Gazette Verbrauchermagazin

„Belastete Orte“

Sonderausstellung über nationalsozialistische Bauten

Mit dem Schwerbelastungskörper wollten die Nationalsozialisten die Belastbarkeit des Berliner Untergrunds feststellen. Heute dient er als Ausstellungsort.
Mit dem Schwerbelastungskörper wollten die Nationalsozialisten die Belastbarkeit des Berliner Untergrunds feststellen. Heute dient er als Ausstellungsort.
Erschienen in Gazette Schöneberg & Friedenau August 2020
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Derzeit wird am Informationsort Schwerbelastungskörper die Sonderausstellung „Belastete Orte“ gezeigt. Sie ist das Ergebnis eines Praxisseminars mit Studierenden des Public History Masters der Freien Universität Berlin. Gemeinsam mit dem Team der Museen Tempelhof-Schöneberg forschten sie zur Geschichte nationalsozialistischer Architektur im Bezirk, entwickelten ein Ausstellungskonzept und sorgten für seine Umsetzung.

Die entstandene Ausstellung erzählt die Geschichte von fünf Gebäuden, die für nationalsozialistische Alltags-Architektur jenseits der größenwahnsinnigen Germania-Planung stehen. Die Bauten tragen Spuren und Symbole des Nationalsozialismus, die nach dem Krieg oberflächlich oder gar nicht entfernt wurden. Anhand von Fotos und Dokumenten zeigt die Sonderausstellung die Geschichten von Kirch-, Wohnungs-, Verwaltungs- und Kriegsbauten und gewährt einen eindrücklichen Einblick in den Umgang mit „belasteter“ Architektur von 1945 bis heute.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober zu sehen. Ort: Informationsort Schwerbelastungskörper, General-Pape-Straße/Loewenhardtdamm. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 14 – 18 Uhr, Samstag und Sonntag 14 -18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eingeschränkte Barrierefreiheit: Nur das Gelände ist barrierefrei. Mehr Informationen unter www.schwerbelastungskoerper.de/sonderausstellung-belastete-orte.html .

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