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Lichterfelde

Filme, Führungen, Vorträge

Herbstprogramm im Bundesarchiv

Bundesarchiv in Lichterfelde.
Bundesarchiv in Lichterfelde.

01.10.2026: Wer an der Finckensteinallee in Lichterfelde vorbeigeht, blickt auf eine weitläufige Anlage mit wechselvoller Vergangenheit. Als preußische Hauptkadettenanstalt errichtet, wurde sie später Kaserne der US-Armee unter dem Namen „Andrew Barracks“. Heute beherbergt das Gelände seit 1994 das Bundesarchiv. Im Herbst 2026 lädt die Institution zu einer Reihe öffentlicher und kostenfreier Veranstaltungen ein, die von persönlichen Filmschätzen über frühe Kinopioniere bis hin zur Theatergeschichte der DDR reichen.

Eigene Filmschätze begutachten lassen

Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, findet im Foyer der weltweite „Home Movie Day“ statt. Zwischen 14 Uhr und 18 Uhr können Bürgerinnen und Bürger private Filmrollen (8mm, Super 8, 16mm), Videokassetten oder Digitaldateien mitbringen. Expertinnen und Experten des Archivs prüfen das Material kostenfrei, geben Ratschläge zur Erhaltung und besprechen auf Wunsch eine Übernahme in den Archivbestand.

Um 16.45 Uhr beginnt eine Führung durch das Magazin und die Filmdigitalisierungs-Werkstatt. Den Abschluss bildet ab 18 Uhr im Kinosaal eine Vorführung seltener Amateurfilme des Kameramanns Hans Schaller, einem engen Freund von Heinz Rühmann, die live kommentiert wird.

Die Anfänge des Kinos: Die Brüder Skladanowsky

Am Donnerstag, dem 5. November 2026, widmet sich das Archiv den deutschen Anfängen des bewegten Bildes. Um 16.45 Uhr startet im Foyer des Benutzungszentrums eine Führung durch die Ausstellung „Habe ich den Film erfunden? Max Skladanowsky – Pionier, Visionär & Hochstapler“. Die Schau präsentiert Geräte, Dokumente und Fotografien aus dem Nachlass der Gebrüder Skladanowsky.

Im Anschluss, ab 18 Uhr, zeigt das Archiv im Rahmen der Reihe „Lichterfilme“ ausgewählte Arbeiten der Filmpioniere, ergänzt durch eine Live-Daumenkinovorführung. Eine Anmeldung für die Führung und den Filmabend ist nicht erforderlich.

Führung und DDR-Theater

Die bewegte Geschichte des Lichterfelder Archivgeländes selbst steht am Donnerstag, dem 12. November 2026, im Mittelpunkt. Um 16.45 Uhr beginnt eine Geländeführung, die den Bogen von der preußischen Nutzung über die NS-Zeit und die US-Garnison bis zum heutigen modernen Benutzungszentrum spannt.

Um 18 Uhr beginnt der Vortrag „Von der Bühne auf die Straße. Theater in der späten DDR“ von Dr. Jutta Braun. Der Beitrag befasst sich mit der Rolle der Theater als kritische Ersatzöffentlichkeit in der späten DDR und dem Aufbegehren der Ensembles im Herbst 1989. Zur Illustration werden zeitgenössische Dokumente aus den Archivbeständen gezeigt.

Der Eintritt zu allen genannten Veranstaltungen in der Finckensteinallee 63 ist frei.

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