Wannsee
Slevogt, Cassirer und Liebermann
Partnerschaft der Berliner Kunstgeschichte

20.09.2026: Die Liebermann-Villa am Wannsee bereitet eine neue Sonderausstellung vor. Vom 3. Oktober 2026 bis zum 18. Januar 2027 ist in der Colomierstraße 3 die Schau „Auf zu neuen Werken! Max Slevogt, Bruno Cassirer und Max Liebermann“ zu sehen. Sie beleuchtet eine der fruchtbarsten Verbindungen im Berliner Kulturleben des frühen 20. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt steht die fast 30-jährige Zusammenarbeit zwischen dem Maler und Illustrator Max Slevogt und dem Verleger Bruno Cassirer. Diese Partnerschaft trug maßgeblich dazu bei, Slevogt als wichtige Figur des deutschen Impressionismus zu etablieren. Cassirer bot dem Künstler den nötigen Freiraum für innovative Ideen – insbesondere im Bereich des illustrierten Buchs, wo beide durch ihre gemeinsame Leidenschaft für das Zeichnen neue gestalterische Wege einschlugen. Zudem prägte der Verleger mit seiner einflussreichen Zeitschrift „Kunst und Künstler“ den damaligen kunsttheoretischen Diskurs.
Dass diese Ausstellung im ehemaligen Sommersitz von Max Liebermann gezeigt wird, schließt einen Kreis. Liebermann war als Maler und Präsident der Berliner Secession eng mit Slevogt und Cassirer verbunden. Die Schau führt die Werke dieser Akteure nun an dem Ort zusammen, an dem einst die Berliner Moderne mitgestaltet wurde.
Die Liebermann-Villa ist für Besucherinnen und Besucher täglich außer dienstags von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.



