Steglitz-Zehlendorf
Junge Menschen als Vorbild für freiwilliges Engagement
Präsentation der Bezirkshelden 2025 in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek

27.03.2026: Sie engagieren sich in ganz besonderer Weise freiwillig, zeigen Initiative im Schulbereich, in Sportvereinen, in Hilfs- und kreativen Projekten: Junge Menschen, die Vorbild für ihresgleichen sind und Mut machen, sich ebenfalls freiwillig zu engagieren. Dafür wurden aktive Kinder und Jugendliche 2025 zum 17. Mal im Bezirk Steglitz-Zehlendorf unter Zusammenarbeit vom Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf mit der Jugendkunstschule ausgezeichnet und bereits im November im Rahmen einer Veranstaltung geehrt.

In Vorbildfunktion für Einsatz, Energie und Miteinander stellen sie sich in diesem Jahr nun anderen jungen Menschen in einer ganz besonderen Ausstellung an passendem Standort im Jugendbereich der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek vor, die in Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf (KiJuB SZ) mit der bezirklichen Jugendkunstschule YouKunst entstanden ist. Auf einer digitalen Stele lernt man die Jugendlichen und ihre Motivation kennen – und bekommt vielleicht Lust, sich ebenfalls auf den Weg zur Bezirksheldin oder zum Bezirkshelden zu machen – selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und mit eigenen Ideen.

Digitale Heldengeschichten
Bei der Eröffnung der Ausstellung Ende Februar waren neben der Leiterin des KiJuB SZ, Julia „Jule“ Kumbier, und dem Leiter von YouKunst, Henning Harms, auch Jugendstadträtin Carolina Böhm und Schulstadträtin Malgorzata Sijbrandij dabei, zeigten offen ihre Begeisterung über das Bezirkshelden-Projekt und bedankten sich bei den engagierten Kinder und Jugendlichen sowie beim KiJuB SZ, die dies möglich machen, indem sie mit ihren Aktivitäten einen wichtigen Beitrag für den Bezirk leisten.

„Hier in der Lieblingsbibliothek vieler Bezirksbürgerinnen sind die jungen Heldinnen nun ständig präsent und sollen darauf aufmerksam machen, dass sich möglich viele neue junge Helden aus dem Bezirk für 2026 vorstellen sollen“, erklärte Carolina Böhm und Malgorzata Sijbrandij ergänzte, dass gerade an diesem modernen Ort, der täglich rund 2.000 Bibliotheksbesucher anzieht, genau der richtige Platz für die Präsentationsstele sei, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. YouKunst-Leiter Harms verdeutlichte, wie wichtig und erfolgreich für eine erfolgreiche Verbindung von Jugend- und Bildungsarbeit die bereits zehnjährige zwischen Bezirksamt, KiJuB SZ und Jugendkunstschule bestehende Kooperation sei – deutlich geworden wieder einmal durch das aktuelle, vom Bezirk finanzierte Bezirkshelden-Projekt. Sein besonderer Dank galt dabei auch dem jungen Fotografen Inhwan Oh, Kursleiter von YouKunst, der an der UdK Berlin Industrie- und Produktdesign studiert hat und mit diesem Fotoauftrag ganz neue Erfahrungen mit jungen Menschen vor der Kamera gesammelt hat. Seinem Einfühlungsvermögen ist zu verdanken, dass auf seinen Fotos junge Menschen zu sehen sind, wie sie wirklich sind – ohne Filter und digital unverfälscht und selbst ausgewählt. Mitsprache- und Entscheidungsrecht haben alle Ausgezeichneten jedes Jahr auch beim Erstellen des jeweils neuen Helden-Designs. So ging auch 2025 nach ihren Ideen das aktuelle Kooperations-Logo an den Start: Hand in Hand eine helle und eine dunkle Hand.

Vorgestellt
Von den 18 Ausgezeichneten zwischen 10 und 21 Jahren, von denen sich neun in der im Rahmen des professionellen Fotoshootings erstellten Präsentation öffentlich vorstellen, waren lediglich vier am Eröffnungstag der Ausstellung anwesend; Erkältungswelle und schulische Verpflichtungen bedingten dies.
Vor Ort waren Julius (11), Lona (12), Lilith (15) und Karl (19). Julius engagiert sich, „weil es einfach Spaß macht, Verantwortung zu übernehmen“. Als Konfliktlotse und Klassensprecher engagiert, zeigt er auch im Karate-Verein Einsatz. Erst von Freunden erfuhr er, dass er für die Bezirkshelden vorgeschlagen ist, seine ältere Schwester hatte ihn angemeldet. Lona nennt es eher einen Zufall, dass sie vorgeschlagen wurde. Als Schulsprecherin und aktiv im Bezirksschülerausschuss (BSA) setzt sie sich für das Mitbestimmungsrecht von Mitschülern und für Demokratiebildung an ihrer Schule ein, damit Schule ein Ort ist, an dem gerne gelernt wird. Sie gilt als selbstständig, zuverlässig und motiviert. Sie und Lilith kennen sich von ihrer beider Arbeit im BSA her. Lilith – vorgeschlagen von einem Schulsozialarbeiter – zeigt außerdem in der Schülervertretung und als Schulsprecherin Engagement für Demokratiebewusstsein, Vielfalt und Gerechtigkeit, setzt sich gegen Diskriminierung und damit für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein. – Nicht zuletzt, weil ihr ein erfolgreicher Austausch zwischen den Schulen im Bezirk am Herzen liegt. Und dann ist da noch Karl, gerade mitten im Abitur. Warum er sich engagiert? „Weil ich morgen noch in einer Demokratie leben möchte“, seine klare Antwort. Wer ihn vorgeschlagen hat, weiß er bis heute nicht. Als stellvertretender Vorsitzender im Landesschülerausschuss tritt er für Demokratiebewusstsein ebenso ein wie als beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Mit aktiver Projektarbeit macht er sich für Mitbestimmung stark. Er hat ein Auslandsjahr in den USA hinter sich, und daraus „eine andere Perspektive auf die Welt bekommen“. Mit Englisch und Geschichte Leistungskurs kann der Gymnasiast sich durchaus vorstellen, nach dem Abi etwas aus dem Politischen Bereich zu studieren, vielleicht auch Philosophie oder Internationale Beziehungen. Sein Engagement sieht er neben der Schule wie einen zweiten Job, der manchmal zwar etwas davon abhält, mehr Sport zu machen, dafür aber mindestens genauso viel Spaß macht. Bei solch engagierten jungen Leuten, die als weitere Bezirkshelden u. a. auf dem Ponyhof, bei den Pfadfindern, der Freiwilligen Feuerwehr oder im Jugendbetreuungshaus Engagement und Einsatz für Andere zeigen, ist einem vor der Zukunft gleich weniger bange. – Und man wünscht sich noch viele weitere so taffe junge Menschen im Bezirk, die auch zukünftig als Bezirkshelden von sich reden machen.

Übrigens – nicht nur mit der Präsentation ist das KiJuB SZ in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek zu Gast: Jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr ist im Jugendbereich das Mobile Wohnzimmer (MoWo) geöffnet und bietet eine kostenlose und vertrauliche Jugendsprechstunde an sowie ein Prüfungscoaching.
Anmeldung und weitere Informationen unter www.kijubsz-berlin.de
Jacqueline Lorenz




