Schöneberg
„Reorganisation Bürgerämter 2030“
Pilotprojekt im Rathaus Schöneberg

07.08.2026: Das Rathaus Schöneberg wird zum Ausgangspunkt für eine geplante Modernisierung der Berliner Verwaltung. Am Donnerstag, dem 6. August 2026, besuchte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner das dortige Bürgeramt, um den Startschuss für das Pilotprojekt „Reorganisation Bürgerämter 2030“ zu geben. In Schöneberg soll erprobt werden, wie die Bürgerämter der Hauptstadt in Zukunft organisiert und gestaltet werden können.
Im Zentrum des Modellprojekts steht die Einrichtung eines neuen Großraumbüros im Rathaus Schöneberg. Dieses soll verschiedene Arbeitsbereiche flexibler miteinander verknüpfen. Vorgesehen ist eine Aufteilung in ein sogenanntes Front-Office für den direkten Kundenservice, ein Backoffice für die Sachbearbeitung im Hintergrund sowie einen eigenen Bereich für die Ausbildung von Nachwuchskräften. Ziel des Bezirks und des Senats ist es, neue Formen der Büroorganisation und des modernen Arbeitens in der Praxis zu testen. Die dort gesammelten Erfahrungen sollen später als Vorlage für die Modernisierung weiterer Bürgerämter in ganz Berlin dienen.
Nach Angaben des Senats habe sich die Terminsituation in den vergangenen Monaten durch zusätzliche Stellen, neue Standorte und erweiterte digitale Angebote bereits verbessert. Mit dem Schöneberger Projekt wolle man nun die internen Abläufe und die Arbeitsumgebung für die Beschäftigten zukunftsfähig aufstellen.
Matthias Steuckardt, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Bürgerdienste in Tempelhof-Schöneberg, sieht in dem Vorhaben eine wichtige Weiterentwicklung. Die engere Zusammenarbeit von Senatskanzlei und Bezirken habe bereits erste Fortschritte bei der Terminvergabe gezeigt. Mit dem Pilotprojekt vor Ort wolle man nun den nächsten Schritt gehen, um sowohl den Service für die Bürger als auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter im Rathaus Schöneberg zeitgemäß zu gestalten.



