Gazette Verbrauchermagazin

Wort der Bezirksbürgermeisterin

Tempelhof-Schöneberg Januar 2020

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Januar 2020
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Evangelisches Seniorenheim
Angelika Schöttler
Angelika Schöttler. Foto: Photo Huber

Liebe Leser_innen,

ich wünsche ein glückliches Neues Jahr und freue mich, mit Ihnen wieder viele Veranstaltungen gemeinsam zu erleben. 2020 wird ein ganz besonderes Jahr – denn schließlich feiern wir in der ganzen Stadt „das Themenjahr 100 Jahre Groß-Berlin“.

Damals wurden auch die selbständige Stadt Schöneberg und die Landgemeinde Friedenau ein Teil Berlins. Über die geplanten Ausstellungen in unseren bezirklichen Museen, werde ich Sie gerne in den kommenden Gazetten auf dem Laufenden halten. Versprechen kann ich schon jetzt: Es wird spannend.

Dank

Ich danke allen ganz herzlich, die die Wunschbaumaktion „Schenk doch mal ein Lächeln“ unterstützt haben. Alle 200 Wünsche der Kitakinder in unserem Bezirk gingen in Erfüllung. Ehrenamtliche haben Ihre Geschenke eingepackt und ich kann Ihnen versichern, sie lagen rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum. Mich berührt diese vom bezirklichen Ehrenamtsbüro begleitete Aktion und Ihre Spendenbereitschaft immer sehr. Mein Dank geht an alle und natürlich auch an Fayez Gilke, der diese Aktion 2014 in unserem Bezirk ins Leben gerufen hat. Damals wurden 55 Wünsche wahr. Mittlerweile findet die Wunschbaumaktion berlinweit statt und so konnten beim letzten Weihnachtsfest 2.187 Kinderwünsche in Erfüllung gehen. Eine Aktion mit Herz und ein Riesenerfolg!

Kiezspaziergang

Natürlich werden wir auch in 2020 die beliebten Kiezspaziergänge fortführen. Im Januar entführe ich Sie in den Süden unseres Bezirks. Mitgehen lohnt sich, denn wir werden den Marienpark kennenlernen, in dem sich immer mehr Leben entwickelt und Arbeitsplätze entstehen. Empfangen werden wir vom Geschäftsführer, Guido Schütte, der uns über die neuesten Entwicklungen des Areals informieren wird. Natürlich besuchen wir auch das dort ansässige „BrewDog“, wo Sie Einblicke in die schottische Braukunst erhalten können. Der Manager, Dominik Tosch, wird uns durch die Brauerei führen.

Der Kiezspaziergang ist wie immer kostenfrei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin: Sonnabend, den 18. Januar 2020 von 14 bis 16 Uhr

Treffpunkt: Marienpark, Busstation Greinerstraße, Bus 181

Infos: www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/kiezspaziergang/

Bürger_innencafé Schöneberg Süd

Wie bereits berichtet, haben wir im Sommer letzten Jahres mit einer neuen Form der Bürgerbeteiligung begonnen. Per Zufallsgenerator ausgewählte Bürger_innen haben sich bereits in vier Bezirksteilen Gedanken gemacht, wie ihre Kieze gestaltet werden können. Herausgekommen sind interessante Vorschläge, die in Bürger_innencafés vorgestellt und weiterentwickelt werden. Das Pilotprojekt wurde gut angenommen – bis März folgen weitere Bezirksregionen. Ich bin auf die Empfehlungen des Bürger_innenrates für den Schöneberger Süden und die spätere Umsetzung schon jetzt gespannt. Wenn auch Sie an der Zukunft dieses Stadtteils interessiert sind, kommen Sie vorbei und bringen Sie sich ein – Ihre Meinung ist gefragt!

Termin: 22. Januar 2020 von 18 bis 20 Uhr

Ort: Rathaus Schöneberg. Louise-Schroeder-Saal

Weiter Infos: www.berlin.de/ba-ts/buerger-innenrat

Erinnern und nicht vergessen

Ein kontinuierlicher Beitrag unserer bezirklichen Erinnerungskultur ist die Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Rathaus Schöneberg. Sie zeigt in biographischen Alben das Leben ehemaliger Schöneberger und Tempelhofer Jüdinnen und Juden. 2020 ist das Themenjahr „Nicht kampflos – die vielfältigen Formen des jüdischen Widerstands“. Eine Thematik, die viel zu selten beleuchtet wird.

Zudem wird noch bis Juni die Sonderausstellung „Hinter der Kamera – Jüdische Fotografinnen“ gezeigt. Die jungen Frauen sind im Schöneberger Lette-Verein und anderen Ateliers in den 1920er-Jahren ausgebildet worden. Ihre Karrieren wurden 1933 jäh durch die Machtübergabe an die Nationalsozialisten abgebrochen. Wie sie dem begegneten, zeigen ihre Biographien eindrücklich.

Ich empfehle den Besuch der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ nicht nur Erwachsenen, sondern vor allem auch Jugendlichen und Schülergruppen, weil hier pädagogisch und altersgerecht informiert wird.

„Erinnern und nicht Vergessen“ ist für mich eine der zentralsten Forderungen unserer Gedenkkultur. Wir leben sie, um an das Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und um über unsere Verantwortung zu sprechen.

Ein sehr wichtiger Gedenktag ist für mich der „Holocaustgedenktag“, der an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die sowjetische Armee erinnert. 1996 wurde er vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in Deutschland – eigentlich erst sehr spät – eingeführt. Seit November 2005 ist er durch die Resolution der Vereinten Nationen als weltweiter Gedenktag anerkannt.

Im Bezirk werden wir diesen Tag mit einer Gedenkveranstaltung am 26. Januar 2020 in der Apostel-Paulus-Kirche begehen. Den genauen Programmablauf können Sie zeitnah der Internetseite der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ entnehmen.

Termin: Sonntag, den 26. Januar 2020 um 17 Uhr

Ort: Apostel-Paulus-Kirche, Akazienstraße 18, 10823 Berlin

Weitere Infos: www.wirwarennachbarn.de

Ich hoffe, Sie auf den Veranstaltungen begrüßen zu können.

Herzlichst Ihre
Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin
Tempelhof-Schöneberg

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