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Lichterfelde

Zwischen Aufbruch und Zweifel

Das Achim Freyer Kunsthaus in Lichterfelde zeigt neue Malerei von Lunita-July Dorn

Foto: Roman März.
Foto: Roman März.

17.09.2026: Im Lichterfelder Achim Freyer Kunsthaus begegnen sich im Herbst etablierte Sammlungstradition und junge Berliner Kunst. Anlässlich der Berlin Art Week 2026 präsentiert das Haus bis zum 13. Dezember 2026 die erste institutionelle Einzelausstellung der Malerin Lunita-July Dorn. Unter dem Titel „Like a bird on a wire“ sind dort großformatige Gemälde und Zeichnungen zu sehen.

Lunita-July Dorn wurde 1999 in Berlin geboren und ist Absolventin der Weißensee Kunsthochschule. Sie stellt in ihren Arbeiten wiederkehrend das eigene Bildnis in den Mittelpunkt. Ihre Porträts dienen als Ausgangspunkt für eine persönliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollen, Identitätsfragen und dem Erwachsenwerden. Dabei verbindet sie eigene Erinnerungen mit fantastischen Bildwelten. Typisch für ihre Arbeitsweise ist die Sichtbarkeit des Malprozesses: Skizzenhafte Vorzeichnungen, übermalte Schichten und nachträglich freigelegte Partien bleiben bewusst erkennbar und verdeutlichen eine Kunst, die das Unfertige und die Veränderung thematisiert.

Malerei von Lunita-July Dorn
Foto: Roman März.

Der Titel der von Sabine Bayer kuratierten Schau geht auf das bekannte Lied von Leonard Cohen zurück. Ähnlich wie der Song kreisen auch Dorns Bilder um das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach persönlicher Freiheit und den Anforderungen des Alltags.

Für Besucher im Bezirk bietet die Schau zudem einen doppelten Blickwinkel: Dorns zeitgenössische Arbeiten treten in den Räumen des Kunsthauses in einen direkten Dialog mit der dort beheimateten Sammlung aus Klassischer Moderne, Art Brut und Outsider Art. Zur Ausstellung erscheint eine exklusive zehnteilige Edition von Lunita-July Dorn. Mit dem Erwerb eines Blattes unterstützen Sie die Realisierung ihrer ersten Monografie. Weitere Informationen unter www.achimfreyer.com/ausstellung/lunita-july-dorn.

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