Gazette Verbrauchermagazin

Wort der Bezirksbürgermeisterin

Steglitz-Zehlendorf Januar 2021

Erschienen in Gazette Steglitz und Zehlendorf Januar 2021
Cerstin Richter-Kotowski
Cerstin Richter-Kotowski. Foto: Uwe Steinert

Liebe Leserinnen und Leser,

„Das Alte ist vergangen, das Neue angefangen,
Glück zu, Glück zu, zum neuen Jahr !
Das Alte laßt uns schließen, das Neue freundlich grüßen,
Glück zu, Glück zu, zum neuen Jahr ! …“

Viel Glück zu Beginn eines neuen Jahres zu wünschen – wie in diesen Liedzeilen vermerkt – war in der Vergangenheit eine liebgewonnene Tradition. Aber unser aller Alltagsleben ist seit Monaten nicht mehr so, wie es einmal war: Die Corona-Pandemie ist allgegenwärtig: sie veränderte nahezu Alles, stellte „Normales“ auf den Kopf und schuf völlig neue, einschränkende und verunsichernde Situationen. Wer hätte vor einem Jahr beispielsweise gedacht, dass innerhalb von wenigen Wochen die Abschiedsworte „Bleiben Sie gesund!“ zu unserem täglichen Gebrauch gehören würden? Seither bestimmen Verbote, Verordnungen, Warnungen und Meldungen rund um das neuartige Virus Covid-19 unser Leben und den Umgang miteinander. Eine gewisse Sicherheit, die wir alle für selbstverständlich hielten, ist uns abhanden gekommen, hat uns aus den gewohnten Bahnen geworfen. Manche von uns belastet die Sorge um erkrankte Angehörige, andere sorgen sich um ihren Broterwerb, können kaum mehr den Lebensunterhalt bestreiten und wieder andere leiden unter der sozialen Isolation. Derartige Szenarien könnte ich beliebig weiter auflisten. Aber auflisten lässt sich auch etwas ganz Anderes, nämlich ein gesellschaftliches Umdenken, ein solidarisches Miteinander, ein generationsübergreifender Zusammenhalt. In der Pandemie wurden und werden innovative Energien – vor allem in der Nachbarschaft, in den Kiezen, vor der Haustür- freigesetzt, die anderen Menschen zu Gute kamen; beispielhaft erinnern möchte ich an Aktionen wie „Ehrung außergewöhnlichen Engagements in Steglitz-Zehlendorf in Corona-Zeiten“, die vorweihnachtliche Wunschbaum-Aktion „Schenk doch mal ein Lächeln“ in unseren Rathäusern oder die stetig befüllten Gabenzäune im Bezirk. Es macht mich sehr stolz, so etwas zu erleben, versinnbildlicht es doch die hohe Priorität des menschlichen Miteinanders und des ehrenamtlichen Engagements in Krisenzeiten in Steglitz-Zehlendorf, in Berlin und in unserem Land.

Auch unsere Arbeit in der Bezirksverwaltung wurde und wird durch die Pandemie maßgeblich beeinflusst, so entfielen beispielsweise persönliche Sprechzeiten in den Ämtern ebenso wie zahlreiche Veranstaltungen und, und, und. Das brachte Unsicherheiten und Unannehmlichkeiten für Sie, die Bürgerinnen und Bürger, mit sich, für die ich – auch in die Zukunft blickend – um Ihre Geduld und Ihr Verständnis bitte. Alle Mitarbeitenden des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf sind tagtäglich am Ball, um aktuelle Informationen aufzubereiten, Dienstleistungen anzubieten und Antworten auf Ihre Fragen zu geben. Parallel dazu beschreiten sie neue und alte Wege, um die Kommunikation mit Ihnen zu verbessern, was ich Ihnen stellvertretend an drei Beispielen verdeutlichen möchte:

Google Podcasts: https://bit.ly/3qEoK2r

Itunes: https://apple.co/3gri6aU

Spotify: https://spoti.fi/3gtUUJb

Soundcloud: https://bit.ly/39UgllB

 

Natürlich hoffe ich – wie sicherlich jeder Mensch auf dieser Erde – im neuen Jahr auf ein Ende der Unsicherheit und des damit verbundenen inneren Aufruhrs, wohl wissend, dass uns die Pandemie und ihre Auswirkungen noch länger begleiten werden. Hoffnungsvoll schaue ich auf das Licht am Ende des Tunnels, stellvertretend auf die Impfstoffe, die einen wichtigen Hinweis auf ruhigere, bessere Zeiten geben; und vielleicht ist es uns möglich, etwas von der aktuell praktizierten Solidarität und Gelassenheit im Umgang miteinander auch für die „Nach-Corona-Zeit“ zu übernehmen, wenn Umarmungen, das Zusammensein mit vielen lieben Menschen, gemeinsame Aktivitäten und der Besuch von Veranstaltungen und Restaurants wieder zum normalen Alltag gehören. Bitte bedenken Sie, dass uns nur dank der allgemeinen Disziplin, die noch eine gute Weile von uns allen gefordert sein wird, die schlimmsten Szenarien bislang erspart geblieben sind. In diesem Sinne: bleiben Sie am Ball mit Masken-, Hygiene- und Abstandsregeln. Und bleiben Sie gesund!

 

Ihre
Cerstin Richter-Kotowski
Bezirksbürgermeisterin

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