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Wort der Bezirksbürgermeisterin

Charlottenburg-Wilmersdorf Februar 2022

Zwei Bürgermeister aus der Nachbarschaft zu Gast bei Kirstin Bauch (links): Jörn Oltmann, Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg und Maren Schellenberg (rechts), Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf mit Kirstin Bauch. Foto: BA
Zwei Bürgermeister aus der Nachbarschaft zu Gast bei Kirstin Bauch (links): Jörn Oltmann, Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg und Maren Schellenberg (rechts), Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf mit Kirstin Bauch. Foto: BA
Erschienen in Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf Februar 2022
Kirstin Bauch
Kirstin Bauch. Foto: BA

Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf,

die ersten Wochen als neue Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf waren aufregend: ich habe mir einen Überblick über meine Abteilung gemacht und dabei viele Menschen kennengelernt, die wie ich gerne für unseren Bezirk arbeiten. In den Gesprächen wurde deutlich, was möglich sein kann und was aber auch noch viel Mühe und Geduld braucht, um realisiert zu werden. Für mich ist vieles noch ungewohnt, vor allem zu akzeptieren, wie lang manche Wege durch den Dschungel der Vorschriften sind. Mit der Aufstellung des Haushaltes für die Jahre 2022 und 2023 müssen harte Entscheidungen getroffen werden, denn die Pandemie hat natürlich auch den öffentlichen Finanzen nicht gutgetan. Zugleich möchte ich natürlich unsere Kieze lebenswert und familienfreundlich erhalten. In meinem Bereich werde ich die Wirtschaftsförderung auf Nachhaltigkeit umsteuern.

Viele Vorhaben des gesamten Bezirksamts werden allerdings noch immer durch die Corona-Pandemie gebremst. Denn durch sie wird auch in der Verwaltung des Bezirksamts viel Arbeitskraft gebunden. Die Fallzahlen sind wieder stark gestiegen. Die Erfahrung lehrt uns alle, vorsichtig zu sein. Ich werbe für die Impfung und für die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen – und verbinde damit die Hoffnung, dass es aber zum Frühling wieder langsam besser wird. Hoffentlich ist es das letzte Jahr der Pandemie. Wir können alle einen kleinen Teil dazu beitragen, dass eine Rückkehr zu einem normalen Leben möglich sein wird. Ich bedanke mich bei allen, die ihren Teil dazu beitragen.

Besuch im CHIC

Bereits Ende Januar habe ich das CHIC, das Charlottenburger Innovations-Centrum auf dem Campus Charlottenburg, besucht. Das CHIC ist der ideale Standort für Studierende oder Absolvent:innen aus dem Bereich Kreativwirtschaft oder Technologie, die Kooperationen mit Universitäten, Wirtschaftsunternehmen und kulturellen Einrichtungen in der City suchen. Im CHIC stehen rund 5500 Quadratmeter Büro- und Geschäftsfläche für etwa 100 Firmen zur Verfügung. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir diese Einrichtung mitten in der City West haben, weil hier nicht nur neue Firmen gegründet werden, sondern auch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Mittelpunkt steht. Es ist mir wichtig, die Kooperation des Bezirksamts mit einem solchen Leuchtturm-Projekt zu stärken und zu verstetigen. Ich jedenfalls war von der Innovationskraft einer neuen Generation zukunftsfester Wirtschaft begeistert.

Gedenkfeier für Otto Grüneberg

Viele Präsenztermine gibt es wegen der Pandemie noch immer nicht. An der Gedenkfeier zum 91. Todestag von Otto Grüneberg am Sonntag, 6. Februar, um 11 Uhr vor dem Gasthaus Kastanie an der Schloßstraße 22 möchte ich aber gern teilnehmen, weil es mir wichtig ist, dass wir damit ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus setzen. Gedacht wird der Ermordung des jungen Kommunisten, der am 1. Februar 1931 auf seinem Nachhauseweg vom berüchtigten „SA-Sturm 33“ erschossen wurde. Er war einer der ersten Opfer des nationalsozialistischen Terrors. In Charlottenburg-Wilmersdorf hat der Kampf gegen Neonazismus und Rechtsradikalismus eine lange Tradition. Der fühle auch ich mich verpflichtet. Gerade auch in der heutigen Zeit gilt es sich für eine starke, wehrhafte Demokratie und unsere Freiheit einzusetzen! Ich danke dem Kiezbündnis Klausenerplatz, dass sie das Gedenken für Otto Grüneberg wachhalten.

Kiezspaziergang

Wie versprochen, möchte ich im Februar wieder die Tradition der Kiezspaziergänge in Charlottenburg-Wilmersdorf aufnehmen. Das ist eine gute Gelegenheit für mich, nicht nur viele Bürger:innen kennenzulernen, sondern Ihnen auch viele Nischen und Winkel im Bezirk mit ihrer Geschichte und möglichen Zukunft nahezubringen. Ich möchte mir mit Ihnen gern die Gegend rund ums Rathaus Charlottenburg ansehen. Wir starten wie immer am zweiten Samstag des Monats, dem 12. Februar, um 14 Uhr. Dieses Mal beginnen wir am Haupteingang des Rathauses Charlottenburg an der Otto-Suhr-Allee 100. Wir spazieren dann gemeinsam durch das alte Charlottenburg über die Schustehrusstraße, den Gierkeplatz zur Villa Oppenheim über die Schloßstraße dann zum Schloss Charlottenburg. Wir werden auch wieder Menschen treffen, die uns bestimmte Orte und Häuser und Ihre Funktion erklären werden. Ich freu mich auf Sie!

Ihre
Kirstin Bauch
Bezirksbürgermeister

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