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Germaniagarten-Silbersteinkiez

Berlinweit erstes bezirksübergreifendes Pilotprojekt

Gemeinsames Engagement für den Germaniagarten-Kiez: Jörn Oltmann Jutta Kaddatz und Jochen Biedermann. Foto: BA Tempelhof-Schöneberg
Gemeinsames Engagement für den Germaniagarten-Kiez: Jörn Oltmann Jutta Kaddatz und Jochen Biedermann. Foto: BA Tempelhof-Schöneberg
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Juli 2017
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Am 1. Juni standen die Tempelhof-Schöneberger Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz (Bildung, Kultur und Soziales) und Bezirksstadtrat Jörn Oltmann (Stadtentwicklung und Bauen) sowie der Neuköllner Stadtrat Jochen Biedermann (Stadtentwicklung, Soziales und Bürgerdienste) der Presse Rede und Antwort. Denn seit diesem Jahr wurde die Förderkulisse Germaniagarten über die Bezirksgrenzen hinaus erweitert.

Im Germaniagarten-Kiez setzt die zuständige Regionalkoordination des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg bereits seit 2014 Fördermittel der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ein. Hier wohnen ca. 3.800 Personen, die oftmals in schwierigen Verhältnissen leben. Zu den bisherigen Maßnahmen gehörte die Umgestaltung der Seniorenfreizeitstätte „Berliner Bär“ zu einem Nachbarschaftstreff mit Schwerpunkt Senioren, die Umsetzung von Theaterprojekten für Kindergartenkinder aber auch der Kiezfonds, mit dem Bewohner die Möglichkeit haben, kleine Projekte bis 1000 Euro umzusetzen. Die Angebote wurden gut angenommen.

In der alltäglichen Arbeit vor Ort wurde deutlich, dass die Situation der Bewohner im Silbersteinstraßen-Kiez ganz ähnlich ist. Daher haben sich die Bezirksämter aus Tempelhof-Schöneberg und Neukölln zusammen getan, denn sozialraumorientierte Arbeit soll sich an die Bedürfnisse vor Ort richten und darf nicht vor Bezirksgrenzen Halt machen. Seit diesem Jahr können auch die knapp 5.000 Bewohner und Einrichtungen aus dem Gebiet der Silbersteinstraße Gelder aus dem nunmehr gemeinsamen Kiezfonds beantragen.

Für diesen Sommer ist am 19. September 2017 ein gemeinsames Kiezfest geplant, das als erste große Aktion allen Bewohnern ermöglichen soll, interessante Angebote zu entdecken und dabei mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen.

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