Gazette Verbrauchermagazin
Steglitz

Neues Leben im alten „Pop Inn“

Vorübergehende Nutzung nach jahrelangem Leerstand

Ahornstraße 15a in Steglitz.
Ahornstraße 15a in Steglitz.

31.08.2026: Das historische Wohn- und Gewerbegebäude in der Steglitzer Ahornstraße 15a, einer Seitenstraße der Schloßstraße, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. 1891 erbaut, beherbergte es bis etwa in die 1930er-Jahre das „Lokal Schellhase“ samt Tanzsaal. Nach verschiedenen Zwischennutzungen wurde es ab 1967 als Jugenddiskothek „Pop Inn“ zu einer bekannten Institution der West-Berliner Jugendkultur. Seit dem Ende des Betriebs und dem anschließenden Leerstand steht das Gebäude jedoch seit Jahren ungenutzt. Eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Tonka Wojahn (Grüne) zeigt den aktuellen Stand der Planungen für die landeseigene Immobilie.

Nutzung unklar

Da die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie keinen eigenen Bedarf mehr für das Gebäude sieht, soll die Liegenschaft in das sogenannte Clusterungsverfahren des Landes Berlin eingebracht werden. In diesem Verfahren wird geprüft, welche Landesbehörde das Gebäude künftig nutzen könnte. Parallel dazu prüft das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, ob eine Übernahme in das bezirkliche Fachvermögen möglich und sinnvoll ist.

Hoher Sanierungsbedarf

Eine dauerhafte Öffnung oder reguläre Zwischennutzung scheiterte bislang am erheblichen Sanierungsbedarf sowie an baulichen Mängeln und Schimmelpilzbefall im Gebäude. Dennoch gibt es nun eine befristete Lösung für ein lokales Kulturprojekt: Das Tanz- und Performanceprojekt „Für immer Pop Inn“, das sich künstlerisch mit der Geschichte des ehemaligen Jugendclubs auseinandersetzt, darf die Räume bis Ende Dezember 2026 nutzen.

Titelbild

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH 2026