Gazette Verbrauchermagazin

Wort der Bezirksbürgermeisterin

Steglitz-Zehlendorf Oktober 2021

Erschienen in Gazette Steglitz und Zehlendorf Oktober 2021
Cerstin Richter-Kotowski
Cerstin Richter-Kotowski. Foto: Uwe Steinert

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist vor allem ein Wort, welches mir derzeit verstärkt in den Sinn kommt: Endlich!

Endlich können wir uns wieder treffen, zusammen Sport treiben und ausgehen, zusammen lachen und zusammen Spaß haben. Ich bin sehr glücklich, dass es in den letzten Wochen endlich wieder viele Angebote in Präsenz gab und viele persönliche Kontakte wiederaufgenommen werden konnten.

Seit eineinhalb Jahren ist unser Leben ganz anders, als es sich die meisten von uns wohl je hätten vorstellen können. Vieles hat sich verändert, und auf einiges haben wir lange gänzlich verzichten müssen. Insbesondere der Verzicht auf gemeinsame Treffen, auf Begegnungen, tiefe Gespräche von Angesicht und Angesicht, aber auch einfach die Umarmung der Eltern, der Kinder, der lieben Freunde und Bekannten waren nur sehr schwer auszuhalten.

Nun können endlich wieder gemeinsame Treffen und Live-Veranstaltungen stattfinden. Und davon gab es in den vergangenen Wochen gleich einige in Steglitz-Zehlendorf! So fand die Botanische Nacht als Pilotprojekt unter meiner Schirmherrschaft als überaus erfolgreiche Open-Air-Veranstaltung statt. Das ausgefeilte Hygiene- und Sicherheitskonzept fand sowohl bei den zuständigen Behörden als auch beim Publikum vor Ort Zuspruch. Und so konnten tausende Besucherinnen und Besucher aller Generationen den Botanischen Garten, der sich durch unzählige Lichter und mithilfe talentierte Musiker und Darsteller in eine wahre Wunderwelt verwandelt hatte, gemeinsam erleben.

Ebenfalls für ein vielfältiges und spannendes Programm sorgte kürzlich unsere Leo-Borchard-Musikschule mit ihren Sommerkonzerten an zahlreichen Abenden im Stadtpark Steglitz vor blühender Kulisse. Und auch das alljährliche Sommerfest in der Martin-Buber-Straße hielt Abwechslung für die Ohren und ein buntes Programm zum Mitmachen bereit.

Dies sind nur einige wenige Beispiele für die vielen Feste und kulturellen und sportlichen Angebote, die in den letzten Wochen und Monaten in unserem Bezirk auf die Beine gestellt wurden. Ich bin sehr glücklich und dankbar zu sehen, dass auch die schwierigsten Umstände den Vereinen, kulturellen Einrichtungen und den vielen, vielen Engagierten in Steglitz-Zehlendorf nicht die Lust an ihren Projekten und Aufgaben nehmen konnten. Ihnen allen möchte ich meinen herzlichsten Dank für Ihren Einsatz und Ihr Engagement aussprechen.

Auch in den kommenden Wochen wird es nicht langweilig!

Ein Ort, an dem Sie immer spannende Veranstaltungen, neue Entdeckungen und gebündeltes Wissen erwarten, ist unsere Volkshochschule. Ob nun Erkenntnisse zu Politik und Gesellschaft, eine neue Sprache, Funktionen von Computer-Betriebssystemen oder gestalterische Tätigkeiten beim Goldschmieden, Modellieren oder Arbeiten mit Porzellan – an der Volkshochschule werden Sie in jedem Bereich fündig. Und das Herbstprogramm ist bereits in vollem Gange, also werfen Sie gleich einen Blick in die gut gefüllte Kursliste unserer Volkshochschule unter www.vhssz.de .

Neben all diesen erfreulichen Anlässen fand im September auch ein Termin statt, über den ich mich ganz besonders gefreut habe, wenngleich sein Hintergrund ein ernster war.

Am 18. September trafen sich überall auf der ganzen Welt Freiwillige und Motivierte zum World Cleanup Day, um ihre Straßen, Plätze, Kieze und Städte gemeinsam zu putzen und liegen gebliebenen Müll zu entsorgen.

Ich freue mich, dass sich auch hier in Steglitz-Zehlendorf so viele Engagierte gefunden haben, die gemeinsam die Umgebung rund um die Zehlendorfer Hochzeitsvilla von Zigarettenstummeln, Accessoires vergangener Feiern und anderem Abfall befreit haben.

Leider ist die Vermüllung der öffentlichen Räume und unserer Parkanlagen besonders in den letzten Monaten zu einem echten Problem geworden. Das Großreinemachen zum World Cleanup Day war dabei nur einer von vielen Schritten, die gegangen werden, um unseren Bezirk wieder sauberer zu machen. Gemeinsam mit den Parkläuferinnen und Parkläufern und Think SI³ hat der Fachbereich Grünflächen die Kampagne #füreinandermiteinander gestartet, um Besucher von Krummer Lanke und Schlachtensee zu animieren, ihren Müll richtig zu entsorgen. 30 wunderschön illustrierte Transparente weisen auf die schädlichen Folgen der Vermüllung hin. Außerdem führe ich Gespräche mit der BSR, aber auch mit den Freiwillig Aktiven von wirBERLIN, um neue Strategien und kreative Aktionen abzustimmen, damit der Müll bald aus unseren Straßen, Parks und Grünanlagen verschwindet.

Am meisten tun können jedoch wir alle selbst, indem wir darauf achten, Müll richtig zu entsorgen oder ihn im besten Fall sogar von vornherein zu vermeiden. Daher meine herzliche Bitte an Sie: wenn Sie das nächste Mal in unserem schönen Bezirk unterwegs sind, überlegen Sie, ob Sie zum Beispiel einen Thermobecher von zu Hause mitnehmen, den Sie in einem unserer vielen, schönen Cafés befüllen lassen können, anstatt einen Einweg-Becher zu kaufen. Und falls der Müll sich nicht vermeiden lässt: bitte entsorgen Sie ihn dort, wo Platz dafür ist. Die Natur, aber auch alle anderen Spaziergänger und Naturfreunde, werden es Ihnen danken!

Ihre
Cerstin Richter-Kotowski
Bezirksbürgermeisterin

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