Gazette Verbrauchermagazin

Neue Kältehilfeeinrichtung in Schöneberg

Dreißig Betten für wohnungslose Menschen

Die Unterkunft in der Kurmärkischen Straße 1 – 3 in Schöneberg.
Die Unterkunft in der Kurmärkischen Straße 1 – 3 in Schöneberg.
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau Dezember 2021
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Mit der erst vor kurzem eröffneten Kältehilfeeinrichtung in der Kurmärkischen Straße 1 – 3 in Schöneberg werden Übernachtungsmöglichkeiten für obdachlose Menschen angeboten.

Die Einrichtung wird seit dem 1. November 2021 vom Internationalen Bund für Sozialarbeit Berlin-Brandenburg gGmbH in einem Dienstgebäude des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg betrieben. Der Träger verfügt über sehr viel Erfahrung in der Wohnungslosenarbeit und hat bereits mehrere Kältehilfeprojekte realisiert.

Der barrierefreie Zugang sowie eine vorhandene Küche und sanitäre Anlagen bieten ideale Voraussetzungen für die Nutzung als Kältehilfeeinrichtung. Die Einrichtung verfügt über 30 barrierefreie Plätze, die täglich in der Zeit von 18.30 Uhr bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr zur Verfügung stehen. Am Abend gibt es ein warmes Essen und morgens entweder ein Frühstück oder ein Essenspaket. In der Einrichtung kann auch geduscht werden.

Sozialstadtrat Matthias Steuckardt: „Der umliegende Kiez rund um die Kurfürstenstraße ist aufgrund von Armutsprostitution, Drogenkonsum und Kriminalität als sozialer Brennpunkt bekannt, weswegen die neue Einrichtung mit ihrem niedrigschwelligen Angebot einen wichtigen Beitrag zu einem gedeihlichen Miteinander leisten wird. Ich wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Kraft für ihre wichtige Arbeit und danke allen Beteiligten dafür, dass es mit viel Herzblut und Leidenschaft gelungen ist, die Einrichtung binnen weniger Wochen an den Start zu bringen.“

Das Gebäude sollte eigentlich bereits abgerissen sein, aber da die Arbeiten sich verzögern, wurde das Erdgeschoss für die Notübernachtung genutzt. Im kommenden Jahr soll voraussichtlich gebaut werden – dann sollen ein Familienzentrum und 15 Wohnungen entstehen. Die Wohnungen, die in bezirklicher Hand sind, sollen für Menschen genutzt werden, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance auf eine Bleibe haben.

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