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Engagement für den Brixplatz

Park in alter Kiesgrube wurde vor 100 Jahren angelegt

Erholungsort für den sich zwei Initiativen stark machen: Der Brixplatz an der Reichsstraße.
Erholungsort für den sich zwei Initiativen stark machen: Der Brixplatz an der Reichsstraße.
Erschienen in Gazette Charlottenburg Februar 2021
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Gleich zwei Initiativen sind für den Brixplatz aktiv – die abwechslungsreich gestaltete Grünanlage, die vor 100 Jahren angelegt wurde, ist für viele Anwohner ein beliebter Erholungsort. Und so achten die Menschen auch auf ihr Umfeld. Sie setzen sich dafür ein, dass das Gartendenkmal so erhalten bleibt, wie Gartenbaudirektor Erwin Barth es einst entwarf. Er schuf aus der früheren Kiesgrube eine Grünanlage, die die märkische Landschaft nachbildet.

Als auf der vom Senat betriebenen Internetseite „Neue Straßenbäume für Berlin“ bekannt gegeben wurde, dass anstelle der ursprünglich gepflanzten Sandbirken Säulen-Hainbuchen auf dem Platz nachgepflanzt werden sollten, regte sich Protest. Eine weitere Forderung der Initiative Brixplatz Park – im Internet unter www.brixplatz-park.de -, die sich für den Erhalt des Platzes in seiner geplanten Form stark macht, ist die verbesserte Wasserzufuhr für die Teiche. Die beiden Teiche, die tief in der früheren Kiesgrube liegen, drohen durch mangelnde Wasserzufuhr auszutrocknen. Aus Kostengründen wurde das künstlich zugeführte Wasser gedrosselt. Dieses wird benötigt, da die Teiche keinen natürlichen Zufluss haben.

Die zweite Initiative ist die Parkinitiative Brixplatz. Sie setzt ihren Schwerpunkt auf die Pflege des Biologischen Lehrgartens. Die Initiative wurde vom Bezirk im Jahr 2004 mit dem Ehrenamtspreis und im Jahr 2005 mit dem Erwin-Barth-Preis ausgezeichnet. Informationen über diese Initiative finden Sie unter www.parkinitiative-brixplatz.de.

Joseph Brix und Joachim Ringelnatz

1947 benannte man den Park zu Ehren des Architekten, Geheimen Regierungsrats und Professors für Städtebau an der Technischen Hochschule Charlottenburg, Joseph Brix (1959 – 1943) in Brixplatz um. Veränderungen brachte ein Umbau in den 1960er-Jahren. Die bis dato für die Öffentlichkeit unzugänglichen Wege wurden geöffnet. Viele Parkbesucher begannen auch dort die Enten zu füttern, was dazu führte, dass die Population stark anwuchs. Eine Tafel am Eingang zum Park erinnert an einen anderen Vogel – und an einen Dichter. Joachim Ringelnatz, der am Brixplatz lebte, ersann das Gedicht über die Nachtigall am Brixplatz. Die Zeilen sind auf der Tafel verewigt. Aber auch an den Schöpfer des Platzes, Erwin Barth, wurde gedacht – die Erinnerungstafel für den früheren Gartendirektor der Stadt Charlottenburg hängt am Pavillon Ecke Reichsstraße/Brixplatz.

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