Tempelhof-Schöneberg
Frisches Grün gegen Stadtstress
Tempelhof-Schöneberg hat in fünf Jahren rund 2.900 Bäume neu gepflanzt

17.09.2026: Trockene Sommer, dichter Verkehr und versiegelte Böden machen dem Stadtgrün das Überleben schwer. Dennoch verzeichnet Tempelhof-Schöneberg einen stetigen Zuwachs: Zwischen 2021 und 2025 hat das Straßen- und Grünflächenamt bezirksweit 2.900 neue Bäume an Straßen und in Anlagen gepflanzt. Allein im vergangenen Jahr 2025 kamen 559 Exemplare hinzu. Das pflanzstärkste Jahr war 2023 mit 752 Neupflanzungen, während 2024 mit 386 Bäumen das schwächste Ergebnis der letzten Jahre markiert.
Die Verteilung zeigt, dass alle Ortsteile berücksichtigt werden – wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In der Gesamtschau führt Schöneberg mit 929 Neupflanzungen die Statistik an, gefolgt von Mariendorf (572) und Tempelhof (533). Doch auch im Süden des Bezirks tat sich einiges: Marienfelde erhielt vor allem 2022 mit 292 Neuzugängen starken Zuwachs, während in Lichtenrade kontinuierlich gepflanzt wurde – darunter 153 Bäume im Jahr 2022 und 124 Exemplare im Jahr 2025.
Bei der Auswahl der Arten achtet der Bezirk auf Widerstandskraft gegen den Klimawandel. Typische Parkbäume weichen zunehmend stressresistenten Sorten: Am häufigsten wurden in den vergangenen fünf Jahren robuste Ulmenarten, Spaeth-Erlen, Hopfenbuchen, Kegel-Linden und der Amerikanische Amberbaum gesetzt. Die neuen Arten müssen sowohl Hitze und lange Trockenheit als auch plötzliche Starkregen überstehen. Zusätzliche Probleme bereiten parkende Autos auf Baumwurzeln und der verdichtete Boden im Straßenland. Um die Bäume langfristig zu sichern, vergrößert das Amt mancherorts Baumscheiben und entsiegelt Asphaltflächen.
Trotz einer hohen Zahl an Fällungen im Jahr 2024 fiel die Gesamtbilanz über den Zeitraum von fünf Jahren positiv aus: Es wurden insgesamt mehr Bäume neu eingesetzt als gefällt werden mussten. Wer sich genauer informieren möchte, findet online auf der Plattform uMap eine Übersicht zum Baumbestand. Dort lässt sich unter anderem nachvollziehen, wo besonders durstige Jungbäume stehen, die im Sommer Unterstützung beim Gießen gebrauchen können, oder wo Exemplare wachsen, die bereits mehr als 90 Jahre alt sind.



