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Steglitz

Bröckelnder Bierpinsel

Nach Absturz von Fassadenteilen bleibt Schildhornstraße vorerst gesperrt

Vom Bierpinsel stürzte ein Fassadenteil in die Tiefe. Foto: BASZ
Vom Bierpinsel stürzte ein Fassadenteil in die Tiefe. Foto: BASZ

24.09.2026: Der Bierpinsel sorgt zurzeit für Sicherheitsprobleme. Nachdem sich an der Seitenfassade zur Schildhornstraße ein Fassadenelement gelöst hatte und in die Tiefe gestürzt war, mussten Polizei und Feuerwehr den darunterliegenden Straßenabschnitt weiträumig absperren. Die Sperrung bleibt bis auf weiteres bestehen.

Um die Gefahr für Passanten und den Straßenverkehr dauerhaft abzuwenden, ist nun der Eigentümer des markanten 1970er-Jahre-Turms am Zug: Er wurde vom Bezirk verpflichtet, die Fassade kurzfristig baulich so abzusichern, dass sich eventuell weitere lösende Bauteile sicher aufgefangen werden. Die Bau- und Wohnungsaufsicht von Steglitz-Zehlendorf überwacht diese Arbeiten. Sollten sich bei den Kontrollen noch tiefgreifendere Schäden an der Hülle des Denkmals zeigen, wird die Behörde gemeinsam mit dem Denkmalschutz die fachgerechte Instandsetzung anordnen.

Für den Bezirk ist der Vorfall auch ein Anlass, erneut Druck auf eine nachhaltige Lösung für den seit Jahren leerstehenden Turm auszuüben. Laut Patrick Steinhoff, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, hat zwar die schnelle Sicherung der Verkehrsfläche und deren bald mögliche Freigabe oberste Priorität. Gleichzeitig sieht er den Eigentümer in der Pflicht, das Gebäude endlich umfassend zu sanieren. Rechtliche Hürden für eine Wiederbelebung – etwa durch Einzelhandel oder kleinteilige Gastronomie – gebe es vonseiten der Verwaltung derzeit nicht. Die Verantwortung liege nun allein beim Eigentümer.

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