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Tempelhof-Schöneberg

Neuer Schwerpunkt Frauenmedizin

St. Joseph Krankenhaus übernimmt Frauenklinik des St. Gertrauden Krankenhauses

Prof. Michael Abou-Dakn und Florian Kell schaffen die größte Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in katholischer Trägerschaft in Berlin und Brandenburg. Foto: Dirk Pagels
Prof. Michael Abou-Dakn und Florian Kell schaffen die größte Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in katholischer Trägerschaft in Berlin und Brandenburg. Foto: Dirk Pagels

28.08.2026: Das St. Joseph Krankenhauses in Tempelhof übernimmt zum 1. September 2026 die Frauenklinik des Wilmersdorfer Alexianer St. Gertrauden Krankenhauses, zu der auch ein zertifiziertes Brustzentrum gehört. Durch diese Zusammenlegung entsteht die nach Angaben der Träger größte Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in katholischer Trägerschaft in der Region Berlin-Brandenburg.

Für Patientinnen soll der Übergang ohne größere Umstellungen verlaufen, da neben den Abteilungen auch das gesamte medizinische und pflegerische Team vom St. Gertrauden Krankenhaus nach Tempelhof wechselt. Dadurch bleiben bestehende Arbeitsplätze erhalten, und Patientinnen können weiterhin von ihren gewohnten Ansprechpartnern betreut werden.

Hintergrund der Übernahme sind die aktuellen gesundheitspolitischen Reformen in Deutschland, die viele Kliniken zu einer stärkeren Spezialisierung und Bündelung ihrer Kräfte bewegen. Während das St. Gertrauden Krankenhaus sich künftig auf andere medizinische Bereiche konzentrieren möchte, baut das St. Joseph Krankenhaus seine gynäkologische Abteilung weiter aus. Bereits seit Anfang des Jahres hatten beide Häuser im Rahmen des Netzwerks „GYN-Care“ eng zusammengearbeitet.

Die räumlichen Voraussetzungen für die erweiterte Klinik sollen in den kommenden Jahren weiter angepasst werden: Bis Ende 2028 ist am Standort Tempelhof ein neuer Klinikneubau geplant.

Prof. Dr. Michael Abou-Dakn, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Ärztlicher Direktor der Joseph Kliniken Berlin, fasst zusammen, dass die Übernahme aus medizinischer Sicht die gynäkologische Versorgung von Patientinnen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg dauerhaft auf hohem Niveau sichert. Durch die Zusammenführung der Fachkräfte und Strukturen beider christlicher Häuser bleibe die fachliche Expertise gebündelt und die gewohnte, werteorientierte Betreuung für die Frauen erhalten.

Florian Kell, Klinikgeschäftsführer der Joseph Kliniken Berlin, stellt die strategische Bedeutung der Entscheidung heraus, da die Bündelung zu einer der größten gynäkologischen Fachkliniken der Region sowie der bis Ende 2028 geplante Klinikneubau in Tempelhof die medizinische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Standorts langfristig stärken sollen.

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