den Widerstand im Nationalsozialismus, aber auch politische Bücher, Kinder- und Jugendbücher, die sich mit Demokratie und Toleranz befassten sowie pädagogische Literatur.

Langer Weg zum Lern- und Gedenkort

Der Arbeitskreis „Lern- und Gedenkort Annedore und Julius Leber“ engagiert sich seit 2012 für den Erhalt der ehemaligen Kohlenhandlung auf der Roten Insel in Berlin-Schöneberg. Das neu erschienene Buch enthält auf 111 Seiten zahlreiche Fotos und Pläne aus Geschichte und Gegenwart. Es beschreibt das Konzept für einen Lern- und Gedenkort und den langen Weg dahin. Die bislang vier Ausstellungen vor der ehemaligen Kohlenhandlung werden mit zahlreichen Abbildungen dokumentiert. Annedore und Julius Leber setzten ihr Leben für ihre Überzeugung ein. Ihre Geschichte und die ihrer Kohlenhandlung stehen im Mittelpunkt der Veröffentlichung.

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