Gazette Verbrauchermagazin
Steglitz

Vom Pilzgeflecht zur Politik

Diskussionsabend verbindet Naturforschung mit gesellschaftlichen Debatten

Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus). Foto: H. Beyer / Botanischer Garten Berlin
Schwefelporlinge (Laetiporus sulphureus). Foto: H. Beyer / Botanischer Garten Berlin

18.09.2026: Unterirdische Pilzgeflechte verbinden Pflanzen miteinander, zersetzen Totes und schaffen Nährböden für neues Leben. Doch taugen biologische Netzwerke auch als Denkmodell für gesellschaftliches und politisches Handeln in Zeiten ökologischer Krisen? Dieser Frage widmet sich ein öffentlicher Themenabend am Mittwoch, 14. Oktober 2026 im Botanischen Garten.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr mit einem Blick in die Mykologie (Pilzkunde): Der Germanist und Pilzsachverständige Benjamin Haag spricht mit dem Biologen René Jarling über die Lebensweisen von Pilzen sowie deren kulturhistorische und literarische Bedeutung.

Im zweiten Teil des Abends wechselt die Perspektive vom Waldboden auf die gesellschaftliche Bühne. Vor dem Hintergrund von Artensterben und Klimawandel debattieren die Schriftstellerin Judith Schalansky, Andreas Rötzer, Luiza Bengtsson und Olaf Zimmermann über Schnittmengen zwischen Kunst, Geistes- und Naturwissenschaften. Gefragt wird dabei insbesondere, wie Kultur- und Forschungsinstitutionen das wachsende öffentliche Interesse an Naturthemen nutzen können, um ökologische Veränderungen aktiv mitzugestalten. Die Moderation führt Harald Asel, im Anschluss sind Beiträge aus dem Publikum vorgesehen.

Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Das Teilnahmeticket berechtigt zudem zu einem einmalig ermäßigten Eintritt in den Botanischen Garten im Verlauf des Monats Oktober.

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