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Steglitz-Zehlendorf

Regionalinkubator (RIK) Berlin Südwest als Ideenbeschleuniger

Dynamisches Projektteam im Einsatz für unseren Zukunftsort

RIK-Projektteam mit Ideen für Ideengeber: Clemens Haack, Lalida Große, Annika Liesenfeld und Juri Effenberg (v.l.n.r.). Foto: Christian Schneider / RIK Berlin Südwest
RIK-Projektteam mit Ideen für Ideengeber: Clemens Haack, Lalida Große, Annika Liesenfeld und Juri Effenberg (v.l.n.r.). Foto: Christian Schneider / RIK Berlin Südwest

20.02.2026: Die elf Zukunftsorte in Berlin sind strategische Innovationsstandorte, an denen Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie intensiv vernetzt werden. Sie dienen als Motoren für wirtschaftliches Wachstum und sind entscheidend für Berlins Wettbewerbsfähigkeit und fördern nachhaltige Lösungen u. a. in den Bereichen Energiewende und Smart City. Dazu bündeln sie Start-ups, Hochschulen sowie etablierte Unternehmen. Steglitz-Zehlendorf spielt erfolgreich mit in dieser Liga und steckt als Zukunftsort Berlin Südwest voller Potenziale, ist dabei nachhaltig, innovativ und ausbaufähig. Großes Potential steckt gerade in den Bereichen Wirtschaft & Unternehmen, Wissenschaft & Forschung sowie Kultur & Tourismus. Um dies hervorzuheben und zündende Ideen netzwerkorientiert zu beschleunigen, ist Ende 2021 noch unter dem damaligen Projektleiter Prof. Dr. Frank Schaal der Regionalinkubator (RIK) Berlin Südwest an den Start gegangen. RIK Berlin Südwest ist ein Projekt der bezirklichen Wirtschaftsförderung, das bis Ende 2027 läuft. Es wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ mit Bundes- und Landesmitteln – vertreten durch die Senatsverwaltung – gefördert und kofinanziert. Im Gespräch Player und Akteure zusammenbringen, vernetzen, Ideengeber über das eigene Netzwerk hinaus unterstützen, und so an RIK herangetragene Ideen in der Umsetzung zu verbreiten und beschleunigen – nur einige der vielfältigen Aufgaben, die das vierköpfige junge RIK-Projektteam motiviert stemmt.

Machen wir was daraus!

Vor zwei Jahren, 2024, hat Juri Effenberg den Projektleiter-Staffelstab übernommen. Aus seinem Studium der Fächer Politik, Wirtschaft und Organisation bringt er das nötige Rüstzeug mit, um ein stabiles Netzwerk von Partnern und Innovatoren zu schaffen, die gemeinsam mehr bewegen können. An seiner Seite in dem dynamischen Nachwuchsteam – nicht weniger fachkundig – Projektmanagerin Lalida Große, die über die wirtschaftliche Entwicklung des Berliner Südwestens hinaus auf eine Kultur des Austauschs und des Miteinanders setzt. Daneben lobt Projektassistent Clemens Haack an Steglitz-Zehlendorf besonders, dass es allen engagierten Akteuren eine einladende Chance bietet, vor Ort nachhaltig zu wirken und erfolgreich mitzugestalten. Seit Kurzem vervollständigt Werkstudentin Annika Liesenfeld das aktive Projektteam in der Projektassistenz: Sie motiviert besonders die Tatsache, dass das Projekt nicht nur aktuelle Herausforderungen aufgreift, sondern echte Chancen eröffnet, die Zukunft Steglitz-Zehlendorfs aktiv mitzugestalten. Das Team arbeitet in allen Bereichen Hand in Hand, wie Juri Effenberg betont: „Unser Aufgabenspektrum, das wir zu bedienen suchen, ist super breit. – Aber es gelingt uns. Wir vier Leute haben das gemeinsame Interesse, den Bezirk voranzubringen, haben auch privat einen Bezug zu ihm. Das verbindet. Der Bezirk ist unsere Zukunft. Doch die Förderperiode für das Projekt ist nur begrenzt auf sechs Jahre angelegt, daher drängt die Zeit.“

Gutshaus Steglitz
Im Gutshaus Steglitz befindet sich das Projektbüro des RIK Berlin Südwest.

Gute Ideen

der vier Projektleute nutzen diese Zeit. Sie haben schon einiges von ihrem Sitz, dem repräsentativen Gutshaus Steglitz aus, auf den Weg gebracht, ihr Netzwerk nicht zuletzt über Social Media verdreifacht und Kontakte auf Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Tourismus erfolgreich ausgeweitet. Inspirierende Schaffensphase ist längst angesagt, unterstützt und begleitet werden sie für die Sache Zukunftsort Berlin Südwest von Partnern in den großen regionalen Universitäten ebenso wie von lokalen Unternehmen, Unternehmerverbänden, Kulturschaffenden und Bezirksvertretern. Doch das reicht dem ehrgeizigen Team nicht, das auch überregional stärker auf den Bezirk aufmerksam machen will. Das auf dem Dahlemer Campus an der Fabeckstraße im Aufbau stehende WISTA-Innovations- und Gründungszentrum FUBIC, das Ende 2026 fertig sein soll, kommt mit angrenzendem Life-Science-Projekt FUHUB da gerade recht. – Mit auf den Weg gebracht wurde es noch vom Regionalmanagement Berlin Südwest, ein vorangegangenes Projekt der Wirtschaftsförderung. Für diesen neuen Innovationsort nun bringt RIK Berlin Südwest ebenfalls „vorausschauend“ und als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung interessante Akteure zusammen und Kooperationen zustande, die demnächst im FUBIC wie in einem behüteten Nest nachhaltige Ideen ausbrüten dürften und Strahlkraft weit über den Bezirk hinaus versprechen. Ein wichtiges Herzstück der RIK-Projekt- und Vernetzungsarbeit ist der beliebte RegioTalk, der regelmäßig Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammenbringt, an spannenden Bezirksorten zu unterschiedlichsten, die verschiedenen Zielgruppen bewegenden Themen lädt und hochrangige Experten die wichtigsten Fragen von regionaler und überregionaler Bedeutung diskutieren lässt – zu Themen wie Unternehmensnachfolge, Inklusion oder Kreativwirtschaft im Tourismus, wobei der Focus auf wirtschaftlichem Aspekt liegt. Aber auch vom RIK mitorganisierte Events wie die Wirtschaftsgespräche Berlin Südwest oder Unternehmertalks, tragen dazu bei, innovative Ideen schneller zu verbreiten und Interessierte zusammenzubringen.

Hier geht was!

Inhaltliche Schwerpunkte des RIK Berlin Südwest liegen auf den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Vernetzung, aber auch in der Förderung von Tourismus und Kultur.

So setzt, wie Juri Effenberg betont, das RIK-Projekt aktuell verstärkt auf eine Stärkung der Metropolregion Berlin-Brandenburg, wozu Tourismuspflege unverzichtbar ist. Dazu werden von der Projektgruppe gemeinsam mit Partnern aus Brandenburg in der Broschüre „Näher als gedacht“ Ausflugsziele im Umland des Berliner Südwestens vorgestellt, die mit dem Deutschlandticket von Steglitz-Zehlendorf in einer Zeit unter zwei Stunden erreichbar sind, darunter Kloster Zinna, der Große Refraktor Potsdam und Schloss Paretz. Darüber hinaus gibt es in der überarbeiteten Broschüre „Schätze des Berliner Südwestens“ mit übersichtlichen Karten Tipps und Touren für einzigartige Tage in Steglitz-Zehlendorf mit und ohne Rad. Und auch die Kultur lässt RIK nicht zu kurz kommen, indem er in der Broschüre „Kreativ im Kiez“ Persönlichkeiten, die bereits weit über den Zukunftsort Steglitz-Zehlendorf hinaus Leuchtturmfunktion besitzen, ebenso vorstellt wie solche, die dem Bezirk noch viel zu geben haben – von Kunstsammler und Maler Achim Freyer über Schauspieler und Intendant Dieter Hallervorden bis Küchenchef André Sawahn.

Doch gerade auf dem Gebiet der Kooperationen und des Austauschs mit Brandenburg und den Nachbarn Kleinmachnow, Teltow und Potsdam „geht noch was“, bis das Netzwerk so fest geknüpft ist, wie bereits in Steglitz-Zehlendorf und mit manchen Berliner Nachbarbezirken. Die RIK-Projektgruppe sieht sich auf gutem Weg, bis Ende 2027 hat sie noch viel vor in dieser Richtung. Und so werden die Vier aus dem Gutshaus auch in der verbleibenden Projektzeit und mit der Wirtschaftsförderung hinter sich mit Gestalten, Entdecken und Vernetzen den Bezirk und seine Akteure stärken und alle einen guten Schritt Richtung Zukunftsort voranbringen.

Regionalinkubator

Die Broschüren sind beim Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und über die Wirtschaftsförderung erhältlich.

Weitere Informationen und Termine zu RegioTalks etc. sowie Kontakt unter www.regionalinkubator.de

Jacqueline Lorenz

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