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Dahlem

Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte

Was gilt als wertvoll? Ausstellung im Forschungscampus Dahlem

Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung, Weimarer Republik, (Ausschnitt), 20. Jahrhundert, Fotonachweis: bpk-Fotoarchiv / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Willy Römer
Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung, Weimarer Republik, (Ausschnitt), 20. Jahrhundert, Fotonachweis: bpk-Fotoarchiv / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Willy Römer

15.09.2026: Geld ist in unserem Alltag allgegenwärtig – sei es der schnelle Blick auf den Kontostand, das Bezahlen mit dem Smartphone an der Supermarktkasse oder das Sammeln von Pfandflaschen. Doch Geld ist weit mehr als nur ein Tauschmittel. Unter dem Titel „Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ widmet sich eine neue Ausstellung im Forschungscampus Dahlem der Frage, wie Geld seit jeher unser Weltbild prägt und definiert, wer oder was von Wert ist. Konzipiert wurde die Schau von den Volontären der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Anschauliche Geschichten

Die Ausstellungsmacher verzichten auf trockene Finanztheorien und setzen stattdessen auf anschauliche Geschichten hinter historischen und alltäglichen Objekten. So wird etwa der Wertewandel am Beispiel eines Maya-Stuckkopfes verdeutlicht: Als Fälschung entlarvt, verliert er zwar schlagartig seinen finanziellen Marktwert, gewinnt aber für die Wissenschaft als neues Forschungsobjekt an Bedeutung. Kakaobohnen erzählen die Geschichte vom Wandel einer historischen Währung hin zu einem globalen Genussmittel. Aber auch Gegenstände des Alltags finden ihren Platz in den Vitrinen. Eine Pfandflasche beleuchtet die Spanne zwischen achtlos weggeworfenem Müll und einer existenziellen Einnahmequelle, während ein einfacher Handschuh stellvertretend für die oft unsichtbare Sorgearbeit in unserer Gesellschaft steht. Auch Musikinstrumente wie die Drehleier, die einst sowohl am Hofe als auch von Straßenmusikern gespielt wurde, dienen als Zeugen gesellschaftlicher Unterschiede.

Aktiv mitmachen

Um das Thema nicht nur theoretisch zu vermitteln, setzt die Ausstellung auf Mitmach-Stationen. Besucher haben die Möglichkeit, eigene Geldscheine zu stempeln, Werte an Waagen gegeneinander abzuwiegen oder ihre ganz persönlichen Gedanken zu Reichtum, Armut und sozialer Ungleichheit zu hinterlassen. So soll eine Brücke zwischen der Historie und unseren heutigen Diskussionen über Konsum und Verantwortung geschlagen werden.

Die Ausstellung läuft vom 2. Oktober 2026 bis zum 17. Januar 2027 im Forschungscampus Dahlem, Lansstraße 8, 14195 Berlin. Geöffnet ist Donnerstag und Freitag von 14 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Wer das Thema im Anschluss noch vertiefen möchte, findet in Berlin-Mitte eine thematische Ergänzung. Die Fokusvitrine „Sammeln und (Geld)wert im Wandel“ in der Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, greift weitere Aspekte der Ausstellung auf. Die Öffnungszeiten hier sind Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist an beiden Standorten frei.

Titelbild

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