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Dank Seniorentelefon raus aus der Isolation

Telefonische Anlaufstelle des Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wieder besetzt

Cathleen Mendle-Annuschkewitz vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und Günter Maxelon am Seniorentelefon.
Cathleen Mendle-Annuschkewitz vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und Günter Maxelon am Seniorentelefon.
Erschienen in Gazette Zehlendorf Februar 2020
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Viele Jahre war sie „die Stimme“ und hatte am Seniorentelefon des Bezirks immer ein offenes Ohr für die ältere Generation: Doch als Ingeborg Schwanke 2018 hochbetagt ihr Ehrenamt aufgab, war dieses vom bezirklichen Amt für Soziales initiierte Angebot erst einmal auf Eis gelegt.

Nach einem halben Jahr Pause hat 2019 nun eine neue Stimmen den Platz am Telefon eingenommen und gibt mit viel Empathie für ältere Anrufende als kompetente Anlaufstelle zweimal wöchentlich am Hörer rund um den Themenbereich „gut älter werden in Steglitz-Zehlendorf“ Auskünfte: Am Dienstag und Donnerstag in der Zeit von 10 – 12 Uhr unter Seniorentelefon Steglitz-Zehlendorf: 90299 – 3030. Ein Anrufbeantworter ist geschaltet.

Während der Sprechzeiten steht Günter Maxelon nach Voranmeldung vor Ort auch für das persönliche Gespräch bereit: Im Ordnungsamt Steglitz-Zehlendorf, Unter den Eichen 1 in 12203 Berlin-Steglitz, Zimmer 14.

Die Stimme

Günter Maxelon – im Seniorenalter – besitzt reichlich Erfahrung aus seiner früheren Arbeit mit älteren Menschen. Er hat eine intensive Einarbeitung hinter sich und bildet sich ständig weiter. Den Anrufenden und ihren Anliegen bringt er ehrenamtlich ein offenes Ohr und Unterstützung beim Finden gemeinsamer Lösungswege entgegen.

Günter Maxelon betont: „Ich übernehme dabei nicht die Aufgabe des Bezirksamtes und gebe keine Rechtsauskünfte, aber sehe mich als wichtiges Verbindungsglied zwischen den Senioren und den Ämtern.“ Damit helfe er auch vielen älteren Menschen, die in Isolation leben, und vermittele ihnen Möglichkeiten, wieder nach draußen zu kommen.

Günter Maxelon war im Bezirk u. a. beim Wohnungsamt tätig und hatte als Fachbereichsleiter häufig auch zu älteren Leuten Kontakt, bis er 2013 in Rente ging.

Seine Beweggründe für sein Ehrenamt am Telefon formuliert er so: „Hier kann ich zurückgeben, was ich aus vielen Jahren meiner Tätigkeit im Bezirksamt mitnehmen durfte.“ Während er vor Ort im Ordnungsamt den Hörer vorübergehend allein in der Hand hält, wird demnächst eine zweite ehrenamtliche Person hinzukommen und die Anruftage werden dann auf zwei Schultern verteilt. Fachkundige Beraterin für die ehrenamtlich Tätigen und die Belange rund um das Seniorentelefon Steglitz-Zehlendorf ist die für bezirkliche Seniorenarbeit zuständige Cathleen Mendle-Annuschkewitz.

„Die Logistik gilt es noch zu optimieren. Technische Probleme haben anfangs in der Anlaufphase den Ablauf gestört. Die Kommunikation zwischen Anrufern und Angerufenen muss jedoch unbedingt gewährleistet sein“, erklärt sie. Mindestens genauso wichtig sei es aber, dass ein regelmäßiger Gesprächsaustausch zwischen den beiden Telefonkräften stattfinde und man mit- anstatt gegeneinander arbeite. Das Seniorentelefon sei eine vernünftige Einrichtung, da es die Arbeit des Bezirksamtes sehr gut ergänze.

Anruf erwünscht

Und weshalb rufen Senioren an? – Günter Maxelon fasst zusammen:

Da nutzen ältere Mitbürger das Seniorentelefon, um sich zu ihrer sozialen Lage zu äußern, oder um einfach einmal ihr Herz auszuschütten.

Hauptgründe aber seien Auskünfte und Probleme, welche die Öffentlichkeit und das Ordnungsamt betreffen: Da funktioniert die Ampel nicht oder Schüler rasen auf dem Rad durch die Passage an der Mörchinger Straße.

Oder aber ein älteres Ehepaar erwartet ihre Tochter aus den Vereinigten Staaten, die ihre Eltern nun pflegen will. Wie sieht es mit der Vergütung aus, und an wen müssen sie sich dazu wenden?

Aber auch Fragen zur Nebenkostenabrechnung und nach einem Abholdienst, der den dementen Ehemann an die Ostsee bringen kann, werden an Günter Maxelon herangetragen. Der hört zu, stellt die Verbindung zu zuständigen Ämtern her, vermittelt und sucht Lösungen. „Der Zugang für mich zu einem geregelten Intranet wäre da hilfreich, um schneller die passenden Antworten finden zu können“, betont Günter Maxelon und hofft auf dessen zeitnahe Einrichtung.

Sollte er einmal ausfallen, ist für Vertretung gesorgt. „Im Hintergrund stehen genügend ehrenamtliche passende Ersatzleute bereit“, erklärt Frau Mendle-Annuschkewitz. Und bald schon wird sich zu Herrn Maxelon eine zweite Beratungsperson am Hörer hinzugesellen.

Übrigens: In anderen Bereichen der Seniorenarbeit fehlen Ehrenamtliche deutlich. So auch im Gratulationsdienst des Bezirks.

Wer Lust hat, ältere Menschen an ihrem Ehrentag zu besuchen, kann sich bei der Bezirksamt-Mitarbeiterin melden unter Tel. 90299 – 6530 oder E-Mail c.mendle-annuschkewitz@ba-sz.berlin.de

Jacqueline Lorenz

Titelbild

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