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August 2026
Schöneberg & Friedenau
Chronik der Städtepartnerschaften GRATIS ZUM MITNEHMEN
Von den Anfängen im Kalten Krieg bis zur heutigen Solidarität
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Gruppenfoto der am Projekt Beteiligten.
Fotos: BA TS
Premiere für Holzbausystem In Friedenau wird ein flexibles Schulgebäude erbaut An der Friedenauer Gemeinschaftsschule in der Rubensstraße 63 haben die Bauarbeiten für ein neues Schulgebäude begonnen. Mit der Grundsteinlegung für das Projekt „Das Fliegende Klassenzimmer 2.0“ (DFK 2.0) erprobt das Bezirksamt ein neu entwickeltes Holzmodulsystem. Dieses soll den Mangel an Schulplätzen im Stadtgebiet künftig schneller und flexibler beheben als herkömmliche Bauweisen.
Baukasten-Prinzip Das Besondere an dem vom bezirklichen Baumanagement entworfenen System ist sein Baukasten-Prinzip: Die einzelnen Holzmodule lassen sich flexibel zusammensetzen und an unterschiedliche Standorte anpassen. Bei veränderten Bedarfen können sie theoretisch wieder demontiert und an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Durch
die Vorfertigung der Bauteile verkürzen sich die Planungs- und Bauzeiten erheblich. Die reine Errichtung an einem Standort soll in rund zehn Monaten möglich sein.
te bieten. Die äußere Hülle des Gebäudes soll noch in diesem Jahr stehen. Der Bezug des nach Fertigstellung in diesem Jahr dem energetischen Standard In Schöneberg entstehen auf KfW-Effizienzhaus 40 konzipierdiese Weise zehn Klassen- und ten Neubaus ist für Mai 2027 gesieben Teilungsräume, die Platz plant. Bewährt sich das System im für 268 Schülerinnen und Schüler Praxisbetrieb, soll es schrittweise sowie 17 pädagogische Fachkräf- in ganz Berlin eingesetzt werden.
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Gazette Schöneberg & Friedenau | AUGUST 2026 | 3
Liebe Leser_innen, Es sind alle möglichen VeranJugendkompetenzpass 2026 Lange Tafeln staltungen dabei: Vom Erlernen von Fototechniken, gemeinsa- Das Engagement junger Men- Das Thema „Einsamkeit überme Badeausflüge oder Besuche schen ist von unschätzbarem winden“ geht uns alle an und ist an historischen Orten in Berlin. Wert für unseren Bezirk. Sie über- eine gesamtgesellschaftliche Sommer in TempelhofIn der Ausflugswoche ab dem nehmen Verantwortung, bringen Herausforderung. Mit unserer Schöneberg 10. August 2026 könnte es zum sich aktiv in ihre Nachbarschaf- Initiative „Engagiert gegen EinSpaziergänge durch die Kieze un- Beispiel zum Teufelsberg, auf ten ein und stärken den gesell- samkeit“ setzt sich der Bezirk seres Bezirkes lohnen den jüdischen Fried- schaftlichen Zusammenhalt. Mit Tempelhof-Schöneberg nachsich immer – egal, ob hof oder ins Plane- dem Jugendkompetenzpass haltig für aktive NachbarschafSie die Weite des Temtarium gehen. Ideen möchten wir dieses Engagement ten und gute Netzwerkarbeit pelhofer Feldes erkunund Vorschläge sind sichtbar machen und im Namen ein. Bei der Beauftragten für den, die Mariendorfer herzlich willkommen. des Bezirks ausdrücklich würdi- Bürgerschaftliches Engagement Höhe erklimmen oder Zusammen etwas zu gen. Ausgezeichnet werden Ju- und gegen Einsamkeit, Christine durch das Schöneerleben und Freunde gendliche, die sich freiwillig und Fidancan, läuft hier die Koordizu finden, ist doch ein außerhalb des schulischen Unter- nation zusammen. Hier werden berger Südgelände guter Plan für die Fe- richts engagieren. Voraussetzung Pilotprojekte gegen Einsamkeit spazieren möchten. ist ein regelmäßiger Einsatz von initiiert und die Öffentlichkeit rien in Berlin. Oder Sie unternehInfos und Anmel- mindestens 40 Stunden pro Jahr für dieses wichtige Thema senmen einen schönen Jörn Oltmann Einkaufsbummel in indung: www.berlin. oder ein zusammenhängendes sibilisiert. habergeführten Läden im Akazi- de/ba-tempelhof-schoeneberg/ Engagement von mindestens Mit dem Veranstaltungsformat enkiez oder Bayerischen Viertel. 100 Stunden in einem oder meh- „Lange Tafeln“ bringen wir MenStadtbibliotheken Anschließend können Sie den reren Projekten. Die Einsatzfelder schen in den verschiedensten Ausflug in einem der schönen Im Sommer ist Lesezeit und sind vielfältig und reichen von Kiezen zusammen. Im August Kiezcafés oder Restaurants aus- ein Besuch in den bezirklichen Sportvereinen, Kirchengemein- lade ich Sie herzlich ein, an den klingen lassen. Inspirationen für Stadtbibliotheken ist eine gute den und Jugendfreizeiteinrich- „Langen Tafeln“ im Süden unsespannende Touren finden Sie auf Idee! Neben Büchern können Sie tungen über das Kinder- und res Bezirkes Platz zu nehmen unserer Internetseite „Sommer in hier Medien wie Filme, Hörspie- Jugendparlament bis hin zu und die nachbarschaftliche GeTempelhof-Schöneberg“. Dort ist le und vieles mehr entdecken. sozialen Projekten, schulischen meinschaft zu genießen! auch das Portal von visitBerlin Besonders spannend sind die Initiativen sowie nachbarschaft- In Lichtenrade treffen wir uns am verlinkt. Unter der Überschrift regelmäßigen Lesungen – von lichen Angeboten. Der Jugend- 22.08.2026 von 15 bis 17 Uhr in „Entdecke Berlins Kieze“ finden Angeboten für die Kleinsten bis kompetenzpass umfasst neben der Bahnhofstraße/Pfarrer-LütSie hier viele Tipps für berlinweite hin zu Tanz- und Bewegungs- einer offiziellen Dankesurkunde kehaus-Platz (vor der Alten MälAusflüge. Unser Bezirk wird als ei- programme speziell für ältere ein Empfehlungsschreiben. Alle zerei) und in Marienfelde begrüOrganisationen sind dazu aufge- ße ich Sie am 29.08.2026 von 17 ner „mit den schönsten Nachbar- Erwachsene. schaften“ beworben – worüber Für Kinder ab 4 Jahren gibt es re- rufen, bis zum 15. August 2026 bis 19 Uhr am Kiepertplatz. wir uns natürlich freuen! Ich bin gelmäßig Bilderbuchkinos, wäh- engagierte Jugendliche für den Es kostet keinen Eintritt und sicher, Sie werden für sich etwas rend Erwachsene im August je- Jugendkompetenzpass 2026 eine Anmeldung ist nicht erforden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr beim bezirklichen Ehrenamtsbü- derlich! Neues entdecken. Infos: www.visitberlin.de/de/ (mit oder ohne Tanzerfahrung) ro vorzuschlagen und so einen Infos: www.berlin.de/ba-ts/ kieze zu abwechslungsreicher Musik wichtigen Beitrag zur Anerken- ehrenamtsbuero/ ihre Koordination, Beweglich- nungskultur im Bezirk zu leisten. Wir sehen uns! Ferienprogramme keit und ihr Rhythmusgefühl Für Fragen steht Ihnen das be- Ihr Das Jugendamt Tempelhof-Schö- trainieren können. Alle Infos zirkliche Ehrenamtsbüro zur Ver- neberg bietet in den Schulferien hierzu finden Sie im bezirkli- fügung. ein vielfältiges Ferienprogramm chen Veranstaltungskalender: Telefon: (030) 90277-6051 Jörn Oltmann für Kinder, Jugendliche und Fami- www.berlin.de/ba-tempelhof- E-Mail: ehrenamtsbuero@ba-ts. Bezirksbürgermeister lien im Bezirk und in ganz Berlin. schoeneberg/ berlin.de von Tempelhof-Schöneberg Foto: Laurence Chaperon
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Chronik der Städtepartnerschaften Von den Anfängen im Kalten Krieg bis zur heutigen Solidarität Koszalin
Amstelveen Barnet
Teltow-Fläming
Paderborn Ahlen Wuppertal Werra-Meißner-Kreis Bad Kreuznach
Levallois-Perret
Penzberg
Charenton-le-Pont
Mykolajiw
Mezitli
Naharija
Die 15 Partnerstädte von Tempelhof-Schöneberg reichen bis in den Nahen Osten.
Map data © OpenStreetMap contributors
Wer heute die Partnerschafts- und Schöneberg dabei getrennte 1957, besiegelte Tempelhof schilder im Rathaus Schöneberg Wege. Eine kleine Zeitreise zeigt, gleich zwei weitere Verträge: betrachtet, sieht das Ergebnis wie dieses vielseitige Netzwerk Zum einen mit der niederländieiner jahrzehntelangen Ent- gewachsen ist. schen Gemeinde Amstelveen, wicklung. Die 15 offiziellen Städeinem direkt an Amsterdam Erste Brücken nach Westeuropa tepartnerschaften des Bezirks grenzenden Ort, der historisch haben eine lange Geschichte. Die Geburtsstunde der bezirkli- aus einer Moorlandschaft herDiese ist geprägt vom histori- chen Partnerschaften schlug im vorging. Zum anderen mit dem schen Kontext von den Jahren Jahr 1955, als der damalige Bezirk hessischen Werra-Meißner-Kreis des Kalten Kriegs bis zur heutigen Tempelhof die Verbindung mit (damals noch Landkreis Eschwepolitischen Lage. Bis zur Bezirks- dem Nordlondoner Bezirk Lon- ge). Diese Verbindung entstand fusion im Jahr 2001 gingen die don Borough of Barnet einging. aus einer direkten Hilfsaktion: ehemaligen Bezirke Tempelhof Nur zwei Jahre später, im Jahr Während der sowjetischen BloDoppelzimmer pro Person ★★★ SUPERIOR
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45, ckade West-Berlins organisierte der Landkreis Erholungsaufenthalte für Tempelhofer Kinder.
Annäherung im Inland Nach dem Bau der Berliner Mauer suchte West-Berlin verstärkt den Anschluss an Städte und Landkreise im Westen Deutschlands, um die geografische Isolation zu überwinden. Im Jahr 1962 knüpfte Tempelhof Kontakte zum westfälischen
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Gazette Schöneberg & Friedenau | AUGUST 2026 | 5 Landkreis Paderborn (historisch über den ehemaligen Kreis Büren), einer Region mit einer 1200-jährigen Geschichte. Der Bezirk Schöneberg zog im Jahr 1963 nach und ging eine Partnerschaft mit dem rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Kreuznach ein. Das Jahr 1964 brachte für Schöneberg gleich drei neue Partnerschaften: Mit Ahlen in Nordrhein-Westfalen entstand eine Verbindung zu einer Stadt, die sich von einer Agrargemeinde zu einem Industriezentrum für Emaille und Steinkohle entwickelt hatte und in der 1946 das „Ahlener Programm“ der CDU verabschiedet worden war. Mit Wuppertal im Bergischen Land bekam der Bezirk eine Partnerstadt, die damals für ihre Textil- und Bekleidungsindustrie bekannt war und deren Besonderheit ihre Schwebebahn ist, die bei der Jungfernfahrt einen jungen Elefanten transportierte, der bei dieser Gelegenheit jedoch in die Wupper stürzte. Allerdings soll das Tier unverletzt geblieben sein. Mit der bayerischen Stadt Penzberg verband sich Schöneberg auch im Geiste des Gedenkens. In der dortigen „Mordnacht“ im April 1945 ermordete die SS kurz vor Kriegsende Penzberger Bürgerinnen und Bürger. Ein Gedenkstein an der Ecke Münchener und Penzberger Straße in Schöneberg erinnert daran.
Versöhnung und europäische Schulkontakte Im Jahr 1970 ging Tempelhof einen historisch bedeutsamen Schritt: Es vereinbarte die Partnerschaft mit der israelischen
direkte Partnerschaft mit dem brandenburgischen Nachbarlandkreis Teltow-Fläming. Die waldreiche Region entwickelte sich rasch zu einem beliebten Naherholungsgebiet für die Menschen im Bezirk. Im Jahr 1995 ging Schöneberg eine Verbindung mit der polnischen Ostseestadt Koszalin (ehemals Köslin) ein. Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte ehemalige Hansestadt pflegt heute neben dem kulturellen Austausch auch aktive wirtschaftliche Beziehungen mit dem Bezirk.
Bezirksfusion und neue Partner
Im Rathaus Schöneberg sind die Städtepartnerschaften aufgeführt. Küstenstadt Nahariya. Gegrün- tav-Heinemann-Schule erwuchs. det 1935 von deutschen Einwan- Schöneberg folgte 1986 mit eiderinnen und Einwanderern, war ner Partnerschaft mit dem norddies die allererste offizielle Städ- westlich von Paris gelegenen Letepartnerschaft zwischen einer vallois-Perret, das bis heute eng deutschen und einer israelischen mit der Sophie-Scholl-Schule Kommune. kooperiert. In den 1980er-Jahren richtete Mauerfall und neue sich der Fokus verstärkt auf das Nachbarn im Osten europäische Ausland. Tempelhof schloss 1984 die Partnerschaft Die politische Wende von mit Charenton-le-Pont süd- 1989/1990 veränderte auch die lich von Paris, woraus ein reger bezirklichen Prioritäten. 1991 Schulaustausch mit der Gus- vereinbarte Tempelhof eine Für sene Erwach der und Kin
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Mit der Berliner Bezirksreform im Jahr 2001 wurden Tempelhof und Schöneberg zusammengelegt – und damit auch ihre bis dahin 13 Partnerschaften. Seither entscheidet das gemeinsame Bezirksamt über neue Kooperationen. 2012 wurde die Partnerschaft mit der türkischen Küstenstadt Mezitli-Mersin beschlossen. Die Hafenstadt am östlichen Mittelmeer ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum für Fischerei, Erdöl- und Textilindustrie. Die jüngste Verbindung ist eine Reaktion auf die geopolitischen Entwicklungen: Am 24. Mai 2025 unterzeichnete das Bezirksamt eine Solidaritätspartnerschaft mit der südukrainischen Hafenstadt Mykolajiw. Die Stadt, die im Zuge des russischen Angriffs ab 2022 schwere Schäden an ihrer Infrastruktur erlitt, wird seither durch enge Kontakte zu Firmen und zivilgesellschaftliche Initiativen aus Tempelhof-Schöneberg unterstützt. Die Wappen der Partnerstädte sind im Rathaus Schöneberg zu sehen.
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Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Tjapko Poppens, Bürgermeister von Amstelveen. � Foto: Stadtverwaltung Amstelveen
Flötenensemble der Leo Kestenberg Musikschule mit Pieter-Jan Nijessen, dem Koordinator der Amstelveener Musikschule Platform C. � Foto: Leo Kestenberg Musikschule
Bezirk belebt Partnerschaft mit Amstelveen 2027 besteht die Städtepartnerschaft seit 70 Jahren Die Verbindung zwischen dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg und der niederländischen Stadt Amstelveen, die südlich von Amsterdam liegt, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Jahr 2027 jährt sich die Städtepartnerschaft
zum 70. Mal. Um dieses Jubiläum vorzubereiten, intensivieren beide Kommunen derzeit ihre Zusammenarbeit. Neben monatlichen Online-Treffen standen in den vergangenen Monaten bereits gegenseitige Besuche und
gemeinsame Projekte auf dem Programm.
Wirtschaft und Stadtentwicklung im Fokus Ende April besuchte Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann gemeinsam mit der Leiterin der bezirklichen Wirtschaftsförderung, Dr. Ann-Kathrin Biewener, die niederländische Partnerstadt. Bei dem Treffen mit Bürgermeister Tjapko Poppens ging es vor allem um wirtschaftliche Fragen. Im Mittelpunkt standen die Belebung von Stadtzentren, die Kooperation zwischen Kommunen und Wirtschaft sowie Strategien gegen den Fachkräftemangel. Da der Besuch auf den niederländischen Feiertag „Koningsdag“ fiel, bot sich für die Delegation zudem die Gelegenheit, soziale Einrichtungen und Stadtteilzentren vor Ort kennenzulernen und sich mit den Gastgebern auszutauschen.
Kultureller Austausch
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Auch auf kultureller Ebene gibt es Bewegung. Vom 9. bis 12. September 2026 findet in der Tempelhofer ufaFabrik das REC Filmfestival statt, ein Publikumsfestival für junge Filmschaffende bis 25 Jahre. Amstelveen ermittelte im Vorfeld im Rahmen eines lokalen Wettbewerbs einen eigenen Beitrag: Der Kurzfilm „Cyclus“ wird die Partnerstadt in Tempelhof vertreten. Zudem reiste das Flötenensemble der bezirklichen Leo Kestenberg
Musikschule über Pfingsten nach Amstelveen. Die Gruppe gab unter anderem ein Konzert in einem dortigen Seniorenzentrum und traf sich mit Vertretungen der Musikschule „Platform C“.
Ausblick auf das Jubiläumsjahr Die Pläne für die nahe Zukunft stehen ebenfalls fest. Amstelveen wird sich am Festival „CrossKultur“ beteiligen, das vom 13. November bis 13. Dezember 2026 in Tempelhof-Schöneberg stattfindet. Für das Jubiläumsjahr 2027 ist am 5. Juni ein Auftritt der Partnerstadt beim 9. Nachbarschaftsfest am Rathaus Schöneberg geplant, wo sich Amstelveen mit einem Informationsstand und einem kulturellen Beitrag präsentieren wird. Neben kulturellen Aktivitäten soll auch die fachliche Zusammenarbeit fortgesetzt werden. Die Jugendämter beider Kommunen planen für 2027 einen Fachaustausch, um aktuelle Herausforderungen in der Jugendarbeit zu besprechen. Ein solcher Austausch knüpft an frühere Projekte an: Bereits von 2017 bis 2019 gab es regelmäßige Treffen in den Bereichen Jugend, Integration und Ehrenamt. Zudem nutzen beide Verwaltungen seit 2009 das europäische Hospitationsprojekt „LoGo! Europe“, in dessen Rahmen bereits rund 40 Berliner in Amstelveen und etwa 20 Amstelveener Fachkräfte in Berlin hospitiert haben.
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Grüne Westen für ein besseres Miteinander Parkläufer wieder in den Grünanlagen unterwegs Mit dem Sommer zieht es die Menschen vermehrt in die Parks und auf die Spielplätze des Bezirks. Wo viele unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen, bleibt es manches Mal nicht beim konfliktfreien Miteinander. Um hier vermittelnd einzugreifen, sind seit dem 1. Juli und noch bis zum Jahresende wieder die sogenannten Parkläufer in Tempelhof-Schöneberg im Einsatz.
an der Fuggerstraße/Eisenacher Straße und „Ayers Rock“
Feste Anlaufstellen
Geschultes Personal Die an ihrer grünen Dienstkleidung erkennbaren Kräfte sind an sieben Tagen in der Woche präsent. Als sozialpädagogisch geschultes Die Parkläufer sind wieder unterwegs – unter Personal haben sie die Aufgabe, Probleme anderem im Nelly-Sachs-Park. frühzeitig zu erkennen, bei Unstimmigkeiten zwischen Parkbesuchern und Anwohnern zu • Nelly-Sachs-Park, Cheruskerpark, Heinrichvon-Kleist-Park und Kurt-Hiller-Park vermitteln und als Bindeglied zur Bezirksver• Volkspark Mariendorf und Alice-Salowaltung zu fungieren. mon-Park Wo gibt es Parkläufer • Winterfeldtplatz, Innsbrucker Platz und der Die Parkläufer sind in insgesamt 14 ausgeBereich rund um die Apostel-Paulus-Kirche wählten Gebieten des Bezirks aktiv. Dazu • Frobenstraße und Neue Steinmetzstraße gehören: • Friedhof Eisackstraße sowie die Spielplätze
Umbau am Barbarossaplatz
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Mehr Grün und Platz für Fußgänger Der Barbarossaplatz steht vor einer gänger entstehen, unter anderem zeitgemäßen Veränderung. Nach durch die Einrichtung einer neueiner intensiven Beteiligungspha- en Fußgängerzone direkt vor der se hat das Bezirksamt im Juni die dortigen Grund- und Volkshochfinalen Entwürfe für die Umgestal- schule. Um den Platz an die Folgen tung des Platzes vorgestellt. Unter des Klimawandels anzupassen, ist dem Projekttitel „Grüner Salon für zudem die Entsiegelung von rund Alle“ soll das Areal in den kom- 2.500 Quadratmetern Bodenfläche menden Jahren grüner, kühler und vorgesehen. Auf diesen Flächen fußgängerfreundlicher werden. In sollen neue Bäume gepflanzt, die dem Zuge soll auch die Aufent- bestehenden Grünflächen verhaltsqualität verbessert werden größert und ein lokales Regenund der Platz für Anwohnende tat- wassermanagement – Stichwort sächlich zu einem „Grünen Salon“ Schwammstadt – etabliert werden. werden, der insbesondere in der Die detaillierten Pläne und Präwarmen Jahreszeit Kühlung bietet. sentationen können auf dem Bei der Planung wurde auch der Berliner Beteiligungsportal identitätsstiftende „Kinderbrun- „mein.berlin“ (mein.berlin.de/ nen“ in der Platzmitte berücksich- vorhaben/2024-00917) eingesetigt. Im Zentrum der Planungen hen werden. Bis zur praktischen des Büros r+b landschaftsarchitek- Umsetzung müssen sich die Schötur steht die Stärkung des Fußver- neberger allerdings noch etwas kehrs. Rund 1.000 Quadratmeter gedulden: Der Baustart ist für das zusätzliche Fläche sollen für Fuß- zweite Quartal 2027 angekündigt.
Damit die Menschen vor Ort direkte Ansprechpartner finden, wurden in einigen Grünanlagen Bürocontainer des Parkmanagements aufgestellt. Diese dienen als feste Anlaufstellen für Fragen und Anregungen. Zu finden sind die Container im Nelly-Sachs-Park, im Cheruskerpark, im Heinrich-von-KleistPark sowie im Volkspark Mariendorf. Die jeweiligen Öffnungszeiten sind direkt an den Containern vor Ort ausgewiesen. Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck betont, dass sich das Konzept der Parkbetreuung in den vergangenen Jahren im Bezirk bewährt habe. Die kontinuierliche Präsenz trage dazu bei, Konflikte in den Grünanlagen zu beruhigen. Für die Zukunft strebt das Bezirksamt eine dauerhafte Absicherung des Programms an, um die Sauberkeit, Sicherheit und Attraktivität der Parks und Spielplätze langfristig zu unterstützen.
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8 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2026
Katalog zu Sonderausstellung „Die Kette“ Schöneberger Gesichter und Texte zur Vor- und Nachbereitung John Kolya Reichart, Fotograf, Filmmacher und Buchautor, ist nicht nur durch seine vor drei Jahren in Schöneberg gezeigte Fotoausstellung über „100 Gesichter aus der Eisenacher Straße“ in seinem Wohnkiez ein Begriff geworden. Der Regisseur und Gründer einer
Künstler und Fotograf John Kolya Reichart lebt und arbeitet in Schöneberg.� Foto: Julia Richter
Der Katalog zur Ausstellung ist im Museum und im Buchhandel für 15.50 € erhältlich. ISBN 978-39825914-8-3 Verlag: Bezirksamt Berlin Tempelhof-Schöneberg Abt. Kunst, Kultur, Museen. Filmproduktionsfirma hat nun ein weiteres, 2024 vom Schöneberg Museum mit auf den Weg gebrachtes Porträtprojekt auf die Beine gestellt, das aktuell im Schöneberg Museum als Sonderausstellung „Die Kette. Gesichter - Geschichten – Schöneberg“ von sich reden macht (siehe auch Gazette Schöneberg/Friedenau Mai 2026). Reichart, der als kölscher Jung
in frühen Jahren über eine alte Minolta-Kamera seiner Eltern zur Analog-Fotografie fand, hat auch zu dieser Ausstellung wieder einen sehens- und betrachtenswerten Katalog kreiert, der als Vor- und Nachbereitung des Ausstellungs besuches bestens geeignet ist und die Porträtierten dem Betrachtenden noch näher bringt.
Six Degrees of Separation im Kiez Reichart lässt wie in der Ausstellung auch im Katalog die Porträ Bilder einer Ausstellung.�
Foto: Prisca Martaguet
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tierten in einer Art Menschenkette den Staffelstab von einem zum anderen weiterreichen. Das Konzept der Reihe erklärt der Fotograf und Autor so: „Es beginnt mit einer fremden Person, die ich auf der Straße anspreche, und nimmt von da an seinen eigenen, von mir losgelösten Verlauf. Denn jede Begegnung, jede Fotosession endet mit der Frage: Welche Person soll die nächste sein?“ Was zuerst nur ein loser Gedanke, eine Idee war, offenbarte so plötzlich ein Netzwerk von Menschen, die hier, im Bezirk, miteinander verbunden sind. Sie sind Nachbarn, Sportkameraden, Arbeitskollegen, Familienmitglieder, Freunde oder auch Zufallsbekanntschaften. Reichart, der sich mit dem Gedanken Six Degrees of Separation und der Theorie beschäftigt hat, dass jeder Mensch über höchstens sechs Zwischenpersonen mit jedem anderen Menschen auf der Welt verbunden ist, hat diesen Gedanken auf die Bewohner seines Stadtteiles übertragen. In Zusammenarbeit mit dem Schöneberg Museum entwickelte Reichart so ein fotografisches Konzept mit dramaturgischer Struktur, in der sich die von ihm Porträtierten bildlich die Klinke in die Hand geben. – Akzentuiert und ohne jede störende Ablenkung von der gezeigten Person agieren dabei die großformatigen Schwarzweiß-Porträts vor schlichtem Hintergrund,
Gazette Schöneberg & Friedenau | AUGUST 2026 | 9 aufgenommen im jeweiligen Wirkungskreis der Person. Als Untermalung dazu die Stimme und Worte jeweils derjenigen Person, die die gezeigte Person ausgesucht hat. Doch auch die porträtierte Person selbst kommt zu Wort, als logisches Glied der „Kette“, die Fotos werden farbig, die Dargestellten rücken damit und mit ihren eigenen Aussagen nun dem Betrachter noch ein Stück näher, beziehen ihn förmlich mit ein. Aus 40 Begegnungen mit diesen unterschiedlichen Menschen hat John Kolya Reichart die Sonderausstellung mit 40 Porträtierten entwickelt. – Er, der die Begegnung mit Menschen immer als „treibende Kraft seiner Arbeit als Fotograf“ und sich als Fragensteller sieht, während sein Gegenüber sich entschlossen hat, sich zu zeigen. – Der Beginn eines spannenden sich Aufeinandereinlassens, mit ungewissem Ziel einer unbekannten Reise. Reichart betont: „Jede einzelne Begegnung in diesem Projekt „Die Kette“ war tatsächlich eine Reise. Sie führte uns an Orte und in Momente, die mir gezeigt haben, wie vielfältig und überraschend die Menschen in diesem Kiez sind. Ich hoffe von Herzen, dass es mir gelungen ist, diese besondere Kraft in den Porträts und Erzählungen festzuhalten.“
Antonio aus Schöneberg, 1. Kettenglied. begleitete. Antonio gibt in Teil I des Katalogs den Staffelstab an Friederike B. in der Crellestraße, sie diesen an ihre regelmäßige Urlaubsbegleiterin Hanna D. weiter. – Das erste kleine Kettenstück ist geschafft. Das letzte Glied der
Foto: John Kolya Reichart
Kette schließlich ist Michael S., Freund des Vaters von Dodo P., die ihn vorgeschlagen hat. Sympathisch und voller positiver Aussagen sind die jeweiligen Texte der Auswählenden zu den von ihnen Ausgewählten: Gera Die Kette – ein Kiezporträt, fotografisch und auditiv erzählt Erste Kettenglied – von Reichart wegen seiner Freundlichkeit und warmen Art ausgewählt – ist Antonio, Besitzer eines kleinen Schusterladens auf der Hauptstraße, dem der Fotograf für sein Porträt über die Schulter schaute und ihn dazu ein gutes Stück
Margot D., im Bilde, und nicht wegzudenken aus Schöneberg. Foto: Prisca Martaguet
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de in heutiger Zeit voller Unruhe und Nörgelei, sind die ehrlichen Komplimente, ist das der ausgewählten Person aus ganz unterschiedlichen Beweggründen entgegengebrachte Interesse wohltuender Seelenbalsam. Angefügte Audiodateien bereichern in der Ausstellung als narratives Element die jeweils dargestellte Person. Und da sind die Farbfotos, die eigenen Aussagen der Dargestellten, erstaunlich mutig und berührend ehrlich. Der 190-seitige Katalog vollzieht diese Steigerung nach, lässt die Auswählenden, Dargestellten und auch Mitarbeiter der Porträtreihe sowie Autor, Museumsleiterin und Stadtrat zu Wort kommen. Er verleiht den auch schon ohne Text so aussagekräftigen Schwarzweiß- und Farbfotos Reichart´s eine noch eindringlichere und deutlichere Sprache und zeichnet darüber ein farbenfrohes Bild eines liebenswerten Kiezes, wie es nur Schöneberg mit seinem bunten Bewohnerkreis zu malen vermag. „Die Kette“ – als Ausstellung und Katalog für alle ein Muss, die Schöneberg mit seinen Menschen und in seiner Vielfalt lieben. Wer den Bezirk noch näher kennenlernen möchte, der kann an einer der Bezirkstouren mit Künstler John Kolya Reichart teilnehmen: Am Freitag, den 29. August 2026, um 13.30 Uhr oder am Samstag, den 12. September 2026, um 15 Uhr. Näheres unter Telefon 030 – 90277-6227 Das Schöneberg Museum, Hauptstraße 40/42 in 10827 Berlin, mit der Sonderausstellung „Die Kette“ ist Samstag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr sowie Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Jacqueline Lorenz
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Spuren der Vergänglichkeit im Haus am Kleistpark Mahsa Aleph hinterfragt Verhältnis von Sprache, Erinnerung und Material Das Haus am Kleistpark präsentiert die erste institutionelle Einzelausstellung der in Berlin lebenden iranischen Künstlerin Mahsa Aleph. Unter dem Titel „What is washed returns as language“ (Was gewaschen wird, kehrt als Sprache zurück) befasst sich die Schau mit den Kreisläufen des Verschwindens und Wiederkehrens. Mahsa Aleph, geboren 1990 im iranischen Ardabil, verknüpft in ihren Arbeiten Film, Installation und Text. Sie versteht Erinnerung nicht als bloße Bewahrung des Vergangenen, sondern als einen fortlaufenden Prozess der Veränderung und des Neubeginns.
Tinte und Tränenfänger Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zwei Arbeiten. Die raumgreifende Installation Jowhar
Jowhar, Textrollen. � (2021) nimmt Bezug auf einen Begriff arabischen Ursprungs,
Foto: Mahsa Aleph der im Persischen sowohl „Essenz“ als auch „Schreibtinte“ bedeuten kann. Aleph beschreibt Papierbahnen fortlaufend mit dem Satz: „Die Zukunft ist nichts anderes als ein Teil der Vergangenheit, der in Vergessenheit geraten ist.“
diesen Vorgang für die Besucher.
Ein Film über den Wandel Teherans Die neuere Filmarbeit Reanimation (2026) dokumentiert die Randgebiete von Teheran. Gezeigt wird der materielle Wandel der Stadt: Türen abgerissener Häuser werden auf Deponien gesammelt und dienen als Baumaterial für neue, provisorische Unterkünfte. Der Film lenkt den Blick auf die Menschen in diesen Übergangsräumen und zeigt, wie aus den Fragmenten des Alten neue Lebensräume entstehen.
Begleitprogramm
Jowhar, Textrollen und Tränenfänger mit Tinte, 2021. � Foto: Mahsa Aleph Während des Entstehungsprozesses wäscht die Künstlerin die Tinte wieder aus dem Papier und fängt das gefärbte Wasser in kleinen Gefäßen auf. Diese sogenannten „Tränenfänger“ verweisen auf eine historische Trauerpraxis im Iran, bei der solche Gefäße an Gräbern befestigt werden. Eine begleitende Videodokumentation veranschaulicht
Neben den regulären Öffnungszeiten lädt die Galerie zu zwei Begleitveranstaltungen ein: Gespräch zur Ausstellung (Artist Talk): Donnerstag, 27. August um 19 Uhr mit Mahsa Aleph und der Kunsthistorikerin Julia Rosenbaum. Finissage und Führung: Sonntag, 20. September um 16 Uhr mit Mahsa Aleph und der Kuratorin Dr. Kristina Schrei. Die Ausstellung ist bis 20. September Haus am Kleistpark, Grunewaldstraße 6–7, 10823 Berlin zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Kein barrierefreier Zugang.
Gazette Schöneberg & Friedenau | AUGUST 2026 | 11
Schulwettbewerb für Klimaschutz ink klusiiv Über 250 kostenlose und inklusive Bewegungsangebote in rund 80 Parks und Bewegungsflächen von Mai bis Oktober 2026 sportimpark.berlin.de #sportimparkberlin
Bewegungsangebote für Alle in Tempelhof-Schöneberg Bitte informieren Sie sich auf der Webseite von “Berlin bewegt sich” aktuell über mögliche zeitliche Änderungen bei den Angeboten: www.berlin-bewegt-sich.berlin.de/angebote
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Impressum: Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Tel.: (030) 90277 7251, Mail: planko@ba-ts.berlin.de
Wie lässt sich der Alltag an Berlins besonderer Service: Das WettbeSchulen umweltfreundlicher ge- werbsbüro besucht die prämierstalten? Ob Energiespar-Projekte ten Schulen, um ein professionelim Unterricht, die Begrünung des les Social-Media-Video über das Schulhofs oder neue Konzepte zur jeweilige Projekt zu drehen, das Müllvermeidung – kreative Ideen die Schulen für ihre eigene Öffür den Klimaschutz sind an den fentlichkeitsarbeit nutzen können. Schulen der Hauptstadt gefragt. Der Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ ist in eine neue Runde gestartet und ruft Klassen sowie Arbeitsgemeinschaften zur Teilnahme auf. Grafik: EUMB Pöschk GmbH & Co. KG Bis zum 20. Oktober 2026 können Berliner Schulen ihre Entwürfe, Zusätzlich zu den Schulpreisen laufenden Aktivitäten oder bereits wird besonderes persönliches erfolgreich umgesetzten Projekte Engagement gewürdigt. Die Jury einreichen. Auch kurzfristig skiz- vergibt Einzelpreise in den Katezierte Ideen, die beispielsweise gorien „Berliner Klima Schülerin“ nach den Sommerferien entste- und „Berliner Klima Schüler“ sohen, sind willkommen. Pro Schu- wie „Berliner Klima Lehrerin“ und le sind mehrere Bewerbungen „Berliner Klima Lehrer“. möglich. Eine Jury aus verschiedenen BeZu gewinnen gibt es für zwölf aus- reichen der Berliner Stadtgesellgewählte Schulen ein Preisgeld schaft entscheidet im November von jeweils 500 Euro. Neben Ur- über die Vergabe der Preise. Die kunden für die beteiligten Schü- Bewerbung erfolgt über ein Onlerinnen, Schüler und Lehrkräfte line-Formular auf der Website wartet auf die Gewinnerteams ein www.berlin.de/klimaschulen.
Fit im Kiez Neue Broschüre zeigt inklusive Sportangebote im Bezirk Wer im Alltag nach Bewegung sucht, findet im Bezirk ein breites und kostenfreies Angebot. Die neue Broschüre „Sport im Park – inklusiv“ für das Jahr 2026 ist ab sofort erhältlich. Das Heft bietet eine Übersicht über verschiedene Kurse, Zeiten und Standorte, die ohne Anmeldung oder Vorkenntnisse im Freien genutzt werden können. Insgesamt 36 unterschiedliche Angebote listet die Broschüre für das laufende Jahr auf. Damit liegt Tempelhof-Schöneberg im berlinweiten Vergleich auf dem zweiten Platz. Laut Jugend- und Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck sollen die Angebote im öffentlichen Raum vor allem die Gesundheit, die Teilhabe und das soziale Miteinander im Bezirk stärken. Neben den digitalen Informationen sei die gedruckte Broschüre weiterhin ein wichtiger Weg, um möglichst
viele Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort zu erreichen. Unterstützung bei der Suche nach der passenden Sportart bietet zudem der bezirkliche Bewegungskoordinator Max Günther. Er berät Bürgerinnen und Bürger kostenlos zu wohnortnahen Angeboten und vermittelt passende Kurse, Sportvereine oder individuelle Möglichkeiten – sowohl für kostenfreie als auch für kostenpflichtige Programme. Die Broschüre ist ab sofort in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen im Bezirk, wie den Rathäusern und Stadtbibliotheken, sowie direkt über den Bewegungskoordinator erhältlich, solange der Vorrat reicht. Alternativ kann das Dokument auf www.berlin. de/-ii1543237 heruntergeladen werden. Informationen zu Angeboten in ganz Berlin sind zudem auf www.berlin.de/berlin-bewegtsich zu finden.
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Errichterverzeichnis der Berliner Polizei
12 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2026
Kriminalfälle im Fokus „Lange Nacht der Museen“ widmet sich dem Thema Verbrechen Verbrechen und deren Aufklärung faszinieren viele Menschen – so sollen Krimis mittlerweile die Hälfte des Fernsehprogramms füllen. Wer dieser Faszination auf den Grund gehen möchte, hat bei der diesjährigen Langen Nacht der Museen am Samstag, dem 29. August 2026, ausgiebig Gelegenheit dazu. Unter dem Motto „Crime in Berlin“ öffnen 75 Museen in der ganzen Hauptstadt von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts ihre Türen. Die Nacht verspricht so spannende Einblicke in historische und moderne Kriminalfälle. Das Programm beleuchtet das Verbrechen in all seinen Spielarten. Die Besucher können den Ermittlern über die Schulter schauen und erfahren, mit welchen Methoden in der Praxis gearbeitet wird. So wird unter anderem erklärt, was Zollbeamte im Reisegepäck von Urlaubern finden, was Bekennerschreiben über die Absender verraten und wie es gelang, spektakuläre Kunstfäl Impression der Langen Nacht der Museen 2025. �Foto: Alexander Rentsch schungen – wie den bekannten Fall Beltracchi – aufzuklären. Der historische Bogen spannt
sich weit: Er reicht von biblischen Taten wie Kains Brudermord über politische Morde im
Florenz der Medici bis hin zum Schwarzmarkt der Nachkriegsjahre und der modernen Cyberkriminalität. Neben den Ausstellungen und Führungen sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Unterhaltung. Eine Musical-Comedy verspricht rasante Verwicklungen, während verschiedene Krimilesungen das Publikum in die Berliner Halbwelt entführen. Wer die Atmosphäre der historischen Berliner Caféhäuser erleben möchte, kann sich bei Charleston und Swing in die Stimmung des legendären „Moka Efti“ zurückversetzen lassen. Mit nur einem Ticket erhalten Interessierte Zugang zu allen 75 teilnehmenden Museen, darunter das Schloss Charlottenburg, das Bröhan-Museum, die Wilhelm-Foerster-Sternwarte und Urban Nation. Das vollständige Programm ist auf der offiziellen Webseite unter www. langenachtdermuseen.berlin abrufbar.
Zecken: Hundemalaria breitet sich aus Experten raten zu ganzjähriger Vorsorge Wer mit dem Hund in den Berliner Parks, Wäldern oder im Brandenburger Umland spazieren geht, sollte derzeit besonders wachsam sein. Eine ernstzunehmende Gefahr für Hunde breitet sich in der Region immer weiter aus: die canine Babesiose, im
Volksmund auch als Hundemalaria bekannt. Übertragen wird die potenziell tödliche Erkrankung durch die Wiesenzecke, die sich in den vergangenen Jahren in weiten Teilen Deutschlands etabliert hat. Neben dem Südwesten des Landes ist der Raum
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Berlin-Brandenburg besonders stark betroffen. Begünstigt wird die Ausbreitung unter anderem durch den Klimawandel, größere Brachflächen und den Import von Hunden aus dem Ausland.
Tückischer Verlauf Die Infektion verläuft tückisch. Nach dem Stich der Zecke nisten sich die Parasiten in den roten Blutkörperchen des Hundes ein und zerstören diese massenhaft. Typische Symptome sind extreme Mattigkeit, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und blasse Schleimhäute. Ein deutliches Warnsignal ist zudem dunkel verfärbter Urin. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig durch eine tierärztliche Blutuntersuchung diagnostiziert und behandelt, endet sie für den Hund oft tödlich. In den Tierkliniken der Region müssen bereits vermehrt infizierte Hunde inten sivmedizinisch betreut werden.
Schutz entscheidend Um das Tier zu schützen, ist ein lückenloser Schutz entscheidend. Veterinärmediziner der Freien Universität Berlin weisen darauf hin, dass die Wiesenzecke mittlerweile das ganze Jahr über aktiv sein kann. Daher wird eine durchgehende Vorsorge empfohlen. Hierfür stehen verschiedene zugelassene Präparate wie Halsbänder, Spot-on-Präparate, Tabletten oder Injektionen zur Verfügung, die den Parasiten abwehren oder abtöten. Von vermeintlich natürlichen Alternativen wie Kokosöl, Knoblauch oder ätherischen Ölen raten Fachleute ab: Ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt, zudem können manche dieser Hausmittel für Hunde sogar gesundheitsschädlich sein.
Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2026 | 13 Im Jugendkulturzentrum „Weiße Rose“ werden am 25. September die Jugendkompetenzpässe 2026 verliehen.
Wer bekommt den Jugendkompetenzpass 2026? Vereine, Schulen und Initiativen können engagierte Jugendliche vorschlagen Ob im Sportverein, in der Kirchengemeinde, in einer Jugendfreizeiteinrichtung oder im Kinder- und Jugendparlament: Viele junge Menschen in Tempelhof-Schöneberg setzen sich in ihrer Freizeit freiwillig für das Gemeinwohl ein. Um diesen Einsatz zu würdigen, verleiht das Bezirksamt auch in diesem Jahr wieder den Jugendkompetenzpass. Vorschläge für die Ehrung können ab sofort eingereicht werden.
Kriterien für die Auszeichnung Die Auszeichnung richtet sich an Jugendliche, die sich außerhalb des regulären Schulunterrichts kontinuierlich einbringen. Für den Erhalt des Passes müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Erwartet wird ein regelmäßiger Einsatz von mindestens 40 Stunden innerhalb eines Jahres oder ein zusammenhängendes Engagement von mindestens 100 Stunden in einem bestimmten Projekt. Die Einsatzbereiche sind vielfältig und reichen von sportlichen und sozialen Angeboten bis hin zu schulischen oder nachbarschaftlichen Initiativen im Bezirk.
Wertvolles Engagement Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann ruft lokale Organisationen dazu auf, geeignete Kandidaten zu nominieren: „Das Engagement junger Menschen ist von
unschätzbarem Wert für unse- ber 2026 im Schöneberger ren Bezirk. Sie übernehmen Ver- Jugendkulturzentrum „Weiße antwortung, bringen sich aktiv Rose“ statt. Die Veranstaltung in ihre Nachbarschaften ein und beginnt voraussichtlich um stärken den gesellschaftlichen 17 Uhr. Vorschläge nimmt das Zusammenhalt. Mit dem Ju- Ehrenamtsbüro des Bezirksgendkompetenzpass möchten amtes Tempelhof-Schöneberg wir dieses Engagement sichtbar ab sofort entgegen. Die Mitarmachen und im Namen des BeAnzeige zirks ausdrücklich würdigen. Ich rufe daher alle Schulen, Vereine, Initiativen und Organisationen dazu auf, engagierte Jugendliche vorzuschlagen und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen.“
Vorteile für den Lebenslauf Der Jugendkompetenzpass soll für die Jugendlichen nicht nur eine Anerkennung für geleistete Arbeit sein, sondern auch eine konkrete Unterstützung für die Zukunft bieten. Neben einer Urkunde erhalten die Ausgezeichneten persönliche Empfehlungsschreiben des Bezirksbürgermeisters sowie des Bezirksstadtrats für Jugend und Gesundheit. Diese Dokumente halten die erworbenen sozialen, organisatorischen und persönlichen Fähigkeiten fest und können bei Bewerbungen für Ausbildung, Studium oder Beruf als offizieller Nachweis genutzt werden.
Feierliche Übergabe im September Die feierliche Verleihung der Pässe findet am 25. Septem beiter im Rathaus Schöneberg stehen zudem für Fragen und Beratung zur Verfügung. Ehrenamtsbüro, John-F.-KennedyPlatz 1, 10825 Berlin, Tel.: (030) 90277-6051 oder (030) 902776600, E-Mail: ehrenamtsbuero@ ba-ts.berlin.de
14 | Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2026
Der neue Super-Ferien-Pass ist da Coupons, Verlosungen und Schwimmbadeintritt für nur neun Euro Pünktlich zur warmen Jahreszeit gibt es für Berliner Familien wieder ein beliebtes Angebot: Der neue „Super-Ferien-Pass“ (www. jugendkulturser vice.de/de/ ferien-und-familienzeit/superferien-pass) für das Schuljahr 2026/27 ist ab sofort erhältlich. Für einmalig neun Euro bietet er jungen Berlinerinnen und Berlinern an rund 100 Ferientagen zahlreiche Vergünstigungen und kostenfreie Aktivitäten in der Hauptstadt und der Region. Das Angebot richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 18 Jahre, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Laut Herausgeber JugendKulturService, umfasst das Gutschein-Heft in diesem Jahr mehr als 500 Preisvorteile, die sich auf drei verschiedene Bereiche verteilen. Ein zentraler Bestandteil für die Sommerzeit ist die integrierte Badekarte. Mit ihr können Pass
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Foto: serrnovik – Magnific.com
inhaber an jedem Ferientag ein- 15 Jahre), in das Museum für Namal kostenlos ein Schwimmbad turkunde, den Botanischen Garder Berliner Bäder-Betriebe be- ten sowie kostenfreie Besuche suchen. im Renaissance-Theater oder Zudem enthält das Heft zahlrei- beim Open-Air-Kino. Auch Rache Coupons, die direkt vor Ort batte für Sportkurse und kreative eingelöst werden können. Dazu Workshops sind enthalten. gehören unter anderem freier Zusätzlich zu den festen CouEintritt in den Zoo und den Tier- pons bietet der Pass Zugang zu park (für Kinder bis einschließlich einem Online-Portal, über das
Plätze für exklusive und kostenfreie Ferienaktionen verlost werden. Auf dem Programm stehen hierbei unter anderem Bouldern, 3D-Workshops, Probenbesuche in der Staatsoper sowie organisierte Tagesausflüge, wie etwa eine Fahrt in den Hansa-Park. „Viele Familien kaufen den Super-Ferien-Pass nicht nur wegen der Ersparnis“, so Kathrin Völker-Krause vom JugendKulturService. „Er hilft dabei, neue Orte zu entdecken und bringt Ideen für abwechslungsreiche Ferientage. Oft entstehen daraus Ferienabenteuer, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre.“ Da der Pass personengebunden ist, ist er nicht übertragbar. Erhältlich ist der Super-Ferien-Pass an vielen Verkaufsstellen (www.jugendkulturservice. de/de/ferien-und-familienzeit/ super-ferien-pass/ verkaufsstellen) im gesamten Stadtgebiet.
Moderner Schulcampus für Mariendorf Minna-Cauer-Schule schließt eine Lücke im Schulnetz Pünktlich zum kommenden Schuljahr 2026/2027 erhält Tempelhof-Schöneberg eine neue Bildungseinrichtung: Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE hat den Neubau der Minna-Cauer-Schule in der Eisenacher Straße in Mariendorf fertiggestellt und an den Bezirk übergeben. Das Bauprojekt schließt eine wichtige Lücke in der lokalen Schullandschaft, da es in diesem Teil des Bezirks bislang keine Integrierte Sekundarschule (ISS) gab.
Schüler ziehen um Der viergeschossige Neubau bietet Platz für 600 Schülerinnen und Schüler. Mit Beginn des neuen Schuljahres zieht die bestehende Gemeinschaft der Schule am Berlinickeplatz in das Gebäude ein. Sechs Compartments schaffen moderne Lernlandschaften für eine sechszügige Integrierte Sekundarschule.
halbjährigen Bauphase bei Baustellenbesuchen mitverfolgen. Zudem war die Schulgemeinschaft an der Gestaltung des Kunstwerks „Random Conversations“ im Eingangsbereich beteiligt. Die Künstlerin Birte Endrejat entwarf zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern ein 14 Meter breites, mechanisches Feierliche Schlüsselübergabe an den Schulleiter (Mitte). � Foto: BATS Fallblatt-Display. Dieses zeigt im Alltag wechselnde Fragen und Im Erdgeschoss befinden sich Sportflächen teilt. Dazu gehört Denkanstöße aus dem Schulallunter anderem Mensa, Mehr- eine doppelstöckige Dreifel- tag an. zweckbereiche und Fachräume, der-Sporthalle sowie ein AußenNachhaltige Energieversorgung während in den Obergeschossen bereich mit einem Beachvolleydie Lernbereiche, die Verwaltung ballfeld. Nach Unterrichtsschluss Auch beim Klimaschutz wurden und die naturwissenschaftlichen sollen die Hallen und ausgewähl- technische Standards umgeFachräume untergebracht sind. te Räume auch für Sportvereine setzt: Die Wärmeversorgung erund die Volkshochschule nutzbar folgt über Geothermie mit rund Kooperation mit Grundschule sein, um den Campus im Kiez zu 70 Erdwärmesonden und einer Ein besonderes Merkmal des verankern. Sole-Wasser-Wärmepumpe. Ergänzt wird dieses System durch Standorts ist die Kooperation Denkanstöße auf Display eine Photovoltaikanlage auf dem mit der benachbarten Schätzelberg-Grundschule, mit der sich Die Schüler konnten die Ent- Dach des Gebäudes, um den die neue Sekundarschule die stehung ihres neuen Lernortes Strombedarf teilweise direkt vor Mehrzweckbereiche und die bereits während der zweiein- Ort zu decken.
Gazette Schöneberg & Friedenau | August 2026 | 15
Mit der Fähre über den Wannsee.
Auf dem Wasser durch die Berliner Sommerferien Mit Bus und Fähre zu Badestellen und Ausflugszielen Mit dem Beginn der Sommerferien zieht es viele Berlinerinnen und Berliner ins Grüne und an die Gewässer der Stadt. Wer für einen Ausflug keine weite Reise antreten möchte, kann auf das Netz des öffentlichen Nahverkehrs zurückgreifen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bieten auch in diesem Sommer wieder spezielle Fähr- und Busverbindungen an, die Ausflugsziele an Havel, Spree und Müggelsee direkt erreichbar machen.
Entspannt übersetzen im Südwesten
19 Uhr, samstags von 7 Uhr bis 19 Uhr, sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr) in Kraft tritt.
Schnelle Verbindung im Südosten Im Südosten bietet die traditionsreiche Linie F11 eine schnelle Verbindung über die Spree zwischen Baumschulenweg und Oberschöneweide. Sie existiert bereits seit 1896 und verkürzt den Weg für Spaziergänger und Radfahrende erheblich, da sie Umwege über die nächstgelegenen Brücken erspart. Die Fähre fährt im Takt von 10 bis 20 Minuten. Bis zum 1. November 2026 ist sie montags bis freitags von 6 Uhr bis 19.30 Uhr sowie an den Wochenenden von 8 Uhr bis 19 Uhr im Einsatz. Ab dem 2. November endet der Wochenendbetrieb um 18.30 Uhr.
Für die Überquerung der Havel im Südwesten eignet sich die Fährlinie F10, die den S-Bahnhof Wannsee im Stundentakt mit Alt-Kladow verbindet. Die rund 20-minütige Fahrt führt vorbei Per Ruderboot über an der Insel Schwanenwerder. Bis die Müggelspree zum 30. August 2026 verkehrt die Fähre, die auch Fahrräder trans- Rund um Rahnsdorf lässt sich portiert, montags bis freitags die Berliner Wasserlandschaft von 6 Uhr bis 21 Uhr, samstags mit einer Kombination zweier von 7 Uhr bis 21 Uhr sowie sonn- Linien erkunden. Die F23 steuert tags von 9 Uhr bis 21 Uhr. Ab dem bis zum 1. November 2026 im 31. August werden die Betriebs- Stundentakt Stationen wie Mügzeiten bis 20 Uhr verkürzt, ehe gelhort und Neu-Helgoland an. ab dem 2. November der Winter- Sie ist dienstags bis freitags von fahrplan (werktags von 6 Uhr bis 10 Uhr bis 19 Uhr und am Wo chenende von 10 Uhr bis 20 Uhr unterwegs. Am Müggelwerderweg besteht Anschluss zur F24, einer Besonderheit im Berliner Nahverkehr: Die Überfahrt über die Müggelspree zur Kruggasse erfolgt im Ruderboot „Paule III“ ganz ohne Motor. Diese Verbindung steht bis zum 4. Oktober 2026 immer samstags und sonntags von 11 Uhr bis 19 Uhr stündlich zur Verfügung. Für alle Fährverbindungen reicht ein regulärer Fahrschein für den Tarifbereich AB oder das Deutschlandticket. Impressum
Bäderbus zum Strand In den Sommerferien sind auch die Bäderbusse wieder in Betrieb, um Badegäste direkt zu den Strandbädern zu befördern. Bis zum 23. August 2026 fährt die Linie 312 alle 10 bis 20 Minuten vom S-Bahnhof Nikolassee zum Strandbad Wannsee, täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr. Zum Strandbad Tegeler See gelangen Ausflügler mit der Linie 222 vom S-Bahnhof Tegel aus im 40-Minuten-Takt, ebenfalls täglich von 10.30 Uhr bis 20.30 Uhr.
Gazette Schöneberg & Friedenau August Nr. 8/2026 · 31. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.
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Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50
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September Nr. 9/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 14.08.2026 Erscheinung 03.09.2026
16 | Gazette Schöneberg & Friedenau | AUGUST 2026
Der weltberühmte Nachbar aus der Hauptstraße Vor 50 Jahren zog David Bowie nach Schöneberg Hauptstraße 155: Wer heute an dem unscheinbaren Altbau vorbeigeht, stößt auf eine weiße Porzellantafel. Sie erinnert an einen der berühmtesten Bewohner, die der Bezirk je hatte. Im Jahr 1976 zog ein junger, von den Exzessen des Showbusiness ausgezehrter Brite hier ein. Sein Name: David Bowie.
las Zeitung oder unterhielt sich mit den Gästen. Seine Streifzüge durch die Berliner Clubszene endeten zwar oft erst um 3 Uhr nachts, doch die Hauptstraße blieb sein privater Rückzugsort, an dem er einfach nur ein Nachbar unter vielen sein konnte.
Kreativer Neuanfang
Diese unspektakuläre Normalität setzte ungeahnte kreative Kräfte frei. In seiner Berliner Zeit von 1976 bis 1978 entstand die legendäre „Berliner Trilogie“ mit den wegweisenden Alben Low, Heroes und Lodger. Obwohl die Songs in den nahegelegenen Hansa-Studios am Potsdamer Platz eingespielt wurden, atmen sie spürbar den Geist und die Melancholie des damaligen Schöneberger Alltags.
Drei Alben
Auf der Flucht vor dem Drogenrausch und dem Scheinwerferlicht von Los Angeles suchte der Musiker im damaligen West-Berlin nach Anonymität und einem kreativen Neuanfang. Gemeinsam mit seinem Weggefährten Iggy Pop mietete er eine großzügige Wohnung im ersten Stock des Schöneberger Altbaus. In der geteilten Stadt, die damals als raues Biotop für Kulturschaffende und Freigeister galt, fand Bowie genau das, was er brauchte: Ruhe im Alltäglichen.
Gedenken an den Star Bowies Zeit im Bezirk endete 1978, doch seine Spuren sind bis heute unübersehbar. Jedes Jahr im Januar, rund um seinen Geburts- und Todestag, verwandelt sich der Gehweg vor der Hauptstraße 155 in ein Meer aus Blumen, Kerzen und handgeschriebenen Briefen von Fans aus aller Welt. Für die Schöneberger bleibt er einer der schillerndsten Nachbarn, der hier je seine Brötchen kaufte.
Unerkannt unterwegs Seinen Tag begann der Künstler oft erst am späten Vormittag. Gegen 11 Uhr zog es ihn meist in das direkt nebenan gelegene Lokal „Anderes Ufer“ (heute „Neues Ufer“). Das Café war damals eine Pionierinstitution – eines der ersten offen schwul-lesbischen Cafés der Republik. Hier saß Bowie weitgehend unerkannt bei einem Espresso,
An seinem früheren Wohnhaus wird an David Bowie erinnert. Erster Standort, 1921 Bayerischer Platz 11
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