Linksextremer Terroranschlag auf das Stromnetz
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf diskutiert

Erschienen in Gazette Steglitz und Zehlendorf März 2026
Am 3. Januar 2026 verursachte ein linksextremistischer Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Lichterfelde einen massiven Stromausfall. Rund 45.000 Haushalte mit 100.000 Menschen und zahlreiche Betriebe im Südwesten waren bis zum 7. Januar ohne Strom. Die Reparaturarbeiten am Stromnetz wurden durch das Winterwetter sehr erschwert. Dank der Hilfe durch Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Hilfsorganisationen, Kirchengemeinden, Verwaltungen, Nachbargemeinden und nicht zuletzt auch durch das nachbarschaftliche Engagement konnte vielen Menschen in dieser Notsituation geholfen werde.
René Rögner-Francke, Bezirksverordnetenvorsteher
CDU-Fraktion
Der Linksterror gegen unser Stromnetz zeigt, dass der Linksextremismus in Auswirkungen und Gewaltbereitschaft unterschätzt wird. Da haben Linke nun also für 5 Tage ihre „Gleichheit“ für 100.000 Steglitz-Zehlendorfer hergestellt, und das binnen weniger Minuten; Castro, Maduro, Honecker etc. benötigten immerhin jeweils Jahre. Dabei haben die Linksterroristen bewusst den Tod von Menschen in Kauf genommen: Alte, Kranke und Schwache gerieten in Todesgefahr, ob es Tote gab ist noch unklar, linksterrorbedingte Körperverletzungen allerdings. Für die Linksterroristen ist dies für „die gute Sache“ hinzunehmen, für uns nicht! Die Würde, Gesundheit und Freiheit jeden einzelnen Einwohners steht für uns an vorderster Stelle, der Mensch über der Ideologie. Umso befremdlicher ist es, dass eine Bezirksverordnete der die grüne Bürgermeisterin tragenden Zählgemeinschaft aus Grünen, SPD und FDP die Debatte über den Terror mit dem Tragen eines Oberteils mit dem Symbol der „Antifaschistischen Aktion“ bestritt. Der Verfassungsschutz stuft das Symbol als „Zeichen militanter Aktionsformen“ des Linksextremismus ein. Konsequenz bei Grünen, SPD und FDP?
Torsten Hippe
B‘90/Grünen-Fraktion
Der mutmaßlich linksextremistische Terroranschlag auf die Kabelbrücke in Lichterfelde war ein Angriff auf unsere Infrastruktur und unsere Gesellschaft. Doch statt sich spalten zu lassen, standen die Menschen in unserem Bezirk zusammen: sie haben sich gegenseitig geholfen, ihre Türen geöffnet, warme Suppe verteilt und nach ihren Nachbarn geschaut. Und auch, wenn wir die Abläufe im Katastrophenschutz auf Landes- und Bezirksseite gründlich analysieren müssen: Es ist die enorme Hilfsbereitschaft der Menschen in unserem Bezirk, die in der Rückschau beeindruckt. Und es war die Leistungsbereitschaft der Hilfsorganisationen und Freiwilligen, von Feuerwehr und Polizei, der Mitarbeitenden und Verantwortlichen im Bezirk und weit darüber hinaus bis in andere Bundesländer, die in kürzester Zeit ein Hilfs- und Koordinierungszentrum im Rathaus Zehlendorf und weitere Notunterkünfte an mehreren anderen Orten geschaffen und noch schlimmeres Unheil verhindert haben. Trotzdem ist es wichtig, dass der Katastrophenschutz jetzt stabiler aufgestellt und koordiniert wird. Die zwei zusätzlichen Stellen im Bezirk können da nur ein Anfang sein.
Ulrike Kipf
SPD-Fraktion
Die BVV diskutierte in ihrer letzten Sitzung über den Stromausfall Anfang Januar. Die Debatte verlief lange sachlich und konstruktiv: Es ging um den Katastrophenschutz und konkrete Schritte für mehr Resilienz.
Später schlug der Ton leider in populistisches Wahlkampfgetöse um. Obwohl die Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen sind, scheint für die CDU eine linksextremistische Täterschaft bereits gesetzt – was genutzt wurde, um die Haltung linker Parteien generell in Frage zu stellen. Einer unserer Bezirksverordneten wurde vorgeworfen, durch das Tragen eines antifaschistischen Symbols auf ihrer Kleidung den Anschlag gutzuheißen – eine infame Unterstellung, die in rechten bis rechtsextremen Kreisen begeistert aufgegriffen wurde. Wir sagen es daher noch einmal klar: Die SPD distanziert sich in aller Form von den Täterinnen und Tätern und ihren wirren politischen Forderungen. Wer Anschläge auf die kritische Infrastruktur verübt und Menschenleben gefährdet, ist nicht links, sondern kriminell. In der Krise hat unsere Gesellschaft Zusammenhalt und Solidarität gezeigt. Auch die Aufarbeitung sollte in diesem Geiste stattfinden.
Carolyn Macmillan
FDP-Fraktion
Der linksterroristische Brandanschlag auf das Stromnetz hat gezeigt, wie verwundbar hochmoderne Infrastruktur ist. Für uns Freie Demokraten (FDP) ist klar: Katastrophenschutz muss vorbereiten statt überraschen, informieren statt verunsichern und Menschen befähigen, im Ernstfall selbstständig zu handeln. Wir sahen aber auch: unsere Gesellschaft ist stark. Statt Resignation erlebten wir Solidarität: Nachbarn halfen einander, kochten, organisierten. Viele warteten nicht auf den Staat, sondern übernahmen Verantwortung. Wir brauchen nun eine ehrliche Aufarbeitung: Was hat funktioniert? Wo müssen Abläufe verbessert werden? Was darf sich so nicht wiederholen? Zuständigkeiten müssen eindeutig sein – vom Ausrufen des Katastrophenfalls bis zur Koordination zwischen Bezirk, Senat, Blaulicht- und Hilfsorganisationen. Diese Prozesse müssen regelmäßig geübt werden. Die Bevölkerung sollte – wie in skandinavischen Ländern – für mindestens drei Tage vorsorgen können. Auch braucht es besseren Schutz kritischer Infrastruktur, verlässliche Information und konsequente Eigentumssicherung. Der nächste Vorfall könnte schneller kommen als erwartet.
Mathia Specht-Habbel
AfD
Der Senat bot „großes Tennis“ und die Welt schaut auf diese Stadt. Für die Ergreifung der Täter des linksterroristischen Anschlags auf das Stromnetz liegt das Preisgeld bei einer Million Euro. Eine Million. Hunderttausend Berliner erlebten den schwersten Stromausfall seit Kriegsende – und das völlige Versagen der Verantwortlichen. Während illegale Flüchtlinge in Luxushotels residieren, wird eine betagte Dame in einer Sporthalle aufgebahrt und für ein Pressefoto inszeniert. Kanzler Merz meint: „Wir hätten das … nicht viel besser machen können.“ Beschämend! Bürgermeister, Senator oder Stadtrat ist kein Ausbildungsberuf. Selbstgerechtigkeit ersetzt keine Führung. Moral ersetzt keine Kompetenz. Ausreden schützen keine Menschenleben. Linke „Aktivisten“ haben freie Hand: 2021 strich der SPD-Grüne-Linke-Senat die Mittel zur Beobachtung des Linksextremismus und löste die zuständige Abteilung auf. Wer den Staat entwaffnet, darf sich über Extremismus nicht beklagen. Die Antifa nutzt das Vakuum. Und genau diese Leute wollen unsere Stadt in vage „Transformationen“ führen? Ein lebensgefährliches Schauspiel. Die Berliner haben die Wahl.
Peer Lars Döhnert
Die Linke
Der Anschlag am Teltowkanal hat gezeigt, wie angreifbar unsere Energieversorgung ist. Auf einer anonymen Internetseite bekannte sich eine „Vulkangruppe“. Diese Gruppen verüben seit 15 Jahren Anschläge, ohne dass Sicherheitsbehörden bislang eine Person beweissicher einer Tat zuordnen konnten. Wir wissen nicht, wer uns angreift und die Sicherheit und das Leben von Menschen gefährdet. CDU und AfD wollen die Ermittlungen aus politischem Kalkül allein auf „Linksextremismus“ verengen. Das könnte ein folgenschwerer Fehler sein. Unsere Behörden sind hoffentlich klüger und ermitteln ergebnisoffen. Wer auch immer für diese Anschläge verantwortlich ist, muss zur Rechenschaft gezogen werden. Auch müssen wir unsere Infrastruktur absichern und uns krisenfester machen. Die Linke will, dass unser Bezirk dies zusammen mit Teltow und Kleinmachnow angeht. Es braucht geeinte Notfallpläne und einen gemeinsamen Grundstock zur Not- und Erstversorgung, der für alle erreichbar ist. Der Stromausfall hat gezeigt, was schon bei Corona sichtbar wurde: Wer Geld hat, kann sich tlw. aus Krisen herauskaufen. Alle anderen brauchen einen handlungsfähigen Staat.
Dennis Egginger-Gonzalez










