Wort der Bezirksbürgermeisterin
Steglitz-Zehlendorf April 2026

Erschienen in Gazette Steglitz und Zehlendorf April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
mit dem April beginnt für viele Menschen eine Zeit, in der sich der Frühling zunehmend bemerkbar macht. Die Tage werden länger, erste Blüten sind zu sehen, und das Leben verlagert sich nach und nach wieder stärker nach draußen.
Wie in jedem Frühling ist die Kirschblüte entlang des Berliner Mauerwegs zwischen Teltow und Lichterfelde ein Highlight. Ab Mitte April erblühen hier mehr als 1000 Kirschbäume und verwandeln das Gebiet in eine beeindruckende rosa Blütenpracht. Je nach Abschluss der derzeit noch laufenden Arbeiten am Japaneck kann der Mauerweg im April nur eingeschränkt genutzt werden. Alternativ können Sie auf die Kirschblüte im Lilienthalpark ausweichen. Die in Lichterfelde gelegene Grünanlage erinnert an den Flugpionier Otto Lilienthal (1848–1896), der den 15 Meter hohen „Fliegeberg“ 1894 für seine Flugversuche aufschütten ließ. Wo auch immer im Bezirk: Die Kirschbaumblüte ist ein ganz besonderer Moment, in dem sich die Jahreszeit von ihrer schönsten Seite zeigt.
Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks laden am 12. April auf dem Ludwig-Beck-Platz dazu ein, die Vielfalt des Kunsthandwerks kennenzulernen und mit Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern ins Gespräch zu kommen.
Im Bereich der Inklusion möchte ich Sie auf den „Stadtteil der Sinne“ aufmerksam machen – ein Projekt des Blindenhilfswerks Berlin e. V. in Steglitz (www.blindenhilfswerk-berlin.de/?p=778). Er lädt dazu ein, den Alltag aus der Perspektive von Menschen mit Seheinschränkungen kennenzulernen. Besucherinnen und Besucher können auf einem Parcours erleben, wie sehr sich Wahrnehmung und Orientierung verändern, wenn der Sehsinn nicht im Mittelpunkt steht. Mit Hilfe eines Langstocks ist der Weg durch den Parcours zu finden, wobei das Berliner Stadtgeschehen durch entsprechende Geräusche simuliert wird. Dadurch müssen sie sich neu orientieren, etwa durch akustische Signale, die sie im Alltag kaum wahrnehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 1886 setzt sich das Blindenhilfswerk dafür ein, dass Menschen mit eingeschränkter Sehkraft ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Der „Stadtteil der Sinne“ macht beispielhaft deutlich, wie wichtig Inklusion und gegenseitiges Verständnis für das Zusammenleben in unserer Stadt sind.
Projekte und Veranstaltungen wie diese zeigen, wie lebendig unser Bezirk ist und wie wichtig Orte der Begegnung für das gemeinschaftliche Leben sind. Ein weiteres Highlight im April sind die Osterfeiertage, die für viele Menschen eine willkommene Gelegenheit sind, im Kreis von Familie und Freunden zusammenzukommen oder ein paar freie Tage zu genießen. Ich wünsche Ihnen eine frohe Osterzeit und den Schülerinnen und Schülern erholsame Osterferien.
Ihre
Maren Schellenberg
Bezirksbürgermeisterin








