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Lichterfelde Ost

Ein Platz für den „alten Ami“

Rik De Lisle soll in Lichterfelde geehrt werden

Rik De Lisle. Foto: medienzentrum-berlin / [CC BY-SA 4.0](https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=99548411)
Rik De Lisle. Foto: medienzentrum-berlin / CC BY-SA 4.0

02.07.2026: Der Radiomoderator Rik De Lisle ist vielen Berlinerinnen und Berlinern als „der alte Ami“ im Gedächtnis. Wie die Berliner Morgenpost berichtete, soll er in Lichterfelde Ost dauerhaft geehrt werden. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf hat in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause einen entsprechenden Antrag beschlossen. Demnach könnte ein bisher namenloser Platz an der Scheelestraße nach dem im März 2026 verstorbenen Moderator benannt werden.

Der überparteiliche Antrag von SPD und FDP, dem sich auch die CDU-Fraktion anschloss, sieht vor, De Lisle auf die offizielle Straßenbenennungsliste des Bezirks aufzunehmen. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob eine vorzeitige Benennung des Platzes an der Scheelestraße möglich ist. Dieser liegt nahe dem Lilienthalpark und unweit des ehemaligen US-Truppenübungsplatzes „Parks Range“. Nach Ansicht der Initiatoren unterstreicht diese Lage die historische deutsch-amerikanische Verbindung des Ortes.

Normalerweise sieht das Berliner Straßengesetz vor, dass Verkehrsflächen erst fünf Jahre nach dem Tod einer Person nach ihr benannt werden dürfen. Da De Lisle im Alter von 79 Jahren verstarb, bemüht sich das Bezirksamt nun um eine behördliche Ausnahme von dieser Wartefrist.

Die Verbindung des Moderators zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf reicht weit zurück. Seine Radio-Karriere in Berlin begann 1978 beim Sender American Forces Network (AFN) in der Dahlemer Podbielskiallee. Mit seiner lockeren Art und dem markanten Akzent sprach er über Jahrzehnte hinweg Hörer im geteilten und später im wiedervereinigten Berlin an. Nach seiner Zeit beim Militärsender moderierte er bei Stationen wie RIAS 2 und dem Berliner Rundfunk, wo er noch bis Dezember 2025 auf Sendung war. In seinen letzten Lebensjahren wohnte Rik De Lisle in Lichterfelde und blieb der Nachbarschaft eng verbunden.

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