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Ottilie-von-Hansemann-Haus saniert

Denkmalimmobilie mit 100-jähriger Geschichte

Erschienen in Gazette Charlottenburg April 2017
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Am 4. März wurde der Abschluss der Sanierung des Ottilie-von-Hansemann-Hauses an der Otto-Suhr-Allee 18-20 mit einem Fest gefeiert.

Der Prachtbau an der Otto-Suhr-Allee hat eine 100-jährige Geschichte. Das Gründerzeitgebäude mit Säulen, Stuckverzierungen und Freitreppe wurde von der Profi Partner AG mit erfahrenen Partnern aufwendig saniert und dem Ursprung nach wieder zur Wohnanlage umgebaut. So sind insgesamt 97 modern ausgestattete Apartments entstanden. Ein moderner Neubau mit viel Glas und Balkonen komplettiert die Denkmalimmobilie.

Das ehemalige „Viktoria-Studienhaus“ wurde 1914-15 von Emilie Winkelmann, der ersten selbständigen Architektin Deutschlands, errichtet. Es entstand unter dem Protektorat von Kaiserin Auguste Viktoria dank der Privatinitiative der Frauenrechtlerin Ottilie von Hansemann als Studentinnenheim nach dem Vorbild englischer Frauencolleges und bot Lernen und Wohnen unter einem Dach. In direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität und zu den beiden Kunsthochschulen bot es Platz für 100 Studentinnen.

Angeboten wurden wissenschaftliche Vorbereitungskurse für Ergänzungsexamen für Oberlyzeal-Abiturientinnen und Pädagogikkurse zur Vorbereitung auf den Lehrberuf. Es gab mehrere Gemeinschaftsräume, einen Speise-, Turn- und Festsaal mit Bühne, sowie eine Bibliothek mit Lesesaal. Daneben standen den Studentinnen Wohnräume, jeweils mit Balkon und für musikstudierende Hochschülerinnen solche mit Schalldämmung, zur Verfügung.

Ab 1945 wurde das Haus als Behelfskrankenhaus und Altersheim genutzt, ab 1957 wieder als Studentinnenwohnheim, danach von der Deutschen Bank als Verwaltungsgebäude. Im Haus befand sich das Theater „Tribüne“, das im August 2011 geschlossen wurde. Seit Ende 2014 wurde das Haus von Investor Dirk Germandi saniert.

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