Gazette Verbrauchermagazin DIN-A4-Bezirks-Magazine DIN-A5-Ortsteil-Journale

Schwerbelastungskörper, Königliche Schule und mehr

Tag des offenen Denkmals mit vielseitigem Programm

Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau September 2019
Anzeige
MesserschmiedemeisterStahl-HartRehbeinHotel SchönebergBallettschule am MexikoplatzHunold & Co.
Eingang zum Schwerbelastungs­körper.
Eingang zum Schwerbelastungs­körper.

Seit 26 Jahren gibt es im Spätsommer die Möglichkeit, Denkmäler zu entdecken und an Führungen teilzunehmen. Hier stellen wir Ihnen einige Programmpunkte aus Schöneberg und Friedenau vor:

Besuch bei einem Koloss. Mit dem Schwerbelastungskörper testeten die Nationalsozialisten die Belastbarkeit des Berliner Bodens. Er diente zur Vorbereitung des Umbaus der Stadt zu „Germania“. Das außergewöhnliche Bauwerk steht seit 1993 unter Denkmalschutz und ist seit 2009 ein Informationsort. Führungen mit Stefan Zollhauser zum Tag des offenen Denkmals Samstag 7. und Sonntag 8. September, jeweils 12 und 14 Uhr. Treffpunkt: Informationsort Schwerbelastungskörper, General-Pape-Straße/Ecke Loewenhardtdamm. Die Teilnahme ist begrenzt, bitte anmelden: Tel. 030-90277 6163, museum@ba-ts.berlin.de.

Ein finsteres Kapitel deutscher Geschichte, das vor Tempelhof-Schöneberg nicht Halt machte: Im Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße befand sich schon 1933 ein frühes Konzentrationslager unter Leitung der SA. Es ist der einzige historische Ort des frühen NS-Terrors in Berlin, in dem sich noch Spuren aus dem Jahr 1933 finden. Die Zellen sind im damaligen Zustand erhalten. Führungen zum Tag des offenen Denkmals Samstag 7. und Sonntag 8. September, jeweils 14 und 16 Uhr. Treffpunkt vor dem Gebäude Werner-Voß-Damm 54 a. Die Teilnahme ist begrenzt, bitte anmelden: Tel. 030-90277 6163, museum@ba-ts.berlin.de.

Die Königliche Augusta-Schule wurde 1832 in Friedrichsstadt eröffnet. Sie war eine Schule für „Töchter der gebildeten Stände“. Kurz nach der Eröffnung kam das Königliche Lehrerinnenseminar hinzu. Lehrerin war eine der wenigen Berufe, die unverheiratete Frauen aus gebildeten Schichten ausüben durften. Auch Martha Fontane, Tochter des Schriftstellers Theodor Fontane, erhielt dort ihre Ausbildung. 1915 zog das Institut nach Schöneberg in die Elßholzstraße 1943 war in den Räumen ein Zwangsarbeiterlager, diese erbauten den Hochbunker Pallasstraße. Ab 1945 trug die Schule den Namen Sopie-Scholl-Gymnasium, heute ist dort die Sophie-Scholl-Gesamtschule. Pallasstraße 28-30, 10781 Berlin. Öffnungszeiten: 7. und 8. September 14 Uhr. Anmeldung bis zum 4. September erforderlich, E-Mail museum@ba-ts.berlin.de

Das Gebäude der Friedrich-Bergius-Schule wurde in den Jahren 1901 bis 1902 von dem Architekten Erich Blunck als Friedenauer Gymnasium erbaut. Die Baukosten betrugen 435.000 Goldmark. Verwendet wurden hochwertige Materialien in handwerklich solider Verarbeitung. Im II. Weltkrieg wurden Turnhalle und Aula durch Bombenangriffe zerstört. Die ehemalige Schuldirektorenvilla dient seit 1950 als Kindergarten. Am Sonntag, dem 8. September 2019, um 14 Uhr beginnt vor dem Schulportal am Perelsplatz eine Führung durch den Schulleiter Michael Rudolph. Besichtigt werden Fassade, Treppenhaus mit anliegenden Hallen und der Schulturm mit historischem Uhrwerk und Auslug. Das in Trägerschaft der Schule betriebene „Schul- und Stadtteilmuseum Friedenau“ ist ebenfalls geöffnet und kann mit seinen zahlreichen Exponaten zur Stadtteilgeschichte und seinem umfangreichen Archiv besichtigt werden. Perelsplatz 6-9, 12159 Berlin, Tel. 030-90277 7910, E-Mail: Sekretariat@fbs-schule.de, www.friedrich-bergius-schule.de

Der 1841 gegründete Verein Berliner Künstler ist nach wie vor aktiv. Sein Sitz ist seit 1964 in einem spätklassizistischen Haus am Landwehrkanal. Es ist eines der letzten Relikte des alten Geheimratsviertels um die Matthäikirche. 7. und 8. September. 14 – 18 Uhr Ausstellung Kopf an Kopf. Werke von Anna von Bassen, Carolina Patino Mayer, Peter Schlangenbader, Sandra Becker und Joax. Schöneberger Ufer 57, 10785 Berlin.

„Die Stimme der freien Welt“ – das war von 1948 bis 1993 der RIAS Berlin. Er sendete aus dem 1938 bis 41 erbauten Funkhaus am heutigen Hans-Rosenthal-Platz 1. Heute ist hier der Sitz von Deutschlandradio. 7. und 8. September, Geschichtsführung stündlich zwischen 10 und 17 Uhr, Architekturführung um 11.30 und 13.30 Uhr. Anmeldung erforderlich bis zum 6. September. Unter www.deutschlandradio.de/anmeldung.

Das komplette Programm finden Sie unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

Anzeige
Batrole Ing. Ingenieurgesellschaft

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH 2019