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Soziale Kontrolle durch mobile Nachtlichter

Einsatz in Schöneberg Nord

Foto: think SI³
Foto: think SI³
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Mai 2023
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Im Regenbogenkiez sind die Nachtlichter bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz und sorgen am Wochenende in den Nachtstunden für mehr Sicherheit im Kiez. Jetzt wird das Projekt auch auf andere Bereiche im Schöneberger Norden ausgeweitet. Grund dafür sind die sich häufenden Beschwerden aufgrund von Feiernden und damit verbundenen Ruhestörungen sowie einer Zunahme des Drogenkonsums im öffentlichen Raum.

Am Wochenende im Einsatz

Die mobilen Nachtlichter sind in den Nächten von Freitag zu Samstag und Samstag zu Sonntag von 18 bis 24 Uhr im Einsatz und fahren mehrere Orte ab. Dazu gehören unter anderem der Crellemarkt, die Steinmetzstraße, der Bayerische Platz, die Apostel-Paulus-Kirche und der Rudolph-Wilde-Park. Die mobilen Nachtlichter werden zusätzlich noch an Feier- und Brückentagen eingesetzt. Das Projekt ist als Pilotphase vorerst bis Ende September begrenzt. Danach folgt eine Auswertung.

Frühzeitig informieren

Um frühzeitig informiert zu sein, sind die Nachtlichter dabei auf Unterstützung angewiesen: Sollten hilfebedürftige Personen, anbahnende Streitigkeiten oder Störungen der öffentlichen Ruhe auffallen, erreichen Sie die mobilen Nachtlichter in den angegebenen Einsatzzeiten telefonisch unter 0178 764 01 36.

Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann führt aus: „Mit den Nachtlichtern im Regenbogenkiez haben wir seit dem Jahr 2020 gute Erfahrungen im Umgang mit Konflikten im öffentlichen Raum gesammelt. Daher freut es mich, dass wir dieses Konzept jetzt in einer Pilotprojektphase auf den Bereich Schöneberg Nord weiter ausdehnen, um Konflikten von Ruhestörungen bis hin zu Streitigkeiten im öffentlichen Raum proaktiv begegnen zu können. Das entlastet auch die Arbeit der Polizei und des Ordnungsamtes. Mein Dank gilt auch der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, die mit der Mittelbereitstellung für kiezorientierte Gewalt- und Kriminalitätsprävention den Bezirken die Möglichkeit gibt, solche Pilotprojekte zu finanzieren.”

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