28.10.2026: Wer das „Haus der Nachbarschafft“ in Wilmersdorf besuchen möchte, braucht eine sichere Balance: Der Fußweg an der südlichen Seite der Straße am Schoelerpark gilt seit Langem als mühsam und uneben. Für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl wird die Strecke schnell zum unüberwindbaren Hindernis. Nun macht die Seniorenvertretung von Charlottenburg-Wilmersdorf Druck auf das Bezirksamt.
Gefahrloser Zugang unverzichtbar
In ihrer jüngsten Sitzung bekräftigten die Mitglieder des Gremiums ihre Forderung nach einer umfassenden Sanierung des Gehwegs. Neben dem maroden Pflaster steht vor allem die unzureichende Beleuchtung in der Kritik. Gerade in den dunkleren Monaten birgt die Strecke erhebliche Sturzgefahren. Da das Haus der Nachbarschafft als Stadtteilzentrum zahlreiche Angebote für ältere Menschen bereithält, sei ein barrierefreier und gefahrloser Zugang unverzichtbar. Oft bleibe mobilitätseingeschränkten Anwohnern keine andere Wahl, als auf die Straße auszuweichen – mit den damit verbundenen Gefahren.
Keine fußgängerfreundliche Gestaltung
Der Unmut richtet sich dabei nicht nur gegen den Zustand der Steine, sondern auch gegen die Verwaltung. Bereits im November 2025 hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) das Bezirksamt einstimmig beauftragt zu prüfen, wie der Weg fußgängerfreundlicher gestaltet werden kann. Passiert sei seither nach Angaben der Seniorenvertretung jedoch nichts. In der Debatte schwingt auch grundsätzliche Frustration mit: Während über Radwege und Autospuren regelmäßig hitzig gestritten werde, gerate der Fußverkehr immer wieder ins Hintertreffen.
Nachdruck durch Unterschriftensammlung
Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wollen die Initiatoren nun die Nachbarschaft mobilisieren. Geplant ist eine bezirksweite Unterschriftensammlung. Die Straße am Schoelerpark soll dabei nur der Anfang sein – Ziel ist eine breit angelegte Initiative für sicherere und besser nutzbare Gehwege in ganz Charlottenburg-Wilmersdorf. Einen ersten Lichtblick gibt es bereits - nach der Informationen der Seniorenvertretung beauftragte das Tiefbauamt eine Firma mit den Arbeiten am Gehweg.